Rat und Stadtbezirksräte
14.03.2017 - 9 Lichtparcours 2016: Permanente Installation ein...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Zusätze:
- Verantwortlich: Dr. Hesse
- Datum:
- Di., 14.03.2017
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Für die Fachverwaltung anwesend sind Herr Dr. Malorny und Herr Hillger. Herr Dr. Malorny trägt in gestraffter Form nochmals den Inhalt der Beschlussvorlage vor. Erwähnung findet dabei u. a., dass die „Solarkatze“ des Künstlers Herrn Michael Sailstorfer bei der Präsentation im Rahmen des Lichtparcours 2016 eine deutlich positive Resonanz erfahren hat. Die Kulturverwaltung wertet es daher als eine glückliche Fügung, dass es ermöglicht werden kann, die „Solarkatze“ auch durch die namhafte Unterstützung eines privaten Sponsors anzukaufen und dauerhaft zu präsentieren. Der Standort im Theaterpark (s. Visualisierung in der Anlage der Vorlage) ist mit dem Künstler abgestimmt.
Im Vorfeld der Beschlussfassung entsteht eine kontroverse Diskussion im Stadtbezirksrat. Unabhängig von seiner persönlichen Einschätzung hinsichtlich der Schönheit dieses modernen Kunstobjektes weist Herr Eberle darauf hin, dass auch hier der Grundsatz gelten sollte, dass in Zeiten der Schuldenneuaufnahme keine entsprechenden Ausgaben getätigt werden sollten, auch wenn ein Großteil der Ankaufssumme über ein Sponsoring finanziert werden kann. Herr Walz spricht sich dafür aus, das Kunstwerk einem anderen Stadtteil zuzuordnen, da er von einer Übernutzung der denkmalgeschützten Anlagen ausgeht. Frau Klippert regt an, mit dem Künstler einen alternativen Standort zu erörtern, ggf. am Ägidienmarkt. Dieser städtische Bereich ist arm an Kunstwerken und könnte eine entsprechende Bereicherung gut vertragen. Herr Bonneberg vertritt die Auffassung, dass mit einem Sponsoring das Risiko einhergeht, den öffentlichen Raum Stück für Stück zu verkaufen. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass professionelle Fotografen mit Aufnahmen von diesem oder auch anderen Kunstwerken Einnahmen generieren, an denen weder die Kulturschaffenden noch die Stadt partizipieren. Frau Reinert spricht sich dafür aus, alles daran zu setzen, um das von ihr als sehr ansprechend empfundene Kunstwerk dauerhaft der Braunschweiger Öffentlichkeit zu präsentieren. Hinsichtlich der Diskussion um andere mögliche Standorte weisen sowohl Herr Dr. Malorny wie auch Frau Kaphammel darauf hin, dass ein geänderter Beschluss, der einen anderen Standort manifestieren soll, sich kontraproduktiv auch und besonders auch im Verhältnis zum Künstler auswirken könnte. Der jetzt vorgeschlagene Standort ist mit Herrn Sailstorfer so abgestimmt. Nachdem sich die noch folgenden Wortbeiträge inhaltlich kaum mehr von den bereits getätigten unterscheiden und somit keine neuen Aspekte mehr in die Diskussion einspeisen, beantragt Herr Heikebrügge gem. §§ 17 und 20 der Geschäftsordnung den Schluss der Rednerliste. Eine Abstimmung hierüber erübrigt sich, da Frau Zander unmittelbar danach die Ergänzung des Beschlusstextes um einen zweiten Punkt wie folgt vorschlägt:
„Die Verwaltung wird gleichwohl beauftragt, mit dem Künstler und dem Spender einen alternativen Standort zu erörtern.“
Der ergänzende Text findet tendenziell Zustimung. Über den ergänzten Beschlussvorschlag wird anschließend die Abstimmung herbeigeführt
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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373,8 kB
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