Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Auszug

22.04.2025 - 3.2.1 Veloroute Schöppenstedter Turm: Knotenpunkt Hel...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Bezirksbürgermeisterin Plinke eröffnet den Tagesordnungspunkt und begrüßt Frau Niemann vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr.

 

Frau Niemann beginnt mit einer kurzen historischen Einordnung der Planungen. Bereits im November 2023 habe es eine erste Bürgerinformationsveranstaltung zur geplanten Veloroute gegeben. Im Zuge dieser Veranstaltung seien zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Anwohnenden und ansässigen Unternehmen eingegangen. Diese Rückmeldungen habe man sorgfältig ausgewertet und auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft. Es sei nicht möglich gewesen, allen Vorschlägen Rechnung zu tragen, aber wesentliche und sachlich begründete Hinweise seien in die überarbeitete Entwurfsplanung eingeflossen.

 

Frau Kokemper-Söllner erkundigt sich, ob Feuerwehrflächen, insbesondere Anleiterflächen, bei künftigen Bauvorhaben ausreichend berücksichtigt werden, um Dachgeschossausbauten nicht auszuschließen. Sie weist darauf hin, dass gerade bei Dachausbauten oft keine alternativen Rettungswege möglich seien und daher die Feuerwehrzufahrt über den Straßenraum zwingend gewährleistet sein müsse. Frau Niemann erklärt, dass bestehende Gebäude in Abstimmung mit der Feuerwehr geprüft wurden und neue Bauanträge vom Bauordnungsamt hinsichtlich der Rettungswege gesondert bewertet würden. Zusätzliche Einschränkungen im öffentlichen Raum seien nicht geplant; bei Bedarf könnten Nottreppen als Alternativen dienen. Zudem äußert Frau Kokemper-Söllner Bedenken zu den Protektionselementen, insbesondere deren Einfluss auf die Anleiterbarkeit. Frau Niemann erläutert, dass diese, sofern diese von der Feuerwehr überfahren werden müssen, maximal 8 cm hoch seien. Sie könnten bei Bedarf überfahren werden. Für Einzelfälle wird die Kontaktaufnahme der planenden Bauherren mit der Bauberatung empfohlen.

 

Herr Dr. Plinke erkundigt sich, ob die Zufahrt zum benachbarten Metallbaubetrieb nach Umsetzung der Planung weiterhin uneingeschränkt für große Lkw nutzbar ist. Er äußert die Sorge, dass der Verzicht auf eine bauliche Mittelinsel und stattdessen markierte Überfahrflächen zu praktischen Problemen beim Rangieren führen könnte. Dabei verweist er auf abweichende Einschätzungen aus einer Unterschriftensammlung lokaler Unternehmen, die Einschränkungen befürchten. Zudem fragt er nach dem Grund für die reduzierte Zahl an Parkständen vor dem Betrieb und ob dies bewusst geplant oder unbeabsichtigt erfolgt sei. Er regt an, den Kontakt mit dem Betrieb zu dokumentieren und eine Rückmeldung zur Praxistauglichkeit der Planung einzuholen. Frau Niemann bestätigt, dass die Planungen in engem Austausch mit dem genannten Metallbaubetrieb erfolgt sind. Sie führt aus, dass es einen Ortstermin bzw. Gespräche mit dem Unternehmen gegeben habe und die Zufahrt so gestaltet worden sei, dass sie auch für große Lieferfahrzeuge weiterhin uneingeschränkt nutzbar ist. Dabei sei insbesondere berücksichtigt worden, dass Fahrzeuge aus Richtung Innenstadt kommend entweder vorwärts in die Kastanienallee einfahren oder - je nach Anliefersituation - rückwärts auf das Betriebsgelände rangieren müssen. Dies ist auch heute schon der Fall. Diese Verkehrsabläufe seien durch die überfahrbare Markierungslösung sichergestellt. Hinsichtlich der Parkstände erläutert Frau Niemann, dass im Zuge der Fahrbahnneuordnung und veränderter Markierungen einige Parkplätze erhalten bleiben konnten, andere jedoch - zugunsten der Verbesserung der Verkehrsführung - entfallen mussten. Diese Maßnahme sei notwendig gewesen, um die neuen Anforderungen an die Straßenraumaufteilung, insbesondere in Bezug auf Rad- und Fußverkehr, erfüllen zu können. Sie betont, dass bei der Planung sehr wohl auf die Belange der ansässigen Gewerbetreibenden geachtet wurde und dass eine Reduzierung der Stellplätze zwar bedauerlich, aber im Rahmen der Gesamtmaßnahme unvermeidlich gewesen sei.

 

Herr Schultz regt an, bei der Querung der Helmstedter Straße auf abgeschrägte Bordsteine zu setzen, um die Unfallgefahr zu verringern und die Barrierefreiheit zu erhöhen. Er spricht sich dagegen aus, diesen Bereich lediglich provisorisch mit dunklem Asphalt auszubessern, wie es in der Vergangenheit gelegentlich geschehen sei. Vielmehr solle man bewusst auf helle, gut sichtbare Materialien setzen, um Hitzeinseln zu vermeiden und eine sichere sowie ansprechende Gestaltung zu erreichen. Auch einfache Begrünungslösungen - wie eine Mulde mit Wildkräutern - könnten zur Verbesserung beitragen.

 

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Anlagen zur Vorlage

Erläuterungen und Hinweise