Rat und Stadtbezirksräte
04.03.2026 - 3.2 Vortrag: Transformationsplan zur Dekarbonisieru...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Gremium:
- Umwelt- und Grünflächenausschuss
- Datum:
- Mi., 04.03.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift erstellt)
- Uhrzeit:
- 15:01
- Anlass:
- Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Aufbauend auf TOP 3.1 stellt Herr Dr. Lang von BS Energy die aktuelle Transformationsplanung vor und beantwortet im Anschluss die Fragen der Ausschussmitglieder. Danach beantwortet Herr Dr. Lang die Fragen der Ausschussmitglieder, insbesondere zum Ausbau des Fernwärmenetzes und zur Art der Wärmeversorgung.
Protokollnotiz: Der Vortrag von Herrn Dr. Lang ist als Anlage dem Protokoll beigefügt.
Herr Dr. Lang versichert bezüglich der Bedenken von Ratsherr Schnepel, dass bei negativen Ergebnissen von Probebohrungen und Machbarkeitsanalysen auf andere Erzeugungstechnologien zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung umgeschwenkt werden könne.
Ratsherr Kühn befürwortet die Veröffentlichung des Transformationsplans bereits Mitte 2026.
Bezüglich der Fragen von Ratsherr Dr. Plinke führt Herr Dr. Lang aus, dass beim Leitungsbau die Baukoordinierung durch die Stadt erfolge, um möglichst viele Maßnahmen pro Straße zu bündeln. Im Rahmen der KWP wäre eine weitere Beschleunigung aber wünschenswert. Herr Dr. Lang kann leider nicht genau den Marktanteil von BS Energy für Wärmepumpen beziffern. Sie seien aber Grundversorger mit einem signifikanten Marktanteil. Zum Einsatz von Wasserstoff in der Wärmeversorgung bestätigt Herr Dr. Lang, dass dies vor allem wirtschaftlich zu dem Zeitpunkt der Entscheidung abgewogen werde. Diese Überlegungen beträfen aber hauptsächlich das HKW Mitte, welches möglicherweise mit einer Stichleitung an das Wasserstoffnetz angeschlossen werden könnte.
Ratsfrau Mundlos äußert Befürchtungen, dass nicht genügend Eigentümerinnen und Eigentümer den Anschluss an das Fernwärmenetz wählen könnten und die Kosten für den Umbau des Netzes auf den Endverbrauchenden umgelagert werde. Herr Dr. Lang versichert, dass das Fernwärmenetz ein bestehendes System sei, weshalb ein möglichst umfangreicher Ausbau in den geeigneten Teilgebieten wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig sei. Am Ende würde sich der Gebäudeeigentümer für die wirtschaftlichste Lösung entscheiden.
Ratsherr Kühn erkundigt sich nach der Lebensdauer einer Fernwärmeleitung. Herr Dr. Lang differenziert in seiner Antwort nach der technischen Lebensdauer, welche multifaktoriell bedingt nicht genau benannt werden könne, und der betriebswirtschaftlichen Lebensdauer (40 bis 50 Jahre).
Protokollnotiz: Herr Siemon und Herr Dr. Lang verlassen um 16:12 Uhr die Sitzung.
