Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

19.11.2024 - 5 Förderung des Radverkehrs auf der Gifhorner Straße

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Nachdem Frau Ehrenreich vom Fachbereich 66, Tiefbau und Verkehr, kurz den Inhalt und die Ziele der Beschlussvorlage vorstellte, kritisiert Herr Gorklo für die CDU/FDP-Gruppe die vorgeschlagene Maßnahme.

Er begründet dies mit den Meinungen der Anwohner, die diese Maßnahme als überflüssig bewerten, mit dem noch gut befahrbaren Radweg auf der Ostseite der Gifhorner Straße und der Tatsache, dass dort parkende PKW-Fahrer den neuen Schutzstreifen queren müssten. Dies erhöhe die Unfallgefahr gegenüber dem bestehenden separaten Radweg. Auch beim Aussteigen der Autofahrer bestehe die Gefahr, dass von hinten kommende Radfahrer nicht gesehen werden und es beim Öffnen der Tür zu Unfällen kommen könne.

 

Hinsichtlich des Öffnens der Türen verweist Frau Ehrenreich auf den vorgesehenen Abstand von 75 cm zwischen Parkstreifen und Schutzstreifen. Die Maßnahme könne daher nicht mit bekannten Situationen in der Innenstadt verglichen werden.

 

Frau Retzlaff betont, der neue Schutzstreifen böte eine klare Verbesserung der Situation für Radfahrende. Auf dem bisherigen Radweg würden zahlreiche hochdrückende Baumwurzeln Radfahrer behindern.

Frau Retzlaff betont auch, der bisherige Radweg müsse auf jeden Fall in absehbarer Zeit saniert werden, womit auch eine Verbesserung für Fußgänger möglich wäre.

 

Herr Friese erwidert, die neue "Radautobahn" werde ein neuer Unfallschwerpunkt durch schnell fahrende Radfahrer.

 

Herr Bezirksbürgermeister Degering-Hilscher stellt für sich fest, ein derzeit sicherer Radweg wird auf die Straße umgeleitet, wo zumindest das Sicherheitsgefühl Radfahrender geringer sei.

 

Frau Ehrenreich geht auf die Bedenken ein und betont, durch den großen Sicherheitsabstand von 0,75 Metern und dem besonders breiten Schutzstreifen fahre es sich auf dem neuen Schutzstreifen sicherer als auf dem alten Radweg, bei dessen Nutzung auch noch auf die Fußgänger geachtet werden müsste.

 

Herr Kutschenreiter bringt die Idee ein, lieber auf der Westseite einen breiten Radweg für beide Fahrtrichtungen zu bauen.

 

Frau Mischer bittet um Klärung der Frage, ob der derzeit durch den Umleitungsverkehr im Baustellenbereich genutzte Parkstreifen auch grundlegend saniert wird. Derzeit müssten ihn auch in Richtung Norden fahrende schwere LKW nutzen.

 

Herr Gorklo bittet um Beantwortung seiner Frage, ob der alte Radweg zukünftig trotz des neuen Schutzstreifens alternativ von Radfahrenden genutzt werden dürfte.

 

Hinsichtlich des Hinweises, dass man als Fußgänger oder Radfahrer an der Lichtsignalanlage (LSA) LIncolnsiedlung lange warten müsse, kündigte Frau Ehrenreich an, dass die LSA-Schaltung im Rahmen des nächsten Optimierungsumlaufes angepasst werden soll, um die Freigabezeiten für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern.

 

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Beschluss: (Anhörung gemäß § 94 Absatz 1 NKomVG)

"Der Umnutzung einer Fahrspur zu einem Radfahrstreifen an der Gifhorner Straße (in Fahrtrichtung

 Norden, zwischen Eichenstieg und der ÖPNV Haltestelle Lincolnsiedlung) gemäß Anlagen 1 und 2

 wird zugestimmt."

 

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Abstimmungsergebnis:

 

7  dafür   4  dagegen   1  Enthaltung

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise