Rat und Stadtbezirksräte
30.09.2025 - 3.2.2 Planung der dritten Veloroute in die Weststadt,...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2.2
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Di., 30.09.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Frau Bezirksbürgermeisterin Sewella begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Niemann, Frau Angueira Rey und Herrn Cochet-Weinandt vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr sowie Herrn Schäfer und Frau Lindner vom Büro BPR.
Frau Niemann erläutert, dass der Stadtbezirksrat im November 2024 der Trasse zwar grundsätzlich zugestimmt habe, dass aufgrund der Prüfaufträge des Stadtbezirksrates eine vertiefte Variantenuntersuchung mit einem Ingenieurbüro durchgeführt wurde. Neben der ursprünglichen Variante seien auch weitere Vorschläge des Stadtbezirksrats sowie zusätzliche mögliche Routen geprüft worden. Variante 4 wurde dabei als Vorzugsvariante identifiziert. Diese entspricht der in der ursprünglichen Vorlage vorgeschlagenen Trasse.
Auf Nachfrage von Frau Grumbach-Raasch erläutert Frau Niemann, dass der Veloroutenstandard entwickelt worden sei, um die Sicherheit und Komfort im Radverkehr zu erhöhen
(z. B. Beachtung der Abstände zu parkenden Autos und die Trennung der Verkehrsarten).
Frau Lindner und Herr Schäfer vom Büro BPR geben einen Überblick über die Kriterien und die geprüften Varianten und erläutern die Vorzugsvariante 4.
Auf Nachfrage von Frau Grumbach-Raasch erläutert Herr Schäfer, dass entlang des Cyriaksrings (zwischen Helenenstraße und Hugo-Luther-Straße) ein beidseitiger Einrichtungsradweg angeordnet werden soll, damit der Frankfurter Platz umfahren werden kann.
Frau Johannes äußert ihre Bedenken bezüglich der Gestaltung des Frankfurter Platzes, insbesondere wie Fahrradfahrer dazu gebracht werden können, rücksichtsvoll und am Rand zu fahren, anstatt quer über den Platz, was aufgrund der vielen Fußgänger problematisch sein könnte. Herr Schäfer antwortet, dass die Führung der Fahrradfahrer hauptsächlich durch die Anordnung und Beschilderung erfolgen soll. Die Zufahrt zum Platz wird so gestaltet, dass sie hauptsächlich aus Westen oder Nordwesten erfolgt, um die gewünschte Verkehrsführung zu unterstützen.
Herr Winter fragt, wie der Cyriaksring überquert werden soll und ob dieser mit einer Lichtsignalanlage versehen wird. Herr Schäfer antwortet, dass eine gesicherte Querung vorgesehen ist. Zudem müssen Maßnahmen geplant und getroffen werden, um den Durchgangsverkehr auf der Straße „Am Lehmanger" zu reduzieren.
Frau Grumbach-Raasch kritisiert die vorgeschlagenen Varianten für die Veloroute, da frühere Mängel und Vorschläge nicht berücksichtigt wurden. Sie bezweifelt, ob die türkise Variante die kürzeste und am besten angenommene Route ist. Besonders besorgt ist sie über die Verkehrssituation am Frankfurter Platz und die Querung der Frankfurter Straße am Cyriaksring. Sie fragt, warum ihre Meinung eingeholt wird, wenn sie nicht in die Planung einfließt, und äußert Enttäuschung über die Zufahrt in die Innenstadt über den Prinzenweg.
Herr Rau teilt die Sorge hinsichtlich des Frankfurter Platzes und ist der Meinung, dass der Weg über die Münchenstraße mindestens 15min kürzer sei. Frau Niemann erklärt, dass die aktuelle Phase der Planung eine Konkretisierung der möglichen Trassen darstellt und dass detaillierte Lösungen für Konflikte wie Ausparken, Radverkehr und Gestaltung am Frankfurter Platz in den nächsten Planungsphasen erarbeitet werden.
Herr Hillger äußert Bedenken, dass die Feinplanung nicht alle Probleme lösen kann, insbesondere die Herausforderungen am Prinzenweg und der Ferdinandbrücke.
Herr Winter unterstützt die alternative Route Münchenstraße und sieht den Prinzenweg als kritisch, da er bereits stark genutzt wird. Bezüglich des Frankfurter Platzes widerspricht er der Sorge, dass Radfahrer quer über den Platz fahren, da sie seiner Meinung nach ohnehin außen herum fahren.
Frau Sewella äußert Bedenken, dass der Frankfurter Platz als Teil der Veloroute nicht ausreichend berücksichtigt wird, insbesondere hinsichtlich der Geschwindigkeit und der rückwärts parkenden Autos. Sie fragt, ob die Planer die Strecke tatsächlich abgefahren sind, da in einem Bericht steht, dass der Platz kein Konfliktpotenzial hat. Herr Schäfer antwortet, dass die Planung vorsieht, den Platz nur im Nordwesten zu tangieren, um Konflikte zu vermeiden. Die genaue Gestaltung wird in weiteren Planungsschritten erfolgen. Frau Niemann ergänzt, dass der Frankfurter Platz ein verkehrsberuhigter Bereich bleibt, in dem Radfahrer sich an die Verkehrsregeln halten müssen, einschließlich Schrittgeschwindigkeit. Sie hofft, dass die Veloroute zu mehr Radverkehr und weniger PKW-Verkehr führt, betont aber, dass Radfahrer weiterhin Rücksicht auf Fußgänger nehmen müssen und sich an Verkehrsschilder halten müssen.
Herr Rau kritisiert die geplante Führung der Veloroute, da sie die Radfahrer direkt auf den Cyriaksring leitet, was problematisch ist. Er glaubt, dass Radfahrer quer über den Frankfurter Platz fahren werden, um sicher zur Ampel zu gelangen. Er bezweifelt, dass die geplante Route sicher ist und dass eine zusätzliche Ampel installiert wird, da dies kostenintensiv wäre.
Herr Glaser äußert sich kritisch zu den Planungen und hinterfragt, wie die Radfahrenden dazu gebracht werden sollen, den Cyriaksring in der vorgesehenen Form zu überqueren. Er vermisst in der Matrix die Berücksichtigung der Erschließungswirkung und Anbindung relevanter Ziele für Radfahrer. Zudem bezweifelt er die Aussage, dass auf bestimmten Routen eine gute soziale Kontrolle vorhanden sei, und führt Beispiele an, die das Gegenteil zeigen. Er lehnt die Führung der Fahrradroute über die Sophienstraße ab, da der Wegfall von Parkplätzen dort ohnehin durch die Einrichtung einer Fahrradstraße erfolgen würde und nicht durch die neue Route verursacht wird. Insgesamt lehnt Herr Glaser die vorgeschlagene Variantenfindung ab und kündigt an, sich gegen die Umsetzung der aktuellen Planung einzusetzen. Er fordert eine Erklärung, welche Ziele auf der vorgeschlagenen Route tatsächlich erreicht werden können. Herr Schäfer antwortet, dass die geplante Route die Anbindung an Wohngebiete berücksichtigt. Herr Glaser bleibt jedoch unzufrieden und fordert eine genauere Erklärung, welche relevanten Ziele, wie Einkaufszentren oder Bildungseinrichtungen, die Route tatsächlich anbindet. Frau Niemann erläutert hier, dass die Bepunktung zwischen den Trassen sehr ähnlich liegt, was bedeutet, dass alle Trassen etwa gleich viele bzw. gleichwertige Ziele erreichen. Start- und Endpunkt ist jeweils identisch und in der Karte eingetragen.
Herr Rau bemängelt, dass bei einer Strecke sechs Lichtsignalanlagen berücksichtigt wurden, während bei einer anderen Strecke vier Lichtsignalanlagen nicht erwähnt wurden. Herr Schäfer antwortet, dass alle Lichtsignalanlagen in den verschiedenen Abschnitten der Untervarianten betrachtet und bewertet wurden.
Protokollnotiz:
Der Stadtbezirksrat nimmt die Mitteilung nicht zustimmend zur Kenntnis und bittet um grundlegende Überarbeitung.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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5,5 MB
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2
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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