Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

05.03.2025 - 10.1 Baumfällliste 2024

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Wortprotokoll

Frau Bezirksbürgermeisterin Krause begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Schnitt (Fachbereich Stadtgrün). Herr Schnitt erläutert umfassend die systematische Erfassung und Beurteilung der Bäume im Stadtgebiet. Die Baumkontrolle erfolge kontinuierlich durch Fachkräfte, die den Gesundheitszustand der Bäume bewerten und mögliche Schäden dokumentieren. Dabei werden Schädigungen durch Krankheiten, Schädlinge oder Witterungseinflüsse identifiziert. Er beschreibt den mehrstufigen Entscheidungsprozess, der bei der Fällung eines Baumes durchlaufen wird.

 

Die Baumfällliste umfasse Bäume, die aus Sicherheitsgründen oder aufgrund irreversibler Schäden entfernt werden müssen. Er erklärt, dass eine Datenbank eingeführt wird, um den Prozess transparenter zu gestalten und die Empfehlungen zur Nachpflanzung besser nachvollziehbar zu machen. Die Entscheidung über Nachpflanzungen hängt von Standortfaktoren wie Platzangebot, Infrastruktur und bereits vorhandenen Gehölzen ab.

 

Herr Buchholz erkundigt sich, ob alle empfohlenen Nachpflanzungen umgesetzt werden können oder ob finanzielle und personelle Engpässe dies verhindern. Herr Schnitt bestätigt, dass das Budget nicht ausreicht, um alle seit 2018 gefällten Bäume (Stürme, Trockenheit etc.) kurzfristig zu ersetzen.

 

Herr Schramm fragt nach der Verfügbarkeit klimaresistenter Baumarten und ob die Beschaffung zunehmen schwieriger wird. Herr Schnitt erklärt, dass bestimmte Baumarten stark nachgefragt und schwer erhältlich sind. Er hebt hervor, dass sich Baumschulen auf klimaresistente Gehölze spezialisieren, jedoch Zeit benötigen, um ausreichende Mengen bereitzustellen.

 

Zum "Rotdornproblem" bestätigt Herr Schnitt, dass der Rotdorn voraussichtlich in den kommenden Jahren aus dem Stadtbild verschwinden wird

 

Herr Strohbach fragt, mit welchen Gesamtkosten pro Baum zu rechnen ist. Herr Schnitt erläutert, dass neben dem Baum selbst, der etwa 250 bis 270 Euro kostet, zusätzliche Ausgaben für Pflanzung, Substrat, technische Einbauten und Pflege entstehen, sodass insgesamt bis zu 2000 bis 2500 Euro pro Baum anfallen können.

 

Frau Dr. Karras hinterfragt, nach welchen Kriterien entschieden wird, ob eine Nachpflanzung vorgenommen wird oder nicht. Herr Schnitt erklärt, dass Faktoren wie Standortbedingungen, zukünftige Entwicklung des Stadtgebiets und vorhandene Infrastruktur eine Rolle spielen.

 

Frau Krause fragt nach einer Liste mit geeigneten Baumarten und ihren jeweiligen Kosten. Herr Schnitt sagt zu, eine solche Liste zu erstellen und dem Bezirksrat zur Verfügung zu stellen.

 

Herr Buchholz regt an, dass die Verwaltung konkrete Vorschläge unterbreitet, welche Standorte sich für zusätzliche Pflanzungen eignen, falls der Bezirksrat finanzielle Mittel bereitstellen möchte. Herr Schnitt bestätigt, dass an einem Konzept gearbeitet wird, das Quartiere und Straßentypen mit passenden Baumarten verknüpfen soll.

 

Herr Schramm thematisiert den unangenehmen Geruch von weiblichen Ginkgobäumen. Herr Schnitt erklärt, dass es zunehmend schwierig wird, rein männliche Bäume zu beziehen, und dass die Verwaltung mittelfristig auf Ginkgo verzichten wird.

 

Zu den Bäumen in der Fasanenstraße erläutert Herr Schnitt, dass Nachpflanzungen dort kurzfristig vorgesehen sind. Gleichzeitig wird geprüft, ob durch gezielte Schnittmaßnahmen eine Erhaltung anderer Bäume möglich ist. Nachpflanzungen sind vorgesehen, jedoch müssen hierfür geeignete Standorte gefunden werden, die keine Konflikte mit bestehenden Leitungen und Gehwegen verursachen. Die Verwaltung plant, die Anwohner durch Presseinformation ggf. über das weitere Vorgehen zu informieren.

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise