Rat und Stadtbezirksräte
28.11.2025 - 3.2 Vortrag: Kommunale Wärmeplanung - Potentialanalyse
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Gremium:
- Umwelt- und Grünflächenausschuss
- Datum:
- Fr., 28.11.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 13:02
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Aufgrund von technischen Verzögerungen wird die Abhandlung des Tagesordnungspunktes 5 vorgezogen und erst danach ergeht die mündliche Mitteilung.
Stadträtin Hanusch führt in das Thema ein und übergibt für den Vortrag an Herrn Siemon vom Fachbereich Umwelt, welcher die Potentialanalyse im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung vorstellt.
Protokollnotiz: Die Präsentation ist unter https://www.braunschweig.de/leben/umwelt/klimaschutz/waermeplanung/kwp-potenzialanalyse.php der Stadt Braunschweig verfügbar. Der Link zur Homepage wurde an die Ausschussmitglieder versendet.
Danach beantworten Herr Siemon, unterstützt durch Herrn Gekeler und Stadträtin Hanusch, ausführlich die Fragen der Ausschussmitglieder. Kernpunkte der Diskussion sind die Themen Fernwärme, Parkplatz-Photovoltaik, Geothermie und der Transformationsprozess mit BS Energy.
Protokollnotiz: Bürgermitglied Dr. Garbe ist von 13:24 bis 13:25 Uhr abwesend. Herr Böschen nimmt ab 13:37 Uhr an der Sitzung teil.
Ratsherr Schnepel fragt 1. in Bezug auf den Ausbau der Photovoltaik nach den Anschlusskapazitäten für Freiflächen-Photovoltaik und 2. nach der Veröffentlichung der Daten für Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Zu ersterem merkt Herr Siemon an, dass die Anschlusskapazitäten nicht explizit in der Kommunalen Wärmeplanung betrachtet würden, da für diese lediglich die Direktstromnutzung (Strom-Wärme) relevant sei. Zu der zweiten Frage führen Herr Siemons und Herr Gekeler aus, dass eine Veröffentlichung der Potentiale auf Grundstücks-Ebene ohne eine entsprechende Einordnung und Beratung in diesem frühen Prozessschritt nicht sinnvoll sei. Es bestehe allerdings die Möglichkeit die städtische Energieberatung zu nutzen und die Potentiale zur Wärme- und Energiegewinnung des eigenen Grundstücks zu erfragen.
Ratsfrau Arning wirft weiterhin unter anderem die Frage nach der Beurteilung von Freiflächen-Photovoltaik im Vergleich zu Parkplatz-Überdachungen in Bezug auf Rentabilität und Flächenversiegelung auf. Herr Siemon beurteilt aus naturschutzfachlicher Sicht die Installation von Freiflächen-Photovoltaik grundsätzlich positiv. Parkplätze seien häufig in Privateigentum und durch vorhandenen Baumbestand nicht so einfach zu projektieren (Neuanlagen ausgenommen). Auch entsiegelte Parkplatzflächen könnten für die KWP im Rahmen von flacher Geothermie-Nutzung relevant sein. Bürgermitglied Räder plädiert für eine Differenzierung in der ökologischen Bewertung von Freiflächen-Photovoltaik, da dies von der Ausgangsfläche abhänge. Herr Gekeler fügt auf Nachfrage ergänzend hinzu, dass bei Suchbohrungen zur geothermischen Beurteilung von Flächen, die Ergebnisse an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie gemeldet werden müssten (LBEG).
Auf die Frage von Ratsfrau von Gronefeld zum bestehenden Austausch mit der TU Braunschweig führt Herr Siemon aus, dass die TU auch kleinere Gewässer für die Gewinnung von Wärmeenergie beurteilt habe, die bei der Aufstellung der KWP aus Naturschutzgründen nicht weiter betrachtet wurden. Die Oker wiederum schätzen sowohl die TU als auch die Stadt Braunschweig als geeignet für die Gewinnung von Wärme ein; die Schätzungen zum Potential weichen allerdings voneinander ab.
Ausschussvorsitzender Ratsherr Jonas bittet darum, in der nächsten Präsentation Investitionsszenarien für die verschiedenen Akteure darzustellen, um die finanziellen und infrastrukturellen Bedarfe der Maßnahmen besser einschätzen zu können.
Bezüglich der Frage des Ratsherren Kühn zum Fernwärmeanschluss verweist Stadträtin Hanusch auf den laufenden Transformationsprozess mit BS Energy. Es sei geplant, dass bei einer der nächsten Präsentationen eine Vertretung von BS Energy zur Sitzung dazukommt und für Fragen zur Verfügung stehe.
Protokollnotiz: Ratsherr Wirtz nimmt ab 13:50 Uhr an der Sitzung teil.
Auf die Rückfrage von Ratsfrau Mundlos nach dem Rückbau der vier Windenergiebestandsanlagen in Geitelde, bestätigt Herr Gekeler, dass diese vollständig ober- und unterirdisch zurückgebaut werden, da die neuen Anlagen andere Fundamente benötigen würden.
Protokollnotiz: Herr Lehrmann verlässt um 13:54 Uhr die Sitzung.
