Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

25.01.2023 - 3.5 Durchstich Lindenbergallee inkl. Querung Linden...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Dezernent Herlitschke erläutert den Hintergrund zu dieser Mitteilung und erklärt, dass es bereits einen Grundsatzbeschluss zu dieser Maßnahme gegeben hat und deshalb eine erneute Beschlussfassung nicht notwendig ist.

 

Dezernent Herlitschke und Herr Lehrmann gehen auf Nachfragen der Ausschussmitglieder ein. Es wird erläutert, weshalb die Wege nunmehr gepflastert werden. Zudem steht die Verwaltung in engem Kontakt mit dem Naturschutzbund, um den Amphibienschutz in diesem Bereich zu gewährleisten. Die Entscheidung über die Errichtung eines Infopunkts am Rangierbahnhof kann erst 2024 getroffen werden, da die Bahn ihre Haltung zur Nutzung des Geländes mittlerweile wieder geändert hat.

 

Ratsherr Kühn bittet um Auskunft zur Anzahl der dortigen Amphibien. Diese soll bitte ins Protokoll aufgenommen werden.

 

Protokollnotiz:

Auf die mündliche Frage vom Ratsmitglied Herrn Kühn bzgl. der Amphibienwechsel an der Lindenbergallee beim TOP 5 zur Mitteilung 23-20479 teilt die Verwaltung mit:

Im Jahr 2014 wanderten 429 Erdkröten an dem Wechsel.

Die Daten aus dem Jahr 2015 zeigen eine Wanderung von 520 Erdkröten, 70 Molchen (vermutlich hauptsächlich Teichmolche, vereinzelt Kammmolch und Bergmolch) sowie 11 Fröschen, vermutlich Springfrösche bzw. unbestimmte Braunfrösche.

Im Jahr 2016 wanderten 368 Erdkröten, 5 Grasfrösche, 1 unbestimmter Braunfrosch sowie 63 Teichmolche, 6 unbestimmte Molche und 1 Kammmolch an dem Wechsel.

In den Folgejahren wurden keine Daten mehr erhoben. (Aufgrund fehlender ehrenamtlicher Betreuer und der Abnahme der Wanderbewegung)

Die Daten an der Lindenbergallee wurden zwischen den Jahren 2014 und 2016 erfasst.

In den Anschlussjahren gab es eine starke Abnahme der Wanderbewegung in diese Richtung. Dies begründet sich aus den sehr heißen, niederschlagsarmen Frühjahren. Das Regenwasser gespeiste Rückhaltebecken, dass hier als ein Laichgewässer dient, führte kaum Wasser und verbuschte zunehmend. Hieraus lassen sich jedoch keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Tendenz zum Vorkommen von Amphibien an diesem Ort ableiten. Was sich aus den Daten der letzten Jahre ablesen lässt ist, dass eine erhebliche Zahl an Amphibien in diesem Bereich vorkommt und u. a. über die Lindenbergallee zum Regenrückhaltebecken wandert. Die Ruderalflächen und vermutlich auch das Gelände des Rangierbahnhofes dienen hier als Landlebensraum. Die Wanderung über die Lindenbergallee kann in regenreichen Frühjahren wieder einsetzen.

 

Dezernent Herlitschke gibt hierzu an, dass unter Berücksichtigung der Entwicklung des Bahnstadtprojektes sich auch die infrastrukturellen Rahmenbedingungen in Zukunft ändern werden. Dies wird die Verwaltung bei ihren Maßnahmen entsprechend berücksichtigen.

 

 

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise