Rat und Stadtbezirksräte
12.02.2020 - 7 Lammer Busch Ost, LA 31 Herstellung des Marktpl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Mi., 12.02.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:30
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beschluss:
- zurückgestellt
Wortprotokoll
Frau Schulz-Behrendt vom Fachbereich 61, Stadtplanung und Umweltschutz, und Herr Wolter von der beauftragten Ingenieurgesellschaft Heidt + Peters mbH stellen die Planungen für den Marktplatz der Neuen Mitte Lamme vor und beantworten Fragen aus den Reihen des Stadtbezirksrates.
Ziel sei, die knapp 2.000 qm große Fläche im Oktober 2020 eröffnen zu können. Bei der Planung stark beschränkt sei man durch die von der Feuerwehr verlangten großen Feuerwehraufstellflächen zur Sicherung des Brandschutzes. So sei auf diesen Flächen noch nicht einmal das Abstellen eines mobilen Marktstandes zulässig.
Herr Dr. Kretschmann bittet darum, die Platten auf der ÖPNV-Vorhaltefläche so vorzusehen, dass sie auch ein problemloses Schneeräumen ermöglichen.
Herr Dr. Vollbrecht sorgt sich um die Barrierefreiheit des Platzes und fragt, warum nicht eine größere Rampe vorgesehen sei. Außerdem sollten die Sitzgelegenheiten eine seniorengerechte Höhe aufweisen.
Darüber hinaus äußert er den Wunsch, bei den Baumaßnahmen auch gleich Leitungen z.B. für die Beleuchtung eines Weihnachtsbaums auf dem zukünftigen Marktplatz vorzusehen.
Herr Dr. Vollbrecht kritisiert, dass wegen der Breite der Keile Menschen mit Rollatoren die ÖPNV-Vorhaltefläche Richtung Norden zu ihren Wohnblöcken nicht nutzen können.
Herr Wolter ergänzt auf Nachfrage, dass der Treppenblock auf dem Platz mit Kinderwagen nicht nutzbar sei und daher der Treppenblock umfahren werden müsse.
Die Sitzhöhe der auf dem Platz vorgesehenen Sitzgelegenheiten sei bereits höher als üblich vorgesehen.
Frau Ihbe richtet den Blick nochmals auf die Barrierefreiheit, der ihr besonders wichtig sei. Aus ihren Erfahrungen im Forum "Älter werden im Stadtbezirk" weiß sie, dass die vorgesehene Fuge auf dem Platz den Älteren Angst mache. Im Forum sei man ständig bemüht, Barrieren abzubauen; hier würde man unnötig neue Barrieren errichten.
Sie plädiert außerdem dafür, verschiedene Höhen für die Sitzgelegenheiten einzuplanen.
Hinsichtlich der Keile auf der ÖPNV-Vorhaltefläche plädiert sie für eine gute Sichtbarkeit der Flächen.
Herr Bezirksbürgermeister Graffstedt kritisiert, dass der Treppenblock auf dem Marktplatz keine Durchlässigkeit biete. Außerdem sei der Platz zwischen Treppenblock und westlichen Gebäuden zu gering, wenn man bedenkt, dass die Geschäfte auch noch Aufsteller zu Werbezwecken vor ihren Geschäften platzieren.
Er schlägt weiter vor, vor einer Beschlussfassung den Seniorenrat der Stadt Braunschweig, die Verkehrswacht und den Behindertenbeirat Braunschweig e.V. zu beteiligen.
In dem Zusammenhang weist er darauf hin, dass man nicht wisse, welche Personen mit welchen Einschränkungen in die nördlichen Wohnblocks einziehen werden.
Frau Schulz-Behrendt erwidert, aus Nordosten sei der Platz bereits barrierefrei erreichbar. Somit sei die barrierefreie Nutzung der Blockplatten über die ÖPNV-Vorhaltefläche vernachlässigbar.
Frau Wilimzig-Wilke bittet darum, Rückenlehnen für die Sitzgelegenheiten vorzusehen.
Frau Ihbe fordert, die gesamte Nutzungsfunktion des Platzes neu zu überdenken. Gewünscht sei eine multifunktionale Nutzung.
Anschließend wird diskutiert, wie man nun mit der Beschlussvorlage weiter umgeht. Frau Schulz-Behrendt könnte sich eine Vertagung und eine kurzfristige Sondersitzung vorstellen, sofern dies deutlich vor den Osterferien geschehen könne. Hintergrund seien die Vorarbeiten nach dem Beschluss des Stadtbezirksrates zur Vorbereitung des erforderlichen Vergabebeschlusses des Bauausschusses am 30.06.2020.
Aus den Reihen der CDU-Fraktion könne man sich wegen des engen Zeitplans einen Beschluss zum heutigen Tag vorstellen, wenn einige Auflagen in den Beschlusstext aufgenommen würden.
Frau Ihbe stellt den weitergehenden Antrag mit dem Inhalt, die Planung zu überarbeiten und diese dem Stadtbezirksrat erneut zur Beschlussfassung vorzulegen. Außerdem sollen der Seniorenrat und der Behindertenbeirat vorab beteiligt werden.
Beschluss: (Entscheidung gemäß § 93 Absatz 1 NKomVG)
„Der Planung zur Herstellung des Marktplatzes wird zugestimmt."
"Der Stadtbezirksrat fordert die Verwaltung auf, die Planung unter Berücksichtigung der
vorgenannten Maßgaben (Barrierefreiheit, Durchlässigkeit des Treppenblocks, Marktgestaltung) zu
überarbeiten und dem Stadtbezirksrat nach der Beteiligung des Seniorenrats der Stadt
Braunschweig und des Behindertenbeirats Braunschweig e.V. erneut vorzulegen."
Anlagen zur Vorlage
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