Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 15-00971-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:
 

Durch die Allianz für die Region GmbH (AfdR) wurde die gemeinsame Bewerbung bzw. der Antrag für ein „Regionales Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen“ der im Bündnis vereinten Gebietskörperschaften, Kammern, Arbeitsagenturen, Sozialpartner, Hochschulen sowie Wohlfahrts- und Bildungseinrichtungen zum 30. Juni 2015 bei der NBank eingereicht.

 

Nach der Bewertung der eingereichten Anträge auf Anerkennung als Regionales Fachkräftebündnis wurde das Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen für die Dauer von drei Jahren (bis 2018) als eines von acht Bündnissen in Niedersachsen - zusammen mit Südniedersachsen, Leine-Weser, Nordwest, JadeBay, Ems-Achse, Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachen und Elbe-Weser - ausgewählt.

 

Die erste konstituierende Sitzung hat am 13. Oktober 2015 stattgefunden. In dem Fachkräftebündnis haben sich alle wesentlichen Arbeitsmarktakteure der Region Braunschweig-Wolfsburg zusammengeschlossen. Partner des Bündnisses sind: Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, Agentur für Arbeit Helmstedt, Agentur für Arbeit Hildesheim, Allgemeiner Arbeitgeberverband Harz e. V, Arbeitgeberverband Region Braunschweig e. V., Allianz für die Region GmbH, Deutscher Gewerkschaftsbund Region SüdOstNiedersachsen, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, IG Metall SüdOstNiedersachsen mit den Verwaltungsstellen Braunschweig, Salzgitter-Peine, Wolfsburg, Industrie- und Handelskammer Braunschweig, Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Landkreis Gifhorn, Landkreis Goslar, Landkreis Helmstedt, Landkreis Wolfenbüttel, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Stadt Braunschweig, Stadt Salzgitter, Stadt Wolfsburg, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Clausthal, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bezirk SüdOstNiedersachsen, Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft Landkreis Peine mbH.

 

Gemeinsam erarbeiten die 27 gleichberechtigten Kooperationspartner Lösungsvorschläge zu den Themen Fachkräftesicherung und Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitssuchenden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beratung und Bewertung von Fördermittelanträgen zur Fachkräftesicherung. Das Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen arbeitet an eigenen Fachkräfteprojekten und begutachtet eingehende Förderanträge. Das Bündnis kann selbst oder über seine Mitglieder Projektförderungen beantragen. Gefördert werden Vorhaben, die der Verbesserung regionaler Strukturen zur Fachkräftesicherung, der Qualifizierung von Arbeitslosen zur Deckung des Fachkräftebedarfs und der Weiterbildung von Beschäftigten dienen. Ansprechpartner für Braunschweig sind neben der Braunschweig Zukunft GmbH bzw. Stadt Braunschweig auch die zuständigen Kammern, Gewerkschaften und Verbände.
 

 

Dieses vorausgeschickt beantwortet die Verwaltung die nachstehenden Fragen der CDU – Ratsfraktion zum Regionalen Fachkräftebündnis wie folgt:

 

1. Welche Möglichkeiten bestehen für die städtische Wirtschaft (Betriebe / Kammern / Kreishandwerkerschaft), um sich im Regionalen Fachkräftebündnis einzubringen?

Die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Unterstützung Regionaler Fachkräftebündnisse durch Förderung von Fachkräfteprojekten für die Region“ ist die Grundlage für Projektanträge, die über das Fachkräftebündnis gefördert werden sollen. Gerade kleine und mittelgroße Unternehmen haben Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von hochqualifizierten Arbeitskräften. Deshalb sollen Maßnahmen insbesondere darauf abzielen, das Arbeitskräftepotenzial für KMU zu vergrößern und KMU zu unterstützen, Beschäftigte zu qualifizieren und zu integrieren.

 

Insbesondere vom Förderschwerpunkt „Maßgeschneiderte Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte in einer Region“ kann die städtische Wirtschaft profitieren. Im Bereich der Weiterbildung von Beschäftigten aus Unternehmen werden hochwertige berufliche Weiterbildungsmaßnahmen zur Fachkräftesicherung gefördert. Das Konzept einer Weiterbildungsmaßnahme wird von einem Bildungsträger eingereicht und muss von der NBank als Weiterbildungskonzept zur Deckung des regionalen Fachkräftebedarfs anerkannt und vom Fachkräftebündnis unterstützt werden. Es muss im Unterschied zu bereits am Markt angebotenen Maßnahmen neu entwickelt oder zumindest im Hinblick auf die regionalspezifischen Bedarfe angepasst worden sein.

 

Nach Anerkennung eines Weiterbildungskonzepts bieten die Weiterbildungsträger diese Maßnahme auf dem Markt an. Unternehmen aus dem Einzugsgebiet der Regionalen Fachkräftebündnisse können in einem schlanken Antragsverfahren eine Förderung für die Teilnahme an dieser Maßnahme beantragen. Die Kofinanzierung von 50% kann durch einen Direktbeitrag der Unternehmen und voraussichtlich durch Freistellungsausgaben erfolgen.
 

2. Welche Projekte sind gegebenenfalls aktuell schon geplant?


In der konstituierenden Sitzung berieten die Bündnispartner über den Antrag für ein regional bedeutsames Kooperationsprojekt zur Verbesserung der Willkommenskultur. Ein Welcome Center für die Region soll ein Erstberatungsangebot für ausländische Fachkräfte bieten und als Servicestelle für Unternehmen dienen, die ausländischen Fachkräfte einstellen wollen. Die Bündnismitglieder empfahlen diesen ersten konkreten Projektantrag für ein Welcome Center für ausländische Fachkräfte zur weiteren Begutachtung und Bewilligung an die NBank.
 

 

Loading...

Erläuterungen und Hinweise