Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

24.01.2024 - 3.3 Baumfällliste 2023

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Der Ausschussvorsitzende Ratsherr Jonas stellt fest, dass die Mitteilung ohne Vorstellung ergeht. Ausführlich werden im Anschluss Fragen zu der Baumfällliste durch Herrn Loose beantwortet und Vorschläge zur Erweiterung der Baumfällliste erörtert.

 

Protokollnotiz: Auf Hinweis des Ratsherren Kühn wird der Mitteilungstext korrigiert. Im Satz 2 wird wie folgt ergänzt: „Dieses Ergebnis bezieht sich auf städtische Flächen aller Art (…), beinhaltet jedoch nicht Baumfällungen im Stadtwald Riddagshausen, die von den Landesforsten in Abstimmung mit der Stadt durchgeführt wurden.“

 

Herr Loose sagt zu, dass die bestehende Liste für das Jahr 2023 um den jeweiligen Stadtbezirk ergänzt wird. Eine aktualisierte Liste wird in Form einer Mitteilung außerhalb von Sitzungen sowohl dem Umwelt- und Grünflächenausschuss als auch den Stadtbezirksräten zur Verfügung gestellt. Anfang 2025 wird zudem eine Gegenüberstellung der Baumfällungen 2023 mit den Baumneupflanzungen 2024 erfolgen, um eine Gesamtbilanz ziehen zu können. Eine solche Bilanzierung ist nur mit einem Jahr Versatz möglich.

 

Auf Nachfrage von Ratsfrau Mundlos wird von Herrn Loose die Empfehlung zur Nachpflanzung erläutert. Nachpflanzungen sind nicht i. d. Regel nicht sinnvoll, wenn 1) die gefällten Bäume Teil eines dichteren Baumbestandes waren, 2) der bisherige Standort nachweislich keine ausreichend guten Wachstumsbedingungen vorweisen kann, 3) anderweitige übergeordnete infrastrukturelle Gründe vorliegen (bspw. Leitungen, Baumaßnahmen) oder aber 4) nicht ausreichend Haushaltsmittel für einen 1-zu-1-Ersatz zur Verfügung stehen. Weiterhin bezieht sich „keine Aussage“ auf Baumstandorte, welche bisher noch nicht abschließend beurteilt werden konnten und dementsprechend keine Empfehlung für oder gegen eine Nachpflanzung vorliegt.

 

Herr Loose betont, dass grundsätzlich von Seiten der Verwaltung der Selbstanspruch besteht, gefällte Bäume, wenn möglich, zu ersetzen. Zudem ergab die Gesamtbilanzierung über die Entwicklung des Braunschweiger Baumbestands einen Netto-positiven Trend (vgl. DS-Nr. 23-22664).

 

Ausschussvorsitzender Ratsherr Jonas fragt nach der Auswirkung von negativen Faktoren auf Straßenbäume, insbesondere durch Streusalz. Herr Loose als zentraler städtischer Winterdienstkoordinator erläutert die Besonderheiten des eingesetzten Streusalzes (Feuchtsalz) und der Geräte (Präzisionsstreugeräte), mit denen bereits der negative Einfluss des Winterdienstes auf die Vegetation minimiert wird. Bodenuntersuchungen an der Theodor-Heuss-Straße haben gezeigt, dass hier andere Faktoren wie Trockenstress ausschlaggebend für die Vitalitätseinbuße der dortigen Hainbuchen war, da kein erhöhter Salzgehalt festgestellt werden konnte. Die Verwaltung wird auf die Anregung des Ausschussvorsitzenden Ratsherren Jonas hin eine vergleichbare Bodenuntersuchung für den Bienroder Weg veranlassen, um die Belastung des dortigen Bodens mit Salz erfassen zu können.

 

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Ergebnis:

 

Die Mitteilung 24-22965 wurde zur Kenntnis genommen.

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise