Rat und Stadtbezirksräte
25.05.2023 - 5 Umsetzung des Gewinnerentwurfs aus dem Künstler...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Zusätze:
- Verantwortlich: Prof. Dr. Hesse
- Datum:
- Do., 25.05.2023
- Status:
- öffentlich (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Dr. Malorny (Dez. IV o.V.i.A.) stellt die Beschlussvorlage vor. Er erinnert an die Ausstellung zu den eingegangenen künstlerischen Entwürfen und die darauffolgende Tagung einer Jury, die eine Entscheidung zum Siegerentwurf gefällt habe. Mit Beschluss über die Vorlage befinde die Politik nun über diese Entscheidung der Jury. Die Verwaltung werbe ausdrücklich dafür, die Juryentscheidung und die Realisierung des Siegerentwurfes zu unterstützen.
Ratsfrau vom Hofe äußert Zweifel am hohen Preis von knapp 300.000 Euro. Dieser sei den Bürgerinnen und Bürgern nur schwer zu vermitteln. Sie möchte wissen, wie es um eine finanzielle Unterstützung durch Drittmittel stehe. Sie bittet zudem um Nachreichung des in der Drucksache fehlenden Dokumentes Nr. 4 des Siegerentwurfes.
Herr Dr. Malorny antwortet, es seien noch keine Drittmittel eingeworben worden. Man habe dem politischen Beschluss damit nicht vorgreifen wollen. Die Möglichkeit der Unterstützung durch Drittmittel werde derzeit noch geprüft. Man stehe außerdem in Kontakt mit der Künstlerin und versuche, die Kosten zu senken. Man habe allerdings schon zu Beginn des Projektes annehmen müssen, dass ein wahrnehmbarer und qualitativer Entwurf einer internationalen Künstlerin / eines internationalen Künstlers teuer werden würde. Er sagt die Zusendung des Dokumentes Nr. 4 an den Ausschuss zu.
Ratsfrau Göring äußert, die Grünen begrüßten den Verwaltungsvorschlag in der Beschlussvorlage. Der Siegerentwurf spanne den Bogen zum Diskurs auf gelungene Art und Weise. Es sei vor dem Hintergrund des Klimaschutzes jedoch zu bedenken, dass die im Entwurf geplante gepflasterte Fläche und die dadurch abgestrahlte Hitze nicht zu groß werden dürften. Sie äußert außerdem den Wunsch, die Verwaltung möge die Eröffnung des Entwurfes mit Workshops und Weiterbildungsveranstaltungen begleiten.
Ratsfrau Schütze interessiert sich für die Gage der Künstlerin. Sie befindet außerdem, es handle sich um ein tolles Projekt und einen gelungenen Siegerentwurf; man erschaffe hier etwas Besonderes. Sie unterstütze den Vorschlag von Ratsfrau Göring, die Stadtverwaltung solle in die Bekanntmachung, die Werbung und eine überregionale Berichterstattung zu dem Kunstobjekt investieren. Herr Dr. Malorny sagt zu, die Ideen der Ratsfrauen Göring und Schütze, insbesondere zu der medialen Berichterstattung, aufzunehmen.
Ratsfrau Kaphammel beruft sich auf die Erfahrungen mit Kunstwerken im öffentlichen Raum und Außenbereich und äußert die Sorge, der Entwurf könne Vandalismus zum Opfer fallen. Der Kostenvoranschlag zu den „Black Mirrors“ mache einen großen Teil der Kostenaufstellung zur Finanzierung aus. Sie möchte wissen, wie diese teuren und anfälligen Elemente gegen Beschädigungen geschützt würden.
Herr Dr. Malorny antwortet, das Künstlerhonorar sei für alle Bewerberinnen und Bewerber im Wettbewerb auf 30.000 Euro festgelegt gewesen. Er gibt zu, dass es kaum praktische Lösungen gegen Vandalismus gebe. Eine bauliche Abschirmung des Kunstwerkes sei nicht denkbar, allenfalls eine gesonderte Bewachung sei vielleicht möglich. Die Sorge von Ratsfrau Kaphammel sei berechtigt. Er sei dennoch optimistisch, dass durch die Braunschweiger Stadtgesellschaft eine soziale Kontrolle ausgeübt werde, die das Objekt wie andere Kunstwerke im öffentlichen Raum gegen Vandalismus schütze.
Ratsherr Tegethoff bittet um Zusendung der Projektskizze auf Deutsch und der anderen Projektentwürfe neben dem Siegerentwurf. Herr Dr. Malorny sagt dies dem Ausschuss zu. Die weiteren Entwürfe sind dem Protokoll angehängt.
Ratsherr Stühmeier weist darauf hin, dass die Beschlussvorlage nur die Investivkosten, jedoch keine Erhaltungskosten aufliste. Herr Dr. Malorny verweist auf die Verkehrssicherungspflicht der Verwaltung und das Interesse der Verwaltung an der dauerhaften Werterhaltung des Objektes. Daraus entstehe eine „Pflegeverantwortung“ der Verwaltung. Die Instandhaltungskosten seien intern budgetiert und würden aus dem laufendem Haushalt gespeist; sie seien deshalb nicht in der Beschlussvorlage aufgeführt.
Protokollnotiz: Das Dokument Nr. 4 des Siegerentwurfes und die Übersetzung der Projektskizze auf Deutsch sind dem Ausschuss im Rahmen des Hinweises auf die ergänzende Beschlussvorlage „Umsetzung des Gewinnerentwurfs aus dem Künstlerischen Wettbewerb zum Kolonialdenkmal“ (DS Nr. 23-21314-01) zugegangen.
Beschluss:
1. Dem durch das Kuratorium für den Künstlerischen Wettbewerb zum Kolonialdenkmal vorgeschlagenen Gewinnerentwurf von Patricia Kaersenhout wird entsprechend der Projektbeschreibung in der Anlage 1 zugestimmt.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planungen in Abstimmung mit der Künstlerin voranzutreiben und umzusetzen und dafür entsprechende Gestaltungs- und Umsetzungsaufträge zu erteilen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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5,1 MB
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203,8 kB
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Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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1,4 MB
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