Rat und Stadtbezirksräte
26.01.2022 - 12.1 Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift "Wend...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 12.1
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Gremium:
- Ausschuss für Planung und Hochbau
- Datum:
- Mi., 26.01.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Stadtbaurat Leuer gibt einen Rückblick und erläutert die zusammen mit den politischen Gremien entwickelten Planungen und den weiteren Planungsprozess. Er sagt eine ganzheitliche Betrachtung des Gebietes zu. Wichtige Themen seien insbesondere ein Mobilitätskonzept mit Stadtbahnanbindung, ökologische Konzepte, eine angemessene Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern und Geschosswohnungsbau, Sozialverträglichkeit und Grünbereiche / Naherholung. Zu Beginn dieses Planungsprozesses sei es das Ziel, sich Spielräume bei der Bauhöhe zu belassen. Es bestehe Einigkeit, dass mehr als 4 Geschosse nicht forciert werden.
Zu einem neuen Festplatz in Wenden gebe es eine vielversprechende Idee, die voraussichtlich im Bebauungsplanverfahren im 2. Bauabschnitt abgebildet werden könne.
Der Änderungsantrag 16633-01-01 / TOP 12.2 wird von Ratsfrau Jalyschko eingebracht, begründet und Passierenlassen empfohlen.
Ratsfrau Mundlos legt Wert auf viel Grün, Klimaneutralität und eine autoarme Siedlung. Sie geht auf die Debatte im Stadtbezirksrat 322 Nördliche Schunter-/Okeraue zur Geschossigkeit ein. Bei der Erhöhung der Einwohnerzahl Wendens gelte es, den 1., 2. und 3. Bauabschnitt mitzudenken. Sie bittet um folgende Protokollnotiz: "Entlang der Straßenbahnlinie zwischen Heideblick und Veltenhöfer Str. soll der Geschosswohnungsbau nicht über 3-Geschossigkeit hinweggehen, entlang der Veltenhöfer Str. bis zu 4 Geschosse ohne Dachgeschossausbau." Begründung sei u. a. eine Verschattung anliegender Terrassen. Zum Änderungsantrag 16633-01-01 schlägt sie folgende Anpassung vor: "1. Einfamilienhäuser sollen ausschließlich überwiegend als Reihenhäuser oder Doppelhäuser vorgesehen werden. Auf freistehende Einfamilienhäuser soll komplett verzichtet werden." Dies werde der Mehrheitsmeinung im Stadtbezirksrat und Bauinteressentinnen und -interessenten gerecht.
Ratsherr Dr. Piest bittet, 1.500 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner nicht deutlich zu überschreiten. Er bittet um möglichst frühzeitige klare Aussagen zur Geschossigkeit und um ein autoarmes oder besser noch autofreies Quartier. Ratsherr Mehmeti lobt die geplante wassersensible Straßenraumgestaltung und wünscht eine durchgängige Realisierung. Herr Schmidbauer erläutert wunschgemäß in diesem Zusammenhang das neue baulich-strukturelle Niederschlagswassermanagement, das auf öffentlichen Flächen für Verbesserungen bei Versickerungen bei Starkregenereignissen und bei der Grundwasserneubildung stehe. Herr Röver bevorzugt Geschosswohnungsbau gegenüber Einfamilienhäusern. Er regt an, nicht nur auf das Nahwärmenetz zu setzen, sondern Wärmepumpentechnologie mithilfe des Mittellandkanals als innovativen Ansatz in Erwägung zu ziehen.
Stadtbaurat Leuer geht auf die Wortbeiträge ein und sagt zu, die Wünsche zur Begrenzung der Bauhöhe für die weiteren Planungen mitzudenken. Er wirbt dafür, sich die Flexibilität zu bewahren, bei einzelnen Gebäuden entlang der Stadtbahntrasse 4 Geschosse zuzüglich Dachgeschoss zu planen. Wunschgemäß nimmt er eine Aufschlüsselung zu kalkulierten 1.500 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohnern vor. Erfahrungsgemäß seien darunter auch einige Ortsansässige, die sich räumlich verändern. Vorteil sei bei diesem Wohngebiet, dass die Stadt als Eigentümer der Flächen flexibel auf Anforderungen reagieren könne. Eine Quartiersgarage mit kurzen Wegen zum Geschosswohnungsbau sei denkbar. Ein Umweltbericht wird Bestandteil des folgenden Planverfahrens.
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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909,3 kB
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2
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(wie Dokument)
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949,6 kB
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