Rat und Stadtbezirksräte
14.11.2025 - 3.3 Mündliche Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.3
- Sitzung:
-
Sitzung des Wirtschaftsausschusses
- Gremium:
- Wirtschaftsausschuss
- Datum:
- Fr., 14.11.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Wirtschaftsdezernent Leppa berichtet zu den folgenden Themen:
3.3.1. Aktuelle Themen aus dem Bereich Innovationsförderung
W.IN
Das Projekt W.IN wird von der NBank gefördert, die aktuelle Förderperiode 2023 - 2025 läuft aus, 37 unterschiedliche Startups wurden erfolgreich betreut. Der Förderantrag für die nächsten drei Jahre (2026-2028) wurde bei der NBank gestellt, die Rückmeldung für die Fortsetzung der Förderung soll lt. NBank noch im November 2025 erfolgen.
Es handelt sich um ein dreistufiges Unterstützungsangebot (Prozessbegleitung/Coaching, Fachvorträge & Workshops, Coworking, Fachberatungsbudget, Mentoring, Vernetzung in die Wirtschaft) für innovative Gründungsvorhaben/Gründungen. Derzeit liegen 28 Bewerbungen für 10 Betreuungsplätze in der kommenden Betreuungsrunde vor.
QIMP High-Tech Incubator
Bis Ende 2028 sollen mind. 33 Startups im High-Tech Bereich erfolgreich am Markt etabliert werden. Derzeit ist Batch #1 im September gestartet und umfasst 10 Teams. Die Teams werden fachlich bis Ende August 2026 vom HTI-Team betreut. 4 von 10 Teams haben bereits Förderanträge bei der NBANK für 300.000€ Förderzuschuss eingereicht; die übrigen 6 Teams werden dies voraussichtlich bis Ende des Jahres tun. Durch die Unterstützung der HTI-Coaches erhalten die Teams bereits Zugang zu internationalen Venture-Capital-Gebern und Pitch-Events, zuletzt unter anderem in Lüttich und Luxemburg.
Resiliente Innenstädte – Projekt „Gründungsprogramm Innenstadt“
Das Projekt konnte nach etwas Verzögerung personell wieder besetzt werden. Derzeit läuft die Rekonzeptionierung des Programms bestehend aus Erstberatung und Unterstützungsprogramm für Gründungen mit sozialem, kulturellem, ökologischem und innovativem Charakter, die die Innenstadt stärken.
BIG UP
Der BIG UP Startup Summit soll 2026 erneut stattfinden. Geplant ist eine Tagesveranstaltung mit 3 Bühnen auf denen insgesamt 24 Startups pitchen. Es sollen 9 namhafte Venture Capital Investoren akquiriert werden. Durch das Format erfährt der Startup-Standort Braunschweig überregionale Sichtbarkeit.
Gründungsunterstützung
Die Nachfrage nach Erstberatung zu Existenzgründungen ist aktuell so hoch wie nie. Bereits über 136 Beratungsgespräche (Stand 08.10.25) wurden geführt (Vergleich 2024: 91 Beratungen insgesamt). Vom 17.11. bis zum 21.11.2025 findet die Gründungswoche mit vielfältigem Programm in Braunschweig in Kooperation mit verschiedenen Partnern statt.
3.3.2. Aktuelle Themen aus dem Bereich Standortentwicklung
Vom 6. bis zum 8. Oktober präsentierte die Braunschweig Zukunft den Wirtschafts- und Innovationsstandort Braunschweig auf der Expo Real in München, Europas größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Seit 2010 ist Braunschweig Teil eines Gemeinschaftsstandes der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.
In diesem Jahr umfasste die Messepräsenz einen neuen Gemeinschaftsstand, der erstmalig mit dem Stand des Landes Niedersachsens vereinigt war. Auf dem Gemeinschaftsstand befanden sich insgesamt 9 Partner der Metropolregion GmbH sowie 4 Partner des Landes Niedersachsens.
Die Stadt Braunschweig stellte mit 14 weiteren Partnern aus der Bau- und Immobilienbranche die zentralen Entwicklungsprojekte aus Braunschweig vor:
- Das Bahnhofsquartier soll sich zu einem neuen urbanen Eingangstor zur Stadt entwickeln. Ab 2026 beginnen dort die ersten Bauprojekte, zu denen auf der Messe Gespräche mit interessierten Investoren geführt worden sind.
- Die Stiftshöfe Braunschweig wurden unter anderem beim Braunschweiger Standempfang mit Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum vorgestellt.
- Auf dem ehemaligen Klinikgelände an der Holwedestraße wird ein Quartier mit rund 300 Wohneinheiten, Cafés und kleinen Läden entstehen.
Darüber hinaus wurden neben den Flächenpotentialen am Research Airport auch der neueröffnete Flughafen-Terminal von der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH vorgestellt.
Mit 1.742 Aussteller aus 34 Ländern (2024: 1.778 / 34 Länder) und rund 42.000 Teilnehmern aus über 70 Ländern (2024: 40.000 / 75 Länder) steigen die Messefrequenzen konstant weiter leicht an und nähern sich dem Vor-Corona-Niveau an.
IHK Braunschweig Konjunkturumfrage für das 3. Quartal 2025
Zentrale Ergebnisse
Der Konjunkturklimaindikator ist auf 80 Punkte gefallen – damit bleibt er deutlich unter dem neutralen Wert von 100 und damit in einer anhaltenden Schwächephase.
Nur rund 15 % der befragten Unternehmen beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als gut.
27 % der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als schlecht; 58 % sehen sie als befriedigend.
Die Erwartungen für die kommenden Monate sind noch pessimistischer: Nur 8 % der Unternehmen rechnen mit einer Verbesserung, während über ein Drittel mit Verschlechterung rechnet.
Im Bereich Investitionen sind 37 % der Unternehmen nicht nur zurückhaltend, sondern planen eine Kürzung ihrer Investitionsbudgets.
Beim Thema Personal: Nicht einmal jeder zehnte Betrieb plant eine Ausweitung des Personalbestands. Stattdessen rechnen 42 % mit einer Reduktion.
Der Fach- und Arbeitskräftemangel bleibt ein zentrales Problem: Mehr als drei von vier Unternehmen berichten von offenen Stellen, die sie nicht besetzen können.
Einschätzung
Die wirtschaftliche Stimmung in der Region bleibt gedrückt – ein Ausbruch aus der Flaute ist derzeit nicht erkennbar.
Unternehmen berichten von zahlreichen Belastungsfaktoren: hohe Energie- und Rohstoffkosten, steigende Arbeits- und Kapitalkosten, zurückhaltende Nachfrage im Inland und Ausland.
Die Kombination aus schwacher Lage, schlechten Erwartungen und Investitions- sowie Personalproblemen deutet auf eine Phase anhaltender wirtschaftlicher Stagnation bzw. Schwäche hin.
Branche Indikator / Besonderheiten
Industrie: Der branchenspezifische Klimaindikator liegt bei 90. Nur etwa 17 % der Industriebetriebe berichten von einer guten Geschäftslage, knapp ¼ von einer schlechten. Auftragsreserven sind weitgehend aufgebraucht, das Nachfrageniveau bleibt niedrig – rund ein Drittel hält das Auftragsvolumen für zu gering.
Einzelhandel: Der Indikator liegt bei 77. Nur „jeder 20.“ Einzelhändler sieht seine Lage als gut an. 71 % bewerten sie als befriedigend, fast ein Viertel als schlecht. Konsum- und Nachfragezurückhaltung sind Hauptprobleme.
Großhandel: Mit 68 ist der Indikator der am stärksten belasteten Branche. Jeder zwanzigste Großhändler meldet gute Geschäfte, etwa ein Drittel schlechte. Der Blick nach vorne bleibt sehr verhalten: nur 4 % rechnen mit besseren Geschäften.
Dienstleistungen: Der Dienstleistungssektor fällt stark zurück: Indikatorwert bei 82 (minus 18 Punkte gegenüber dem Vorquartal). Nur etwas über 20 % der Dienstleister sehen ihre Lage als gut an, 30 % als schlecht. Erwartungen sind ebenfalls gedrückt – nur rund 10 % rechnen mit einer Verbesserung.
Herbst-Konjunkturumfrage Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
- Der Geschäftsklimaindex für das Handwerk stieg im Vergleich zum Vorjahr von 103 Punkte auf nun 110 Punkte.
- Aktuelle Geschäftslage: 48 % der befragten Betriebe schätzen ihre Lage als „gut“ ein (Frühjahr 2025: 44 %). Weitere 39 % sagen „befriedigend“. Der Anteil mit „schlecht“ sank auf 13 %.
- Erwartungen:
- 17 % der Betriebe rechnen mit einer Verbesserung der Geschäftslage.
- 56 % erwarten Stabilität.
- 27 % erwarten eine Verschlechterung – damit ist der Pessimismus gegenüber dem Vorjahr (19 % damals) leicht gestiegen.
- Umsatzentwicklung: 24 % der Betriebe verzeichneten im 3. Quartal 2025 Umsatzsteigerungen, 27 % hatten Rückgänge.
- Beschäftigung: Die Entwicklung bleibt leicht negativ – rund 7 % reduzierten ihr Personal (Vorjahr 8 %).
- Investitionen: 23 % meldeten Investitionszuwächse, 26 % weniger Investitionen. Im Vorjahr war der Negativsaldo stärker.
- Regionale Besonderheit: In der Region Braunschweig bewerten 50 % ihre Lage als gut, weitere 37 % als befriedigend. Der regionale Geschäftsklimaindex liegt bei 105 Punkten – 8 Punkte über dem Vorjahreswert 97.
Bewertung & Ausblick
- Positive Entwicklung: Die Stimmung im Handwerk bessert sich insgesamt – sowohl bei der aktuellen Lage als auch beim Geschäftsklimaindex. Das deutet auf eine moderate Aufwärtsbewegung hin, wenn auch kein kräftiger Aufschwung.
- Noch kein Aufbruch: Trotz der Verbesserung sind viele Kennzahlen noch unter den früheren Spitzenwerten, und die Erwartungen bleiben vorsichtig. Investitions- und Beschäftigungsimpulse sind noch schwach.
- Risiken bleiben: Ein Viertel der Betriebe erwartet Verschlechterung – das zeigt, dass Unsicherheiten (z. B. Kostensteigerungen, Fachkräftemangel, regulatorische Belastungen) weiterhin bestehen.
- Handlungsempfehlungen: Laut HWK-Geschäftsführung sind strukturelle Reformen, Bürokratieabbau, Steuer- und Kostenentlastungen nötig, damit der Aufschwung nachhaltig wird.
3.3.3. Aktuelle Themen aus der Innenstadt
Veranstaltungen mit verkaufsoffenen Sonntagen
Die beiden Innenstadtveranstaltungen trendsporterlebnis und mummegenussmeile zeigten eine gemischte Entwicklung der Besucherfrequenzen: Während das trendsporterlebnis am 27. und 28. September 2025 mit einer Steigerung der Frequenzen um rund 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnete – besonders am sonnigen Sonntag mit einem Plus von über 13,5 Prozent – erreichte die mummegenussmeile vom 7. bis 9. November 2025 trotz wechselhaften Wetters und erschwerter Erreichbarkeit der Innenstadt 323.000 gemessene Frequenzen, was einem Rückgang von etwa 8,8 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Vergleichbarkeit ist allerdings eingeschränkt, weil die Veranstaltung letztes Jahr an einem Wochenende mit Brückentag stattgefunden hat. Insgesamt zeigt sich für beide Veranstaltungen eine stabile bis leicht positive Gesamtentwicklung der Besucherzahlen über die Saison hinweg: Die Braunschweiger Innenstadt profitierte von hoher Aufenthaltsqualität, abwechslungsreichen Programmen und einer lebendigen Mischung aus Einkauf, Kulinarik und Unterhaltung.
Laserfrequenzmessung
Die Braunschweig Stadtmarketing GmbH (BSM) wertet regelmäßig die Passantenfrequenzen der Braunschweiger Innenstadt aus. In der jüngsten Auswertung wurden die Zahlen des Q3 2025 mit denen des Q3 2019 verglichen. An sieben Standorten (exkl. Friedrich-Wilhelm-Straße, da 2019 noch nicht vorhanden) wurden von Juli bis September 2025 10,38 Millionen Frequenzen gemessen, das sind 1,23% mehr als in 2019 (10,26 Millionen). Dies ist insgesamt ein gutes Ergebnis. Die Passantenfrequenzen pendeln sich wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie ein.
Den größten Zuwachs verzeichnet der Straßenzug Neue Straße (+47% im Vergleich zu 2019). Die Neue Straße hat sich in den letzten Jahren als gastronomisch geprägter Straßenzug etabliert. Die Fluktuation der in der Branche ist in dem Straßenzug zwar spürbar, erfolgreiche Ankergastronomen sorgen aber für Stabilität und neue Gastronomiekonzepte sorgen immer wieder für neue Besuchsanlässe. Dies spiegelt sich entsprechend in den Frequenzen ab Juli wider. Auch die Straßenzüge Damm (+11%) und Schuhstraße (+8%) weisen einen überdurchschnittlichen Zuwachs im Vergleich zu 2019 auf. Der Straßenzug Hutfiltern verzeichnet einen leichten Zuwachs von 2,3%.
Weihnachtsmarkt
Der diesjährige Weihnachtsmarkt findet vom 26. November bis zum 29. Dezember statt (Marktruhe am 24. und 25. Dezember). An 140 Ständen werden kunsthandwerkliche Produkte, Geschenkideen und kulinarische Spezialitäten angeboten. Das Angebot wurde um acht neue Stände erweitert. Begleitet wird der Markt von einem kulturellen Rahmenprogramm, wie der 17. Weihnachtskulturwoche im Dom St. Blasii, sowie Aktionen für Kinder, Puppentheater und Bastelangebote in der Weihnachtswerkstatt im Burggraben. Ergänzend dazu werden zwei winterliche Stadtführungen angeboten. Am 17. Dezember laden Eintracht Braunschweig, die BSM und der Braunschweiger Dom zu einem gemeinsamen Singen mit festlichen Weihnachtsliedern und ausgewählten Eintracht-Songs in den Dom ein. Der Weihnachtsmarkt wird nachhaltig und energieeffizient betrieben, die Beleuchtung erfolgt vollständig mit LED-Technik. Alle Stände nutzen Naturstrom und setzen weitgehend auf umweltfreundliche Materialien. Zwölf Imbiss- und 25 Ausschankstände nutzen trotz höherem Aufwand bereits Mehrweggeschirr. Auch in diesem Jahr wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Polizei und der Feuerwehr ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet, das aktuelle Standards berücksichtigt und flexible Reaktionsmöglichkeiten bietet.
Weihnachtsmarkt – neuer GEMA-Tarif
Zwischen der GEMA und der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e. V. wurde gemeinsam, unter anderem mit dem Deutschen Städtetag sowie der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland eine Einigung erzielt, die zu einem eigenen Weihnachtsmarkt-Tarif geführt hat, der in den kommenden Jahren evaluiert werden soll. Für den Braunschweiger Weihnachtsmarkt bedeutet das eine Rabattierung von 35 Prozent auf die GEMA-Gebühren für Musikdarbietungen im Rahmen der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung. Darüber hinaus wird die Einigung vorerst keine Auswirkungen auf die Planungen der BSM haben, da die Berechnungsgrundlage dieselbe geblieben ist, also nicht die realistische Zuhörerfläche, sondern die gesamte Veranstaltungsfläche für die Berechnung herangezogen wird, wodurch weiterhin hohe Kosten für die große Marktfläche entstehen. Auch in diesem Jahr treten wieder GEMA-freie Musikgruppen wie der Kinderchor des Staatstheaters oder der Braunschweiger Posaunenchor auf. Das GEMA-freie Musikprogramm soll kontinuierlich ausgebaut werden.
Leerstandskartierung 3. Quartal 2025 (Stand: 30.09.2025)
| Innenstadtrand | Fußgängerzone | Gesamt |
September 2024 | 49 | 21 | 70 |
Dezember 2024 | 55 | 15 | 70 |
März 2025 | 65 | 31 | 96 |
Juni 2025 | 63 | 28 | 91 |
September 2025 | 67 (65) | 24 | 91 (89) |
Folgende Leerstände sind nun wieder in Nutzung:
Bankplatz 3-4 | Choppers + Sisters |
Bohlweg 16 | Levanta Restaurant |
Damm 20 | Kitchen Box |
Damm 39 | O2 |
Fallersleber Str. 24 | Manuela*s Fahrschule |
Friedrich-Wilhelm-Str.32 | City Kiosk |
Friedrich-Wilhelm-Str.41 | 381.de |
Hagenbrücke 14 | Style Friseur |
Hagenbrücke 15 | Reisebüro |
Karrenführerstr.1 | Jenny Nagelstudio |
Langedammstr. 13 | Hanfbar |
Neue Strasse 9 | Tantuni Home |
Steinweg 29 | (ein)heimisch |
Nächste Leerstandskartierung im Dezember 2025 geplant
Förderprogramm Resiliente Innenstädte
- (6 Zuwendungsbescheide: Neugestaltung Hagenmarkt, Jugendparlament und Jugendbüro (Teilantrag Personal und Teilantrag Immobilie), Pocket-Park Kannengießerstraße, Gründungsprogramm, Architekturpavillon)
- Änderungsantrag für das Projekt Neugestaltung Hagenmarkt wurde bewilligt
- zwei weitere Anträge eingereicht
- „Stärkung des Magniviertels“: vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt, Förderwürdigkeitsprüfung durchgeführt – Zuwendungsbescheid ausstehend
- Pop-up-Spielplätze-nach Projektskizzenvorstellung in der Steuerungsgruppe und positiver Gremienentscheidung Antrag eingereicht, Förderwürdigkeitsprüfung am 13.11.2025 erfolgt – Befürwortung – Rückmeldung an NBank in Vorbereitung, danach Warten auf Zuwendungsbescheid
Bereich | Projekttitel | förderfähige Projektkosten | Fördermittel | Status |
Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat | Stärkung des Magniviertels | 569.525,00 € | 227.810,00 € | beantragt |
| Pocketpark Kannengießerstraße | 1.818.854,18 € | 685.894,18 € | bewilligt |
Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat | Hagenmarkt | Alt: 3.221.974,24 € Neu: 4.253.751,20 € | Alt: 1.119.887,92 € Neu: 1.701.500,48 € | bewilligt |
Kultur- und Wissenschaftsdezernat | Temporärer Architekturpavillon | 548.801,50 € | 219.520,60 € | bewilligt |
Sozial-, Schul-, Gesundheits- und Jugenddezernat | Jugendparlament und Jugendbüro | 2.123.760,41 € | 685.892,00 € | bewilligt |
Wirtschaftsdezernat | Gründerprogramm Innenstadt | 353.833,33 € | 141.533,33 € | bewilligt |
Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat | Pop-up Spielplätze | 250.000,00 € | 100.000,00 € | beantragt |
| 9.668.525,62 € Gesamtkosten | 3.762.150,59 € von 4,2 Mio. Euro Fördermittel |
| |
Fördermittel i.H.v. 437.849,41 € noch verfügbar (erforderliche Eigenmittel: 656.774,12 €, gesamt ca. 1,095 Mio. €)
Förderprogramm Winterbeleuchtung
Die Weihnachtsbeleuchtung ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität unserer Innenstadt in der frequenzstarken Weihnachtszeit. Die festliche Illumination rund um den Weihnachtsmarkt und am Altstadtmarkt übernimmt die Braunschweig Stadtmarketing GmbH, in den Geschäftsstraßen engagieren sich traditionell die Anliegerinnen und Anlieger mit eigener Beleuchtung. Um dieses Engagement zu unterstützen, wurde 2022 gemeinsam mit dem Stadtmarketing das „Förderprogramm Winterbeleuchtung Innenstadt“ aufgelegt. Es wurde Anfang 2025 verlängert und läuft noch bis Ende 2026. Seit dem Start 2022 wurden bis Ende 2024 dreizehn Anträge mit rund 25.000 Euro und im Jahr 2025 weitere elf Anträge mit rund 19.300 Euro gestellt. Damit konnten bislang insgesamt über 43.000 Euro städtische Fördermittel für neue oder erweiterte Beleuchtung in der Innenstadt eingesetzt werden. Der Fördertopf ist damit nahezu ausgeschöpft – ein klarer Hinweis darauf, dass das Programm von den Unternehmen sehr gut angenommen wird und die Entscheidung zur Fortführung richtig war. Aufgrund der positiven Resonanz wurde der Starttermin für die Antragstellung für das Förderjahr 2026 auf den 3. November 2025 vorgezogen. Dies eröffnet die Chance, noch aktuell in die eigene oder gemeinsame Beleuchtung zu investieren und dann von der Zuwendung im nächsten Jahr zu profitieren. Der verpflichtende Beleuchtungszeitraum gilt erst für 2026 und 2027. Für 2026 stehen insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung, mit denen einmalige Investitionskosten bis zu 50 Prozent, maximal 5.000 Euro je Unternehmen, gefördert werden können. Antragsberechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter von Geschäften sowie Quartiers- und Werbegemeinschaften im Kern der Braunschweiger Innenstadt, deren Beleuchtung in den öffentlichen Raum wirkt, mindestens zwei Jahre betrieben wird und energieeffiziente Leuchtmittel nutzt.
Ratsherr Dr. Plinke erbittet Informationen zum Stand des Kombitickets für den Weihnachtsmarkt sowie zur Laserfrequenzmessung via Handydaten. Wirtschaftsdezernent Leppa führt aus, dass unter Berücksichtigung von Erfahrungen und Nachfragewerten aus den Vorjahren in diesem Jahr wieder ein Kombiticket in Papierform für den Weihnachtsmarkt angeboten wird. Bezüglich der Frequenzmessung geht er auf das Tool ARIADNE ein, das in diesem Jahr wiederholt beim Weihnachtsmarkt eingesetzt und erprobt wird. Zu den Erkenntnissen aus dieser zweiten Testphase wird der Wirtschaftsausschuss informiert.
