Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

07.05.2019 - 5 Linien- und Fahrplankonzept der Braunschweiger ...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Meier (Braunschweiger Verkehrs-GmbH) trägt inklusive Beamerpräsentation zu den Grundlagen des Konzeptes vor. Die letzte Liniennetzreform in Braunschweig ist inzwischen gut 10 Jahre her. Dankenswerterweise wurden Mittel zur Verfügung gestellt, um das Leistungsangebot auszuweiten. Damit der ÖPNV die positive Entwicklung der Stadt Braunschweig nachhaltig unterstützen kann, haben Verwaltung und Braunschweiger Verkehrs-GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig die Bevölkerungsentwicklungen und die Nachfrage in den verschiedenen Stadtteilen analysiert und darauf aufbauend einen neuen, bedarfsgerechten Fahrplan entwickelt.

Das entstandene Konzept schöpft die Leistungsgrenze aus, d. h. es bindet sämtliche finanziellen, logistischen und personellen Kapazitäten. Umverteilungen auf Grundlage von Evaluierungen sind möglich.

Herr Walther (0100) führt weiter aus zu den Ergebnissen der Anhörung der Stadtbezirksräte, die sich in der Ergänzungsvorlage wiederfinden. Er bekräftigt, das Konzept setzt Schwerpunkte. Es wird kontinuierliche Anpassungen geben, insbesondere bei großen Baugebieten.

 

Ratsherr Kühn bittet, die Nr. 5 der Anlage zur Ergänzungsvorlage 19-10132-01 (zusätzliche Fahrten zwischen den Haltestellen „Hamburger Straße" und „Gliesmarode Bahnhof" samstags im 30-Minuten-Takt im Zeitraum von 9:00 Uhr bis 20:30 Uhr), die nicht Bestandteil des Beschlussvorschlags ist, hinzuzufügen.

Dem wird entsprochen.

 

Ratsfrau Palm merkt an, dass in der Stellungnahme zu Nr. 3, Einlassung 2 der Anlage zur Ergänzungsvorlage 19-10132-01 (fahrgaststarke Ringabschnitte zwischen Cyriaksring und Hauptbahnhof) sonntags auf Freizeitverhalten abgestellt wird. Sie habe aber beobachtet, dass einpendelnde Studierende diese Strecke sonntags nachmittags und abends stark frequentieren.

Laut Herrn Meier kommen temporäre Verstärkerfahrten in Frage.

 

Ratsfrau Palm fragt bezugnehmend auf die Stellungnahme zu Nr. 3, Einlassung 3 der Anlage zur Ergänzungsvorlage 19-10132-01 ("Einschätzung kann belastbar nur über eine Auswertung im Verkehrsmodell erfolgen. Das erfordert die Beauftragung eines externen Dienstleisters und war in der Kürze der Zeit nicht möglich.") zu konkreten Absichten.

Herr Meier, Herr Walther und Stadtbaurat Leuer signalisieren grundsätzliche Offenheit, dies zu beleuchten und ggf. anzupassen. Es wird appelliert, das Anliegen zunächst ruhend zu stellen, den Fahrplanwechsel abzuwarten, Eindrücke zu sammeln und formlos zu melden. Wenn zu mehreren Abschnitten Feedback vorliegt, könne die Beauftragung eines externen Gutachters in einen größeren Kontext gestellt werden, was - auch mit Blick auf die Kosten des ÖPNV - wirtschaftlicher und zweckmäßiger sei.

 

Ratsfrau Palm appelliert zu Nr. 8 der Anlage zur Ergänzungsvorlage 19-10132-01, im Zuge der Verhandlungen mit dem Landkreis Gifhorn das Ziel einer besseren ÖPNV-Anbindung der Ortsteile Thune und Harxbüttel unbedingt im Fokus zu behalten. Hiervon würde auch Wenden und die dortige Einkaufsinfrastruktur profitieren.

Herr Meier sagt zu, dieses verständliche Anliegen in Gesprächen, auch mit dem Regionalverband, weiter zu forcieren.

 

Ratsherr Dr. Büchs ist besonders an Optimierungen an den Querverbindungen gelegen, z. B. zwischen Querum und Kralenriede.

Herr Meier führt an, dass mit Blick auf die geringe Nachfrage die Kosten-Nutzen-Relation gewahrt sein müsse.

 

Ratsfrau Schneider zeigt sich im Namen der Fraktion DIE LINKE. mit dem Konzept zufrieden. Sie kritisiert, dass der Antrag, die Linie 418 außerhalb des Rings auf dem Madamenweg in einem engeren Takt als 30 Minuten zu führen, unberücksichtigt bleibt.

Herr Meier führt an, mit der Erschließung des Baugebietes Feldstraße ist eine Verdichtung des Taktes zwischen Madamenweg und Innenstadt geplant.

 

Zu den Ausführungen des Ratsherrn Dobberphul zur Busanbindung des Bereichs "Am Lehmanger" verweist Herr Meier auf mangelnde Nachfrage und die Stadtbahnanbindung. Eine stündliche Taktung sei regelmäßig nicht empfehlenswert.

 

Frau Dr. Goclik fragt, ob die Taktung der Buslinie 418 nach Riddagshausen im Sommerhalbjahr verbessert werden könnte.

Herr Walther führt an, dass ergänzend die Buslinie 413 auch sonntags halbstündlich verkehrt. Der Ortskern mit den Teichen und Cafés sei damit attraktiv erschlossen, lediglich die Endhaltestelle "Grüner Jäger" erfordere mehr Wartezeit bzw. einen längeren Fußmarsch.

 

Protokollnotiz: Die Präsentation ist im Protokoll zur Sitzung zu TOP 5. öffentlich hinterlegt.

 

Protokollnotiz: Der Verwaltungsausschuss hat sich am 14. Mai 2019 dem Votum des Planungs- und Umweltausschusses angeschlossen. Das neue Angebotskonzept wird im Internet auf www.verkehr-bs.de/fahrplanwechsel vorgestellt. Ab Ende August 2019 startet die detaillierte Fahrgastinformation. Die konkreten Fahrplandaten stehen dann über die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) und Druckerzeugnisse wie z. B. Fahrplanbuch und Netzplanflyer zur Verfügung. Der Fahrplanwechsel erfolgt zum Beginn der Herbstferien am 3. Oktober 2019.

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Abstimmungsergebnis:

Beschlossen in geänderter Fassung der Ergänzungsvorlage 19-10132-01.

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen

Erläuterungen und Hinweise