Rat und Stadtbezirksräte
15.04.2026 - 6.1.1 Situation der Pflegekräfte
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1.1
- Zusätze:
- Dr. Rentzsch
- Datum:
- Mi., 15.04.2026
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:30
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Herr Stühmeier ist abwesend ab 16:15 Uhr.
Frau Kundolf erklärt in Bezug auf die erste Frage, dass die Kommune keinerlei Einfluss auf den Träger sowie dessen Personalentwicklung in einer Tagespflege nehmen könne und die Verwaltung lediglich in einem konstruktiven Austausch mit den Trägern stünde. Zur dritten Frage merkt Frau Kundolf an, dass der Bekanntheitsgrad der Tagespflege ggf. durch Präventive Hausbesuche gesteigert werden könne und diese Idee bei einem ersten Treffen mit Trägern von Einrichtungen der Tagespflege diskutiert worden sei. Viele ältere Menschen hätten zudem eine falsche Vorstellung davon, welche Angebote sich hinter dem Begriff „Tagespflege“ verbergen würden.
Frau Mundlos bezieht sich auf die Aussage, dass sich 216 Personen zur Ausbildung im Klinikum befinden würden. Aus dem zweiten Absatz der Stellungnahme lasse sich jedoch entnehmen, dass der Landespflegebericht 2025 prognostizieren würde, dass das durch Verrentung abgängige Personal bis ca. 2030 durch neu ausgebildeten Pflegenachwuchs ausgeglichen werden könne. Sie bittet die Verwaltung um eine Überprüfung der angegebenen Zahlen, da der Bedarf nach ihrer Rechnung allenfalls zu 50 % gedeckt werden könne.
Protokollnotiz:
Bei der zitierten Einschätzung des Landespflegeberichtes handelt es sich um eine prospektive Hochrechnung für ganz Niedersachsen. Der verantwortlich zeichnende Prof. Isford hat unter anderem auf der Landespflegekonferenz 2025 auf die methodischen Schwächen hingewiesen und betont, dass die vorausgesagte relative Stabilität keinesfalls als Entwarnung zu verstehen ist. Auch lassen die Hochrechnungen keine generalisierten Aussagen für einzelne Kommunen zu. Dazu sind die Ausgangslagen zu heterogen. Dem Wunsch nach einer verlässlichen Prognose für die Stadt Braunschweig kann daher aus methodischen Gründen nicht entsprochen werden. Zum einen verfügt die Stadt nicht über die exakten Daten über die in den kommenden Jahren anstehenden Verrentungen bei den Pflegekräften in den hiesigen akut- und langzeitstationären sowie ambulanten Pflegeeinrichtungen und -diensten. Zum anderen lassen sich Einflussfaktoren wie die erwartbare Zu- und Abwanderung von Pflegefachpersonen, beispielsweise in und aus den umliegenden Landkreisen, nicht methodisch kontrollieren. Als urbanes Zentrum mit insgesamt derzeit sieben Pflegeschulen verfügt Braunschweig dennoch über gute Voraussetzungen. Aktuell vorbereitet ist eine mit den Pflegeschulen abgestimmte Befragung zum Verbleib künftiger Absolvent:innen der Pflegeausbildung. Von entscheidender Bedeutung wird es daher sein, die Pflegeschulen bei der Überwindung der aufgezeigten Hürden auf dem Weg zur Ausweitung ihrer Kapazitäten zu unterstützen.
Herr Seifert weist darauf hin, dass es nicht nur die Tagespflege, sondern auch die spezialisierte Tagespflege gebe und diese ebenfalls mitgedacht werden müsse.
In Bezug auf die zweite Frage erklärt Frau Lenz, dass das Hauptproblem in der unzuverlässigen Kinderbetreuung liege und verlässliche Zeiten gegeben sein müssten.
