Rat und Stadtbezirksräte
23.04.2025 - 5 Neukonzeption Kinderhaus Brunsviga
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Datum:
- Mi., 23.04.2025
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Frau Bezirksbürgermeisterin Krause begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Wasserbauer (Kinderhaus Brunsviga) und Frau Mielke (Geschäftsführerin des Kulturzenrtums Brunsviga).
Frau Wasserbauer präsentiert das neue Konzept des Kinderhauses, das seit 1985 offene Kinderarbeit im östlichen Ringgebiet bietet. In den 1990er Jahren wird das KTK-Modell eingeführt, das offene Angebote mit einer festen Betreuungsgruppe kombiniert. Die Räume werden zu Fachräumen umgestaltet. Das Braunschweiger Modell der offenen Ganztagsschule, entwickelt von Brunsviga und der Stadt, ist nun an 32 von 37 Grundschulen etabliert, einschließlich der Bültenwegschule, wodurch das Kinderhaus seine feste Kindergruppe verliert.
Frau Wasserbauer stellt ein fünfgliedriges Zukunftskonzept für das Kinderhaus vor:
1. Offener Bereich
2. Verbund-Angebotsort,
3. ganztägige Ferienbetreuung,
4. Angebote für Eltern, Familie und Pädagogen,
5. optional eine kleine feste Gruppe für Grundschulkinder, die nach der Schule eine besondere Begleitung brauchen.
Frau Mielke betont, dass das Kinderhaus Teil des Brunsviga-Projekts ist, das sich stärker der Stadtteilarbeit widmen möchte. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum und Nachbarschaftszentren, um Kinderbetreuung, Kultur und Stadtteilarbeit zu vernetzen. Projekte mit Radio Okerwelle, Theaterangebote und Kooperationen im Quartier sind geplant. Kulturelle Drittmittel könnten zusätzliche Ressourcen bieten. Wichtig sei, dass vorgesehenen Stellen erhalten bleiben, um das Haus weiter zu betreiben.
In der anschließenden Diskussion äußert sich Herr Schramm positiv zum Konzept, stellt aber die Frage nach der Finanzierung. Er erkundigt sich, ob das bestehende Personal durch den Weggang zur Bültenwegschule ersetzt werden müsse. Frau Wasserbauer antwortet, dass es sich nicht um einen Ausbau, sondern um eine Umnutzung der bereits vorhandenen und im Haushalt verankerten Stellen handelt. Zusätzliche Angebote würden projektbezogen über Honorarkräfte und Kooperationspartner erfolgen.
Frau Märgner-Beu fragt, ob der offene Bereich tatsächlich spontan genutzt werden könne, was Frau Wasserbauer bestätigt: Der offene Bereich sei bewusst niedrigschwellig, ohne Anmeldung, kostenfrei und seit 40 Jahren verlässlich werktäglich geöffnet.
Frau Dr. Karras regt eine Kooperation mit den Landfrauen an, um Kindern Themen wie Ernährung näherzubringen. Frau Mielke bekräftigt, dass solche Themen als kulturpädagogische Projekte mit Drittmitteln beantragt werden könnten, sofern die Grundstruktur des Hauses bestehen bleibt.
Herr Strohbach fragt nach der Altersstruktur der Kinder. Frau Wasserbauer antwortet, der Schwerpunkt liege bei Kindern von sechs bis zwölf Jahren. Jüngere Kinder könnten mitgebracht werden, sofern sie selbstständig seien. Ältere Kinder (bis 14) würden gezielt über thematische Kurse (z. B. Radio, Kochen) angesprochen, ohne den offenen Bereich zu nutzen.
Frau Bezirksbürgermeisterin Krause fasst zusammen, dass das Konzept dem Protokoll beigefügt wird. Der Bezirksrat wird sich gegenüber dem Jugendamt für den Erhalt des Hauses und der vorhandenen Struktur einsetzen. Sie dankt Frau Wasserbauer und Frau Mielke für die engagierte Vorstellung des Konzepts.
