Rat und Stadtbezirksräte
23.04.2025 - 6.1 Verkehrssituation Hopfengarten
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Mi., 23.04.2025
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
Wortprotokoll
Frau Bezirksbürgermeisterin Krause begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Lau und Frau Kramer (beide Fachbereich Tiefbau und Verkehr)
Herr Lau erläutert die Mitteilung.
Frau Hahn plädiert gegen eine Einbahnstraße. Sie berichtet aus eigener Erfahrung als Anwohnerin des Hopfengartens und sieht keinen Bedarf, die Verkehrsführung grundlegend zu ändern. Sie verweist darauf, dass Einbahnstraßen zu schnellerem Fahren führen können und dass eine gewisse Anzahl an Parkplätzen entfallen sollte, um Ausweichstellen zu schaffen. Frau Krause weist auf auf empirische Daten hin, die belegen, dass in Einbahnstraßen tendenziell schneller gefahren wird.
Herr Buchholz betont, dass insbesondere die Sicherheit von Fahrradfahrern eine große Rolle spiele. Auf seine Nachfrage antwortet Herr Lau, dass Einbahnstraßenregelungen durchaus zu höheren Geschwindigkeiten führen könne, dies im Hopfengarten aufgrund der geringen Straßenbreite aber voraussichtlich keine signifikanten Auswirkungen zu erwarten seien.
Auf Nachfrage von Herrn Theeg antwortet Herr Lau, dass es sich bei der geplanten Einbahnstraße nicht um eine „unechte", sondern um eine „echte" Einbahnstraße handeln soll, jedoch mit Freigabe für den Radverkehr in beide Richtungen.
Frau Märgner-Beu äußert die Sorge, dass eine Einbahnstraße den Durchgangsverkehr erhöhen könnte. Sie plädiert für die Variante mit den Ausweichflächen, um den Charakter der Wohnstraße zu erhalten.
Herr Schnepel fragt nach, ob in bestehenden Einbahnstraßen in dem Bereich Probleme mit erhöhter Geschwindigkeit bekannt seien. Herr Lau antwortet, dass es dort keine nennenswerten Beschwerden oder Unfälle gebe. Die Polizei bestätigt dies und ergänzt, dass die Unfallzahlen im Hopfengarten weiterhin steigen. Herr Lau antwortet auf die Frage von Herrn Schnepel, dass die sieben Parkplätze nicht direkt entfernt werden, sondern die Zahl eine umgerechnete Fläche darstelle. Es handele sich um etwa 35 laufende Meter, die mit Halteverboten versehen werden sollen. Diese würden entstehen, indem bestehende Grundstückszufahrten genutzt und davor sowie dahinter je zwei Meter mit Halteverboten markiert würden.
Herr Strohbach unterstützt die Variante der Ausweichflächen und argumentiert, dass diese Lösung bestehende Grundstückszufahrten nutzt, die von Autofahrern in der Regel respektiert werden. Er sieht die Gefahr, dass eine Einbahnstraßenregelung zusätzlichen Durchgangsverkehr anziehen könnte.
Herr Schramm spricht sich ebenfalls für die Variante mit den Ausweichflächen aus und schlägt ergänzend vor, in Stoßzeiten wie morgens und nachmittags Durchfahrtsverbote zu prüfen.
Frau Behrens betont aus Sicht der Anwohnenden der Uhlandstraße, dass die Einrichtung einer Einbahnstraße zu Umfahrungsverkehr und Belastungen in benachbarten Straßen führen würde. Sie ruft zu gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr auf und erinnert daran, dass Gehwege nicht von Fahrradfahrern benutzt werden dürfen.
Frau Bezirksbürgermeisterin Krause lässt - da der Bezirksrat eine Entscheidung treffen will und daher ein eigener Tagesordnungspunkt eingerichtet wurde - zuerst über Variante 1 abstimmen.
