Rat und Stadtbezirksräte
07.10.2025 - 6 Umfeldgestaltung Ferdinandbrücke
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Zusätze:
- Verantwortlich: Leuer
- Datum:
- Di., 07.10.2025
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Bezirksbürgermeisterin Plinke begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Borgaes vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr.
Frau Borgaes erläutert die Möglichkeiten zur Umfeldgestaltung der Ferdinandbrücke im Rahmen der geplanten Instandsetzungsmaßnahmen. Sie hebt hervor, dass die Brücke aufgrund ihres Alters von 125 Jahren und ihrer Einstufung als Einzeldenkmal besonderen denkmalpflegerischen Anforderungen unterliege. Sie führt aus, dass zusätzliche Lasten, wie Pflanzkübel oder verankerte Bänke, die Tragfähigkeit der Brücke beeinträchtigen könnten. Zudem sei die Brücke stark frequentiert, mit etwa 2000 Fahrrädern pro Tag, was zusätzliche Belastungen ausschließe. Die Verwaltung betone, dass die Maßnahmen darauf abzielen, die Substanz der Brücke zu schonen und ihre denkmalpflegerische Integrität zu wahren.
Auf Nachfrage von Herrn Stühmeier antwortet Frau Borgaes, dass der Stadtbezirksrat Westliches Ringgebiet die Vorlage bei fünf Stimmen dafür, fünf dagegen und zwei Enthaltungen abgelehnt habe. Die Ablehnung sei darauf zurückzuführen, dass keine Aufenthaltsflächen auf der Brücke vorgesehen seien, obwohl dies ein Vorschlag aus der Bürgerschaft gewesen sei. Sie betont, dass die Verwaltung aus bautechnischen und denkmalpflegerischen Gründen keine Pflanzkübel oder Bänke auf der Brücke realisieren könne.
Herr Dr. Plinke erkundigt sich nach den genauen Breiten der Gehwege und des Radwegs. Frau Borgaes erläutert, dass die Gehwege auf 2,70 Meter verbreitert würden, was jedoch zu schmal sei, um dort Bänke aufzustellen. Sie erklärt, dass die Entwässerung der Brücke durch die bestehenden Gefälle gewährleistet werde und eine Änderung der Geometrie nicht möglich sei, da dies die Funktion der Entwässerung beeinträchtigen würde. Zudem seien die Höhen der seitlichen Sandsteinabschlüsse denkmalpflegerisch vorgegeben.
Frau Jalyschko äußert Bedauern über die begrenzten Möglichkeiten zur Schaffung von Aufenthaltsflächen und regt an, alternative Lösungen wie nicht einbetonierte Bänke zu prüfen. Sie bittet um eine detailliertere Erläuterung der Entwässerungsproblematik. Frau Borgaes erklärt, dass die Gehwege nicht weiter verbreitert werden könnten, da dies die Entwässerung beeinträchtigen und die statischen Anforderungen verletzen würde.
Herr Glogowski schildert seine Erfahrungen als Nutzer der Brücke und betont die Bedeutung einer sicheren Anbindung für Radfahrer. Frau Borgaes erklärt, dass die Ferdinandstraße zur Fahrradstraße umgestaltet werde und der bisherige Radweg entsiegelt und begrünt werde. Sie betont, dass die Brücke aufgrund der hohen Fahrradfrequenz keine zusätzlichen Aufenthaltsflächen erhalten solle.
Herr Dr. Plinke schlägt vor, die Verwaltung mit der Prüfung zusätzlicher Gestaltungsmöglichkeiten zu beauftragen, insbesondere im Bereich der Absperrpfosten. Er regt an, Sitzmöglichkeiten zu schaffen und Reflexstreifen an den Absperrpfosten anzubringen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Der Stadtbezirksrat signalisiere Bereitschaft, sich finanziell an der Umsetzung zu beteiligen. Er stellt einen entsprechenden Änderungsantrag als Ergänzung.
Frau Borgaes erklärt, dass der Bereich vor der Liegenschaft Ferdinandstraße 7 als Feuerwehraufstellfläche benötigt wird.
Herr Stühmeier erkundigt sich nach den Kosten der Maßnahme und der Dringlichkeit der Instandsetzung. Frau Borgaes gibt an, dass die Kosten auf etwa eine Million Euro geschätzt würden und die Brücke nach der Instandsetzung für weitere 30 Jahre erhalten bleiben solle. Sie betont, dass die Maßnahmen notwendig seien, um den aktuellen Standard der Brücke zu sichern.
Frau Bezirksbürgermeisterin Plinke lässt über den ergänzenden Änderungsantrag und die Vorlage abstimmen.
Beschluss geändert (Anhörung gem. § 94 Abs. 1 NKomVG):
Verwaltungsvorlage:
„Der Umfeldgestaltung im Bereich der Ferdinandbrücke wird zugestimmt.“
Ergänzender Änderungsantrag:
"Der SBR regt an, die Brückengestaltung zu erweitern durch Sitzmöglichkeiten z.B. im Bereich der vorgesehen Absperrpfosten. Er würde sich im Rahmen seiner Möglichkeiten mit bezirklichen Mitteln beteiligen."
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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500,7 kB
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