Rat und Stadtbezirksräte
30.10.2019 - 4.7 Sachstandsbericht zum Freiraumentwicklungskonzept
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.7
- Gremium:
- Planungs- und Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 30.10.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Frau Schütte, Gruppe Freiraumplanung, trägt inkl. Beamerpräsentation zum Sachstand vor.
Frau Dr. Goclik fragt, inwiefern städtische größere Brachflächen, die Freiraumcharakter und einen Wert als Biotope aufweisen, berücksichtigt sind.
Frau Schütte erläutert, dass solche Flächen anhand der von der Verwaltung zusammengestellten Daten in der Bestandsaufnahme enthalten sind.
Frau Dr. Goclik fragt, inwieweit das Freiraumkonzept konkrete Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten berücksichtigt. Wird dabei auf vorhandene Kartierungen und anderweitige Erfassungen zurückgegriffen, möchte sie wissen.
Frau Schütte führt aus, dass diese in diversen Kategorien zu Schutzgebieten berücksichtigt sind. Eine besondere Bedeutung hat das sog. Biotop-Verbundkonzept. Dieses ist in der von der Verwaltung zur Verfügung gestellten aktuellen Fassung in das Freiraumentwicklungskonzept integriert. Wenn sich seltene Arten außerhalb ausgewiesener Schutzgebiete befinden, sei man auf ergänzende Zuarbeit angewiesen, da im Rahmen des Freiraumentwicklungskonzeptes dazu keine eigenen Kartierungen erfolgen.
Ratsherr Dr. Mühlnickel fragt nach der weiteren Zeitplanung inkl. Online-Bürgerbefragung für das Freiraumentwicklungskonzept. Des Weiteren fragt er, inwieweit im Rahmen der Bestandsaufnahme bereits Angaben zur Bedeutung von Viewegs Garten (vgl. Drucksachen 19-11847 und 19-11781 zum Umfeld Hauptbahnhof) verfügbar sind.
Zur Fertigstellung und dem weiteren Fortgang des Freiraumentwicklungskonzeptes antwortet Frau Rodemeyer, Abt. 61.7, dass Bestandsaufnahme und -analyse nunmehr weitgehend abgeschlossen sind. Der Konzeptphase vorangestellt soll nun als erster Schritt der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Online-Befragung erfolgen. Diese diene dazu, ein möglichst breites Meinungsbild zu Wünschen, Meinungen (Zufriedenheit), Zielvorstellungen zum Freiraumangebot für die Quartiere sowie zur Optimierung der Vernetzung und Erreichbarkeit einzuholen und als Input für die Konzeptphase mitzunehmen. Ziel sei es, Ende 2020 einen ersten vollständigen Entwurf erstellt zu haben. Die Inhalte des Freiraumentwicklungskonzeptes werden in das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes eingespielt. Den wichtigen Funktionen von Viewegs Garten als "grüne Lunge" und Erholungsraum komme in der weiteren Entwicklung und bei anstehenden Maßnahmen eine besondere Bedeutung zu.
Auf die Frage von Ratsfrau Mundlos eingehend, erläutert Frau Rodemeyer, dass die Repräsentativität der Online-Befragung damit erreicht werden soll, dass auf vielfältigen Kanälen für eine Teilnahme geworben wird, z. B. Presse, städtische Homepage, Facebook, Instagram. Ob ergänzend Bürger*innen angeschrieben werden, ähnlich wie beim Kleingartenentwicklungskonzept, werde noch geprüft.
Ratsherr Dobberphul fragt, inwieweit es geplant ist, Verbindungsachsen als naturnahe Räume herzustellen.
Frau Rodemeyer führt aus, man trete nicht in Konkurrenz zu aus dem Naturschutz initiierten Maßnahmen zum Biotop-Verbundkonzept. Richtig sei aber, dass man nach solchen funktionalen Überlagerungen suche, um die raren und wertvollen verfügbaren Flächen sowohl zugunsten des Klima- und Naturschutzes als auch für Freizeit- und Erholungswert einzusetzen.
Frau Rodemeyer dankt Bürgermitglied Labitzke für die Empfehlung, vor dem Start der Online-Befragung die Bezirksbürgermeister*innen anzuschreiben, damit das Vorhaben in den Stadtbezirksratssitzungen kommuniziert wird.
