Rat und Stadtbezirksräte
01.09.2022 - 4.5 Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.5
- Zusätze:
- Verantwortlich: Dr. Arbogast
- Datum:
- Do., 01.09.2022
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Frau Mundlos weist darauf hin, dass die im Bericht erwähnte hohe Anzahl von Wechseln der Heimleitungen, Pflegedienstleitungen und Geschäftsführungen ein Alarmsignal sei. Sie weist darauf hin, dass durch das Betonen der Problematiken in der Pflege der Pflegeberuf schlecht geredet werde. Sie fragt nach, ob es Überlegungen der Verwaltung gebe, auf das Schöne und die Bedeutsamkeit des Pflegeberufes hinzuweisen oder Anreize für junge Menschen zu schaffen.
Herr Schubert teilt mit, dass das Thema Fachkräftegewinnung eines der wichtigen Themen in der nächsten Pflegekonferenz sei. Er teilt mit, dass man sich erhoffe, hierzu Tipps zu bekommen. Das Thema sei bekannt und es werde daran gearbeitet.
Frau Dr. Arbogast teilt mit, dass diese Thematik auch bei den Fachkräften vorläge. Eine Möglichkeit sei es, die Träger zusammenzubringen, um zu sensibilisieren, dass ein gegenseitiges Abwerben der MitarbeiterInnen nicht dazu führe, dass es mehr Fachkräfte auf dem Markt gebe. Neu sei es, dass es nun eine Pflicht gebe nach Tarif zu bezahlen.
Herr Klockgether weist darauf hin, dass der Stadt als Heimaufsichtsbehörde die Wechsel gemeldet werden müssen. Die Stadt überwache auch die Fachkraftquote, habe hier jedoch wenig Handhabe, wenn es allgemein deutlich zu wenig Fachkräfte auf dem Markt gebe. Die Zusammenarbeit mit den Heimen sei kooperativ und unterstützend.
Herr Dr. Piest bezieht sich auf die Aufgabe der Medikamentenverwaltung der Heimaufsicht. Er kritisiert, dass Medikamente von Verstorbenen entsorgt würden und nicht vom Heim genutzt werden könnten. Er bittet darum, nach Alternativen zu suchen.
Herr Klockgether teilt mit, dass im Bereich der Medikamentenverwaltung die Heimaufsicht die Aufgabe habe, zu kontrollieren, ob die Medikamente richtig geblistert und verabreicht werden sowie die Medikamentenlieferung und -vergabe gesichert ist. Es gebe nur wenig Einflussmöglichkeiten, wenn es eine Vorgabe zur Vernichtung der Medikamente nach dem Tod eines Heimbewohners gibt.
Herr Dr. Piest bittet darum, dass die Verwaltung aktiv wird. Er schlägt vor, dass die Heime z. B. angeschrieben werden könnten.
Frau Ihbe fasst zusammen, dass das Thema noch einmal überdacht werden sollte und überlegt werden soll, an wen man sich wenden kann.
Herr Klockgether teilt mit, dass er das Thema mitnehme und schauen werde, welche Handlungsspielräume es diesbezüglich gibt.
