Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

07.12.2022 - 5 Jasperallee - Sanierung Promenadenweg und Verbe...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Bezirksbürgermeisterin Krause begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Lewandowski, Herrn Loose und Herrn Sasse (alle Fachbereich Stadtgrün und Sport).

 

Nach einer Einführung durch Frau Krause erläutert Herr Loose die Planung anhand einer Grafik. Die Planung sei eng mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Es seien 4x2 Sitzbänke vorgesehen. Neben der Erneuerung des Weges sei die Bodenerneuerung bedeutend für die Bäume.

 

Herr Schnepel fragt, wie hoch die aktuellen Mehrkosten sind im Vergleich zu den Kosten, die entstanden wären, wenn die Maßnahme direkt seinerzeit mit umgesetzt worden wäre. Herr Loose antwortet, dass dies schwer zu sagen ist, allein wegen der Baukostensteigerungen gebe es Mehrkosten. Herr Schnepel fragt nach dem Kostenverhältnis von Bodenerneuerung, Material und Aufenthaltsflächen. Herr Loose antwortet, dass die Kosten für die hellen Betonplatten Travertin bei ca. 60 % liegen, die für die Sitznischen bei 25 %.

 

Herr Yilmaz spricht das Gestaltungskonzept an und fragt, warum nicht ein Belag - vergleichbar mit dem Ringgleis - aufgebracht werden. Herr Loose antwortet, dass eine wassergebundene Decke genauso wasserundurchlässig wie der vorgesehene Belag ist, zudem könne der beidseitige Grünstreifen Wasser aufnehmen. Frau Lewandowski ergänzt, dass sich eine wassergebundene Decke auf dem Ringgleis nicht bewährt habe und daher zunehmend asphaltiert würde.

 

Herr Schramm kritisiert die fehlenden Fahrradständer. Herr Loose entgegnet, dass es auch auf anderen Abschnitten der Jasperallee keine Fahrradständer gebe; es werden auch keine Fahrräder an den Vierböcken abgestellt. Zudem könnten Fahrräder auch am Zielort (z. B. Arztpraxis) abgestellt werden. Des Weiteren seien Fahrradständer in dem qualitätsvoll gestalteten Mittelstreifen der Jasperallee aus seiner Sicht nicht unbedingt eine ästhetische Bereicherung.

 

Die Frage nach der Barrierefreiheit bejaht Herr Loose. Der Basaltbelag sei auch nach vielen Jahren noch barrierefrei. Herr Schramm fragt, warum ein anderes Bankmodell als im nördlichen Teil der Jasperallee gewählt wurde. Herr Loose antwortet, dass das Modell mit dem Denkmalschutz abgestimmt wurde. An den Promenadengittern seien keine Änderungen vorgesehen. Herr Schramm fragt, ob weitere Umgestaltungen in der Umgebung geplant sind und ob ein taktiler Streifen auf dem Basalt denkbar ist. Er fragt, ob ein Zebrastreifen oder eine andere Gestaltung der Querung der Bismarckstraße denkbar wäre. Herr Loose verweist auf die Zuständigkeit des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr.

 

Frau Hahn spricht die hohen Kosten der Maßnahme an, sieht in der Bedeutung des Bodenaushubs für die Bäume aber das entscheidende Argument. Sie fragt nach der Dauer der Maßnahme, die Herr Loose mit vier bis sechs Wochen benennt. Frau Hahn sieht das Bankmodell als nicht akzeptabel an, es müsse seniorengerecht sein. Frau Lewandowski weist darauf hin, dass die Abbildung in der Anlage zur Vorlage nicht korrekt ist, tatsächlich sei ein Armbügel - wie beim Modell auf dem Rathausvorplatz - vorhanden. Die späte Vorlage begründet Herr Loose mit mangelnden Personalkapazitäten aufgrund unbesetzter Stellen.

 

Frau Krause weist darauf hin, dass Fahrradabstellanlagen in der Planung fehlen. Auch sie betont, dass seniorengerechte Bänke vorhanden sein müssen. Sie fragt, wie der in der Vorlage genannte „Boulevardcharakter“ über die Stichstraßen hinaus sichtbar gemacht werden kann. Herr Loose verweist auf einen ähnlichen Wunsch im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Vestibülplatzes. Die Prüfung seinerzeit hatte ergeben, dass eine Sichtbarmachung bis in die Verkehrsfläche hinein nur schwer umsetzbar gewesen wäre. Herr Pottgießer betont, dass verkehrliche Konfliktsituationen vermieden werden müssen. Markierungen könnten Fußgänger glauben lassen, sie seien vorfahrtberechtigt. Eine interne Abstimmung sei notwendig. Herr Theeg fragt, ob Fußgänger dort nicht ohnehin Vorfahrt haben.

 

Frau Wunder thematisiert die hohen Kosten und fragt, ob der Weg nach der Bodenerneuerung auch erst später hergestellt werden könnte, was Herr Loose verneint. Er weist auf die hohe Bedeutung der Jasperallee hin; vergleichbare Straßen gebe es nicht häufig. In Braunschweig sei die Straße einzigartig.

 

Herr Schramm fragt, ob ein Trinkbrunnen im Bereich des neuen Weges hergestellt werden könnte. Herr Loose antwortet, dass dies mit hohen Kosten verbunden wäre.

 

Auch Herr Buchholz hätte sich eine frühere Vorlage gewünscht.

 

Frau Krause unterbricht die Sitzung für acht Minuten für eine Beratung der Fraktionen.

 

Frau Krause trägt den geänderten Beschlusstext vor und lässt darüber abstimmen.

 

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Beschluss geändert (Anhörung gem. § 94 Abs. 1 NKomVG):

 

Die Sanierung des Promenadenweges und die einhergehende Verbesserung der Baumstandorte auf dem Mittelstreifen der Jasperallee zwischen Theater und Ring wird beschlossen. Grundlage sind die Begründung und der Gestaltungsplan. Innerhalb der Sitzplätze soll eine der beiden Bänke seniorengerecht sein. Zur Sitzung des Umwelt- und Grünflächenausschusses sollen 2-3 Modelle für Bänke vorgelegt werden. Dazu gehört auch ein Beispiel für eine seniorengerechte Bank und ein historisierendes Modell. Zur Sitzung soll ein Foto mit dem Modell des Abfallbehälters vorgelegt werden.

 

Prüfauftrag:

 

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob zur Verdeutlichung des Promenadenwegs mit Boulevardcharakter, der von Zufußgehenden genutzt wird (die Aufenthaltsfunktion wird durch die Sitzplätze unterstrichen), dieser über die querenden Straßen (Moltkestraße, Kasernenstraße, Steinbrecher Straße) geführt werden kann.

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Abstimmungsergebnis:

 

11 dafür 0 dagegen 2 Enthaltungen

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise