Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 15-00102

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Das Land Niedersachsen fördert seit 2014 die Einrichtung und den Betrieb von Koordinie­rungsstellen für Migration und Teilhabe. Diese Stellen können bei allen Landkreisen oder kreisfreien Städten eingerichtet werden. Damit soll ein landesweites, flächendeckendes, lokales Migrations- und Teilhabemanagement in Niedersachsen entstehen. Die Zuschüsse betragen im Einzelfall bis zu 50 % der Personalausgaben für eine eingerichtete Stelle unter Beachtung von Höchstgrenzen.

 

Voraussetzung für die Gewährung dieser Zuwendung ist jedoch u. a. die Vorlage eines Kon­zeptes zur Einrichtung und zum Betrieb einer Koordinierungsstelle.

 

Seit 1. Juni 2015 ist die hälftig vom Land Niedersachsen geförderte Koordinierungsstelle für „Migration und Teilhabe“ in der Stadt Braunschweig besetzt. Die Stelleninhaberin Samira Ciyow ist seit 2011 im Büro für Migrationsfragen im Sozialreferat mit einer Halbtagsstelle für die Umsetzung der Integrationsplanung zuständig. Sie wird künftig als Vollzeitkraft den Auf­gabenbereich der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe übernehmen, die in Braunschweig den Schwerpunkt „Bildung und Integration“ innehat.

 

Aufgaben der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe in Braunschweig:

 

Der Themenschwerpunkt „Integration durch Bildung“ zielt auf die chancengerechte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund und der Kompensation herkunftsbedingter Bildungsbenachteiligung ab. Die Koordinierungsstelle wird zukünftig Ansprechpartnerin für alle Fachkräfte der Braunschweiger Bildungslandschaft im Kontext Migration/Integration sein. Dafür werden die verschiedenen Bildungs- Förder- und Beratungsangebote der einzelnen Träger (Land, Kommune, freie Träger, Migrantenselbstorganisationen, Vereine, Verbände u. Ä.) in Braunschweig zusammengetragen (Netzwerkarbeit), die Informationen zugänglich und transparent aufbereitet (Öffentlichkeitsarbeit). Gut vernetzte Akteure innerhalb des Handlungsfeldes Bildung können im Austausch zielgerichtet ihre Angebote an den Bedarf anpassen, parallele Strukturen zusammentragen und so eine Angebotsstruktur schaffen, die den Belangen der Zielgruppe gerecht wird (Bedarfsanalyse und Angebotsoptimierung).

 

Durch die Kombination der Finanzierung durch Land und Kommune können Informationen – gerade im Bereich Bildung – schnell und direkt vermittelt kommuniziert werden und nach gemeinsamen Lösungen gesucht werden. Beispielsweise kann die so wichtige
(Sprach-)Förderlandschaft an Schulen, an der mittlerweile viele verschiedene Träger, Initiativen und Privatpersonen beteiligt sind, so koordiniert werden, dass Fachkräfte situativ auf Bedarfe reagieren können.

 

Eine Berichterstattung zur Bildungssituation von jungen Braunschweiger/innen mit Migrationshintergrund und eine Bestandsaufnahme bereits bestehender Strukturen und Angebote sind vorgesehen. Die Teilnahme an bestehenden Netzwerken, z. B. der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN), ist nach den Zuwendungsbedingungen obligatorisch.

 

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