Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 15-01274

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


Die Stadt Braunschweig beteiligt sich über die Projektlaufzeit von bis zu 36 Monaten mit einem Betrag von insgesamt bis zu 45.000 € (15.000 € / 12 Monate) an dem regionalen Projekt „Welcome Center“.
 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Ein wichtiges strategisches Ziel des Fachkräftebündnisses SüdOstNiedersachsen ist die Stärkung der Willkommenskultur und die Vernetzung von Beratungsangeboten. Weitere Ziele sind es,  die Standortattraktivität zu erhöhen und die nachhaltige Integration und Bindung von (potenziellen) Fach- und Führungskräften an die Region zu verbessern. Das Fachkräftebündnis leitet daraus u. a. die Einrichtung eines Welcome Centers in der Region ab.

 

Ziel des Projektes ist die Errichtung eines Welcome Centers als eine erste Anlaufstelle für ausländische Fachkräfte, um diesen einen schnellen und effizienten Zugang zu Unterstützungsleistungen zu ermöglichen und so dazu beizutragen, dass sich ausländische Fachkräfte und ihre Familien schnell orientieren können. Auch die KMU erhalten Beratungsangebote und Unterstützung, um ihren Fachkräftebedarf auch mit ausländischen Arbeitnehmern decken zu können.

 

Das Konzept sieht vor, ein Welcome Center mit zunächst zwei Standorten in Braunschweig und Wolfsburg einzurichten. Jeder Standort wird mit einer Vollzeitstelle ausgestattet werden. Das Welcome Center Braunschweig soll am Cyriaksring 10 in den Räumen der Agentur für Arbeit Braunschweig–Goslar eingerichtet werden. Projektinitiatoren sind die IHK Wolfsburg–Lüneburg und die IHK Braunschweig, die als weitere Kooperationspartner die Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, die Stadt Braunschweig, die Stadt Wolfsburg, die Wolfsburg AG sowie als ideelle Unterstützer die Agentur für Arbeit Helmstedt-Wolfsburg, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, die International Women Association e. V., den Internationalen Freundeskreis e. V. und den Deutschen Gewerkschaftsbund SüdOstNiedersachsen gewonnen haben. Antragsteller und Projektträger des Welcome Centers ist die Allianz für die Region GmbH.

 

Das Welcome Center soll dazu beitragen, dass die bereits in der Region lebenden ausländischen Fachkräfte bleiben, wie u. a. die ausländischen Studierenden, die einen Abschluss an den Hochschulen in der Region gemacht haben. Ferner soll es die ausländischen Fachkräfte und ihre Familien im Integrationsprozess unterstützen. Diese sollen sich in der Region wohlfühlen und schnell integrieren können. Das Welcome Center soll so als zentrale Anlaufstelle dienen und damit ein Ort in der Region geschaffen werden, an dem Willkommenskultur konkret erfahrbar wird. Dafür soll es vorhandene Angebote bündeln und eine Vermittlungsfunktion zur Wirtschaft (kleine und mittlere Unternehmen (KMU)) bilden.

 

In der Region gibt es bereits eine Vielzahl von Akteuren, die sich mit den unterschiedlichen Bedarfen von Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen und qualifizierte Beratungs- und Unterstützungsangebote vorhalten. Allerdings verläuft die Zuleitung von Menschen mit Migrationshintergrund in der Region zu diesen Angeboten nicht immer zielgesteuert. Der erste Kontakt ist vor allem bei aus dem europäischen Ausland im Rahmen der Freizügigkeit kommenden Menschen häufig durch hier lebende Landsleute geprägt und verläuft in der Regel nicht systematisch und eher ungesteuert. Hier soll das Welcome Center erster Anlaufpunkt sein (auch über das Internet durch die geplante Webseite) und eine Lotsenfunktion übernehmen, indem es die Bedarfslage der ausländischen Fachkräfte analysiert und dann gezielt an die entsprechenden Beratungseinrichtungen weiterleitet.

 

Die verschiedenen Beratungseinrichtungen, die Arbeitsagenturen und die anderen beteiligten Institutionen sind bereits vernetzt, jedoch ist die Zusammenarbeit nicht immer systematisiert und auch nicht regional ausgerichtet. Das Welcome Center soll durch Netzwerkarbeit zu einer regionalen Vernetzung beitragen und so die Prozesse auch regional entsprechend optimieren.

 

Ausländische Fachkräfte, die als Flüchtlinge in die Region kommen, sollen eine spezielle, regional abgestimmte und koordinierte Unterstützung erhalten, die ihnen eine schnelle Arbeitsaufnahme in der Region ermöglicht. Jede aufnehmende Kommune hat unterschiedliche Verfahrensweisen entwickelt, um eine schnelle Integration voranzutreiben. Das Welcome Center wird mit der Kenntnis über die vorhandenen Beratungsangebote in der Region bei der Integration von Fachkräften unterstützen. Erfahrungen aus dieser Zusammenarbeit können den anderen Kommunen in der Region über das Welcome Center weitervermittelt werden.

 

Ein weiteres Ziel des Welcome Centers ist die Vernetzung zwischen Unternehmen der Region und den Beratungseinrichtungen. Das Welcome Center soll zur Schnittstelle zwischen Beratungsangeboten in der Region und Unternehmen werden, die ausländische Fachkräfte einstellen wollen. Es ermittelt den Beratungsbedarf und leitet dann gezielt weiter.

 

Dem Antrag, das Welcome Center für die Region mit einer positiven Stellungnahme zur Förderung bei der NBank einzureichen, wurde vom Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen in seiner konstituierenden Sitzung im Oktober zugestimmt. Die Bündnismitglieder empfahlen diesen ersten konkreten Projektantrag für ein Welcome Center für ausländische Fachkräfte zur weiteren Begutachtung und Bewilligung an die NBank.

 

Der Bewilligungsbescheid soll noch in diesem Jahr erteilt werden, so dass wahrscheinlich bereits im Dezember die beiden Vollzeitstellen besetzt werden können. Als offizieller Projektstart ist der 13. Januar 2016 vorgesehen. Voraussichtlich zum 1. Februar 2016 soll das Welcome Center dann seine Türen für Besucher öffnen.

 

Für das Welcome Center Braunschweig sind als Gesamtkosten für die Projektlaufzeit von 36 Monaten rund 195.000 € kalkuliert, davon ca. 129.000 € an Personalkosten. Vorgesehen ist eine 50%ige Förderung durch die NBank zu erhalten. Die andere Hälfte der Kosten (Kofinanzierung) soll durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit Braunschweig –Goslar, Einnahmen durch Unternehmen bzw. Sponsoren, die IHK Braunschweig, die Allianz für die Region GmbH sowie Mittel der Stadt Braunschweig gedeckt werden.





 

Die Stadt Braunschweig beabsichtigt, sich über die Projektlaufzeit von bis zu 36 Monaten mit einem Betrag von insgesamt bis zu 45.000 € (15.000 € / 12 Monate) zu beteiligen. Deckungsmittel hierfür stehen im Haushalt im Bereich der Kofinanzierung für EU-Mittel (ehemals KMU-Mittel) zur Verfügung.


 

 

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