Rat und Stadtbezirksräte
25.01.2022 - 3.1 Sachstandsbericht Verkehrsmodell und SrV-Erhebu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.1
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Di., 25.01.2022
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Stadtbaurat Leuer führt in den Sachstandsbericht ein.
Auf Nachfrage von Ratsherr Kühn bestätigt Stadtbaurat Leuer die Richtigkeit des in der Rubrik „Sachstand Verkehrsmodell“ angegebenen Analysehorizont 2018 und erläutert die Vorgehensweise zur Kalibrierung auf Grundlage einer Ist-Situation.
Ratsfrau Viergutz begrüßt die Erstellung eines eigenen Verkehrsmodells für die Stadt Braunschweig, um eigenverantwortlich planen und die Stadt gestalten zu können. Aus verkehrsplanerischer Sicht sind für Sie jedoch die Quell- und Zielverkehre von besonderem Interesse. Sie fragt nach der Möglichkeit, die Verkehrsmengenkarte für den ÖV und MIV sowie den Wirtschaftsverkehr früher als in der angekündigten ersten Jahreshälfte 2023 mit weitergehenden Informationen zu Quell- und Zielverkehren zur Verfügung zu stellen.
Stadtbaurat Leuer empfiehlt, die Daten eines nur vorläufigen Verkehrsmodells nicht zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung von Daten zu Quell- und Zielverkehren stellt eine Überlegung dar. Den Informationswert beurteilt er jedoch für den allgemeinen Nutzer ohne verkehrsfachliche Kenntnisse als gering. Stadtbaurat Leuer sagt zu, im Zuge der Erstellung des neuen Verkehrsmodells auch die betroffenen städtischen Internetseiten auf ihre Optimierbarkeit prüfen zu lassen. Transparenz ist für ihn ein grundsätzliches Ziel.
Bürgermitglied Schroth stellt fest, dass der fußläufige Verkehr im Verkehrsmodell nicht enthalten ist und hat aus diesem Grund Sorge vor einer fehlenden Akzeptanz des Verkehrsmodells.
Stadtbaurat Leuer ist kein Verkehrsmodell bekannt, dass makroskopisch für das gesamte Stadtgebiet auch den fußläufigen Verkehr berücksichtigt. Eine Erhebung dieser zusätzlichen Daten würde die Erstellung des Verkehrsmodells deutlich verlängern, im Ergebnis aber nur einen geringen Nutzen im Vergleich zu den höheren Kosten bringen. Er verweist darauf, dass die Stadt Braunschweig eine von fünf Modellstädten ist, die sich mit dem Fußgängerverkehr befassen. Insofern ist es aus seiner Sicht der richtige Weg, dass sich der Mobilitätsentwicklungsplan (MEP) intensiv dem fußläufigen Verkehr widmet.
Ratsherr Dr. Plinke fragt, ob das Verkehrsmodell die Möglichkeit eröffnet, bestimmte Veränderungen wie z. B. bei längeren Straßenbaumaßnahmen mit Hilfe des Verkehrsmodells hinsichtlich einer Umverteilung der Verkehrsströme zu prognostizieren.
Stadtbaurat Leuer bestätigt, dass das Verkehrsmodell dies grundsätzlich ermöglicht. Jedoch macht dies nur Sinn bei großen Baustellen im Innenstadtbereich und wurde von der Verwaltung in der Vergangenheit bereits angewandt. Auf die weitere Nachfrage von Ratsherr Dr. Plinke zur Nutzung der Daten aus den Zählstellen für den Radverkehr und der dynamischen Verkehrssteuerung bestätigt Stadtbaurat Leuer die Bedeutung der hier gewonnenen Daten zur Kalibrierung des Netzes.
