Rat und Stadtbezirksräte
30.09.2025 - 6 Umfeldgestaltung Ferdinandbrücke
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Di., 30.09.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beschluss:
- abgelehnt
Wortprotokoll
Frau Bezirksbürgermeisterin Sewella begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Borgaes vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr.
Frau Borgaes erläutert die Vorlage.
Frau Grumbach-Raasch äußert, dass es im Zusammenhang mit der Ferdinandbrücke zahlreiche offene Fragen gebe, die einer Klärung bedürften. Sie betont, dass insbesondere die Tragfähigkeit der Brücke und die damit verbundenen Einschränkungen nicht ausreichend nachvollziehbar seien. Es fehle an belastbaren Grundlageninformationen, um die Situation angemessen bewerten zu können.
Frau Borgaes erläutert daraufhin, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen, darunter Stadtgrün, Tiefbau, Brückenbau, Denkmalpflege und Gestaltungsbeirat, die Möglichkeiten zur gestalterischen Aufwertung der Brücke geprüft habe. Sie führt aus, dass die Brücke aufgrund ihres Alters von 125 Jahren und ihrer Einstufung als Einzeldenkmal nur begrenzt belastbar sei. Die Verkehrslasten dürften nicht erhöht werden, weshalb beispielsweise Blumenkübel oder andere schwere Gegenstände nicht aufgestellt werden könnten. Zudem sei es aus denkmalpflegerischer Sicht erforderlich, das historische Erscheinungsbild der Brücke zu bewahren. Weiterhin sei die Brücke Teil einer Fahrradstraße, die eine Mindestbreite von vier Metern für den Radverkehr erfordere, wodurch zusätzliche Hindernisse auf der Brücke vermieden werden müssten.
Frau Borgaes führt weiter aus, dass die Gestaltungsmöglichkeiten vor allem auf die westliche Seite der Brücke beschränkt seien. Dort sei geplant, eine Bank aufzustellen, die in eine grüne Umgebung integriert werde. Die Sichtachse zur Brücke solle durch entsprechende Maßnahmen freigehalten werden. Hinsichtlich der Begrünung erklärt sie, dass der Straßenraum aufgrund der zahlreichen Versorgungsleitungen nur begrenzte Möglichkeiten biete. Es sei jedoch vorgesehen, die Baumreihe in der Cammannstraße um einen Baumstandort zu erweitern. Zudem sollen die Gehwege auf beiden Seiten der Brücke um jeweils 30 Zentimeter verbreitert werden, um die Nutzung durch Fußgänger, Kinderwagen und Rollatoren zu erleichtern.
Frau Grumbach-Raasch kritisiert, dass die geplanten Maßnahmen nicht den Erwartungen der Bürger entsprächen, die sich eine umfassendere Umgestaltung der Brücke gewünscht hätten. Sie empfinde die geplanten Änderungen, wie die Aufstellung einer Bank und die Pflanzung eines zusätzlichen Baumes, als unzureichend.
Frau Sewella schließt sich dieser Kritik an und äußert Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit der Brücke. Sie hinterfragt, ob die Brücke überhaupt noch sicher sei, wenn sie nicht einmal das Gewicht einer Bank tragen könne.
Frau Borgaes entgegnet, dass die Brücke für den Geh- und Radverkehr sicher sei, jedoch keine zusätzlichen Lasten durch Hindernisse wie Bänke oder Blumenkübel tragen solle. Sie weist darauf hin, dass die Breite der Gehwege bereits durch die geplante Verbreiterung optimiert werde und zusätzliche Hindernisse den Verkehrsfluss beeinträchtigen könnten.
Frau Sewella schlägt vor, den Rad- und Fußgängerverkehr auf der Brücke räumlich zu trennen, um mehr Gestaltungsspielraum zu schaffen.
Frau Beckner regt an, die Gehwege einseitig stärker zu verbreitern, um Platz für eine Bank zu schaffen.
Frau Borgaes erklärt jedoch, dass dies aufgrund der Geometrie der Brücke und der Anforderungen an die Entwässerung nicht möglich sei.
Herr Johannes weist darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichen, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Er regt an, alternative Lösungen zu prüfen, um die Brücke attraktiver zu gestalten.
Herr Winter äußert Bedenken hinsichtlich möglicher Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern, wenn die Gehwege verbreitert und die Fahrbahnen verengt würden.
Frau Grumbach-Raasch kritisiert das Gesamtkonzept der Verkehrsführung, da die Breite der Brücke nicht mit den angrenzenden Straßenabschnitten harmonisiere.
Herr Glaser ergänzt, dass die im Plan eingezeichnete Bank so ausgerichtet werden solle, dass die Sitzenden auf die Brücke blicken können.
Frau Bezirksbürgermeisterin Sewella lässt über die Vorlage abstimmen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
500,7 kB
|
