Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 15-00338

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Sandtrockenrasen mit Silbergrasfluren gehören zu den geschützten Biotoptypen in Niedersachsen. Durch Nutzung des vermeintlichen "Ödlands" z.B. als Industrie- und Gewerbeflächen sind sie zunehmend gefährdet. Gerade im Norden besteht der Eindruck, dass die Anzahl an Sandtrockenrasen und verwandten Lebensraumtypen stark zurückgegangen ist und sich auf wenige Restflächen beschränkt.

 

 

Eine der wenigen Restflächen dieses wertvollen Lebensraumtyps bei Rühme

(westlich der Schunter, zwischen A2, Kantstraße und Flachsrotttenweg) ist in der letzten Zeit mit insgesamt etwa 90 (!) Bäumen bepflanzt worden. Durch die Beschattung der Bäume, die Zufuhr von Nährstoffen z.B. durch Blattfall wird die betroffene Sandtrockenrasenfläche zerstört.

 

 

Vor diesem Hintergrund ergeben sich folgende Fragen:

 

1. Wie stellt sich die Entwicklung von Sandtrockenrasen (und verwandter Lebensraumtypen wie z.B. Sandäcker) im Stadtgebiet von Braunschweig in den letzten Jahrzehnten dar (Zahl der Flächen, Umfang, Qualität, Entwicklungs-/Pflegekonzepte)?

 

2. Sind die 90 Bäume von den Verursachern (um wen handelt es sich?) mit Genehmigung und unter Anleitung der Unteren Naturschutzbehörde (Umweltamt der Stadt) ausgebracht worden oder handelt es sich um eine eigenmächtige Aktion?

 

3. Wann werden die Bäume wieder entfernt bzw. welche Maßnehmen werden unternommen, die Sandtrockenrasenflächen am o.g. Standort wieder herzustellen und wird ein begleitendes Pflege- und Monitoringkonzept entwickelt, um die erfolgreiche Wiederherstellung dokumentieren zu können?

 

 

gez.

 

Dr. Dr. habil. Wolfgang Büchs
 

 

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