Rat und Stadtbezirksräte
19.11.2024 - 3.2 Bericht zu den Planungen für eine verbesserte S...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Zusätze:
- Verantwortlich: Prof. Dr. Hesse
- Datum:
- Di., 19.11.2024
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Frau Prof. Dr. Hesse (Dez. IV) präsentiert ergänzend zur schriftlichen Mitteilung; die Präsentation ist dem Protokoll angehängt.
Sie erinnert an die Bewerbung der Stadt Braunschweig zur „Kulturhauptstadt Europas", in deren Zusammenhang Defizite analysiert worden seien. Die wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen lägen nicht in der Innenstadt, sondern im Ring um sie herum, und stünden Interessierten nur zu Tagen der Offenen Tür offen. Um die Wissenschaft sichtbarer zu machen, habe die Kulturverwaltung damals den Bau eines „Hauses" bzw. „Turmes der Wissenschaft" in der Stadtmitte vorgeschlagen. Später habe sich die Stadt Braunschweig über die Braunschweiger Stadtmarketing GmbH um den Titel „Stadt der Wissenschaft" beworben. Das „Haus der Wissenschaft" sei inzwischen durch zwei Etagen im Immatrikulationsamt der Technischen Universität (TU) Braunschweig abgebildet. Das Ziel, die Forschungseinrichtungen Braunschweigs dort tatsächlich ständig beispielsweise für Touristinnen und Touristen sichtbar zu machen, sei jedoch, trotz wichtiger Veranstaltungsformate, bisher verfehlt worden. Nach wie vor müsse es Ziel sein, die Wissenschaft in Braunschweig zentral besser sichtbar zu machen.
Frau Prof. Dr. Hesse stellt weitere Projekte vor.
Die 31 Braunschweiger Forschungseinrichtungen bearbeiteten eine Vielzahl von Forschungsinhalten und es fiele ihnen schwer, diese jeweils auf eine Botschaft, was sie darstellten, zu reduzieren. Die Kulturverwaltung habe die Forschungseinrichtungen um die Formulierung einer solchen „Message To Go" gebeten und diese über eine Stehle auf dem Bahnhofsvorplatz, aufgrund der immensen Kosten auf drei Monate begrenzt, der Öffentlichkeit präsentiert.
Weiter sei eine Fläche im Waisenhausdamm 8 für das „Science Schaufenster" für zunächst zwei Jahre durch die Verwaltung angemietet worden, in dem sich die Forschungseinrichtungen präsentieren können. Das Dezernat V (Schuldezernat) der Stadt Braunschweig, die Integrierte Gesamtschule (IGS) Querum, das Institut für Erziehungswissenschaft sowie das Institut für Gebäudelehre und Entwerfen nutzten das Fenster derzeit für eine Ausstellung zum Modellprojekt „Raumpädagogik". Im Januar 2025 werde das Fenster durch das neu gegründete Science & Art LAB der TU Braunschweig bespielt.
Um dem Problem der schwierigen Auffindbarkeit der Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen besser begegnen zu können, habe die Verwaltung bei den Einrichtungen abgefragt, wo im Verkehrsleitsystem auf sie aufmerksam gemacht werden solle; die Umsetzung der von den Einrichtungen gemeldeten Wünsche sei in Arbeit. Zudem habe man vor dem Hintergrund, dass die TU Braunschweig um Studierende werbe, und des bestehenden Fach- und Führungskräftemangels, überlegt, wie man die Stadt Braunschweig als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit entsprechenden Arbeitgebern bewerben könne. Eine solche Kampagne sei derzeit in der Abstimmung mit den Forschungseinrichtungen.
Eine neue Ausstellung der Fotokünstlerin Herlinde Koelbl mit dem Titel „Faszination Wissenschaft" in der halle267 - städtische galerie braunschweig sei in Planung. Weiter solle in Kooperation mit dem Museum für Photographie ein „Open Call" unter den Forschungseinrichtungen stattfinden und die eingereichten Fotos aus verschiedenen bildgebenden Verfahren dialogisch mit Kunstwerken im Rahmen einer Ausstellung im Museum gezeigt werden.
Neben dem „Salon der Wissenschaft" gebe es das Format der „Mobility Days", das auf große Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern gestoßen sei. Ein derartiges öffentlichkeitswirksames Großprojekt sei ebenfalls erneut geplant.
Zum Projekt des CoLiving Campus erinnert Frau Prof. Dr. Hesse an das Ergebnis des Co_Wettbewerbes, den Siegerentwurf von NUWELA und Sebastian Klawiter. Seit der Entscheidung im Rahmen einer Jurysitzung stünden die Überarbeitung des Siegerentwurfes, die Entwicklung eines Bebauungsplans sowie Absprachen mit dem Land Niedersachsen über einen Flächentausch der erforderlichen Grundstücke an.
Ausschussvorsitzender Böttcher bedankt sich für den Vortrag. Er befindet, das Thema „Wissenschaft" müsse häufiger im Ausschuss thematisiert werden und verweist auf einen geplanten Vortrag von Herrn Prof. Dr. Kwade der Technischen Universität (TU) Braunschweig in einer Ausschusssitzung Anfang des Jahres 2025.
Protokollnotiz: Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Kwade (TU Braunschweig) ist in der Sitzung des AfKW am 5. März 2025 geplant.
Ratsfrau Schütze merkt an, die vorgestellten Ideen gefielen ihr. Sie finde es wichtig, dass Wissenschaft in Braunschweig durch einen Ort erlebbar sei. Der CoLiving Campus werde sich bestimmt zu einem sehr interessanten und besonderen Ort entwickeln, der über Braunschweig hinaus ausstrahlen werde. Die Stadt Braunschweig habe eine Reputation als Wissenschaftsstadt, der man verpflichtet sei. Auch zukünftig sollte sich der Ausschuss dem Thema „Wissenschaft" weiter widmen. Es wäre schön, wenn sich Forschungseinrichtungen aus Braunschweig einmal im Ausschuss vorstellen könnten.
Es liegen keine weiteren Wortbeiträge vor.
Anlagen
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