Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 15-01210
Grunddaten
- Betreff:
-
Smart City - aktueller Sachstand
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 0800 Stabsstelle Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Wirtschaftsausschuss
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zur Kenntnis
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11.12.2015
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Sachverhalt
Sachverhalt:
In der Ratssitzung am 21. Juli 2015 wurde entschieden, dass die Verwaltung gebeten wird, ein Konzept „Smart-City Braunschweig“ zu erarbeiten.
Ich berichte wie folgt zum Zwischenstand:
Zur grundsätzlichen Einordnung des Themas wurde unter Federführung des Wirtschaftsdezernenten ein erstes Gespräch am 28. Juli 2015 geführt. Neben städtischen Organisationseinheiten wurden die Verkehrs-GmbH, die Technische Universität Braunschweig, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Braunschweig (DLR) und die Volkswagen Financial Service AG (VW FS AG) eingeladen.
In einer sehr konstruktiven Diskussion wurde festgehalten, dass das Thema Smart-City sehr viele Themenbereiche berührt und sich das Oberziel „Lebensqualität erhöhen“ wie ein roter Faden durch das Projekt ziehen muss. Weiterhin wurde verdeutlicht, dass die „Smart City“ keinen klar umrissenen Charakter hat. Sie ist eine sich über Innovationsprozesse verändernde Stadt.
Teilkomponenten zu einer Smart-City liegen bereits in unterschiedlicher Form an unterschiedlichen Stellen vor. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Schaffen von Rahmenbedingungen und einer gemeinsamen Plattform, in die Bestandsprojekte eingegliedert und neue Projekte aufgenommen werden. Als erste Oberthemen wurden Verkehr und Mobilität, ÖPNV, Bezahldienste und die Bereitstellung digitaler und dynamischer Daten festgelegt.
Um eine zentrale Abstimmung zu gewährleisten, ist die dauerhafte Verankerung einer Arbeitsgruppe "Smart City Braunschweig" bei Dez VI vorgesehen. Die Beteiligten haben Ihre weitere Mitarbeit zugesagt.
In einem zweiten Gespräch Ende September konnte vertiefter auf einzelne Komponenten einer Smart City eingegangen werden. Durch die VW FS AG wurden z. B. Lösungen zum mobilen Bezahlen vorgestellt und eine enge Kooperation mit der Stadt Braunschweig vorgestellt. Als erstes Pilotprojekt wird ein mobiles Bezahlsystem im Rahmen des Weihnachtsmarktes pilotiert. Auch findet eine weitere Vernetzung zwischen der Verkehrs GmbH und der VW FS AG bezüglich der Einführung mobiler Bezahldienste statt. Parallel bietet die VW FS AG über ihre Tochterfirma sunhill technologies GmbH mobile Bezahllösungen beim unbeschrankten und beschrankten Parken an.
Das DLR hat berichtet, dass momentan eine offene technische Plattform entwickelt wird, die gewährleisten soll, dass unterschiedliche Smart-City Applikationen in einer integrierten Umgebung laufen und untereinander Daten austauschen können. Durch die Integration weiterer unterschiedlicher Dienste soll sich eine smarte Infrastruktur entwickeln. Für die Stadt Braunschweig hätte das den großen Vorteil, dass eine technische Klammer vorhanden wäre und sukzessiv weitere verschiedene Teilkomponenten in das System aufgenommen werden könnten. So wäre gewährleistet, dass die Stadt auf Daten künftig Zugriff erhielte. Hinsichtlich der technischen Architektur wurde am 26. November 2015 ein weiteres Gespräch geführt.
Das DLR hat in diesem Gespräch weitere Informationen gegeben und ausgeführt, dass es bereits eine Vielzahl von funktionierenden smarten Applikationen gibt und die Einführung derselben eine schnelle Lösung mit sich bringen würde. Allerdings können diese „Insellösungen“ ohne aufwendige Schnittstellen nicht miteinander kommunizieren und damit wertvolle Informationen nicht untereinander austauschen. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Nutzen unterschiedlicher Applikationen oft nicht benutzerfreundlich und die Pflege wartungsintensiv ist. Auf der vom DLR geplante Plattform (Marktplatz) sollen deshalb künftig unterschiedliche smarte Applikationen integriert, d. h. im Austausch gemeinsamer Daten laufen. Voraussetzung dafür ist, dass die beteiligten Player integrationsfähige Anwendungen zur Verfügung stellen.
Seitens der Stadt wurden in dem Gespräch die inhaltlichen Anforderungen gegenüber dem DLR geäußert. Das DLR wird bis Ende Januar 2016 eine Systemarchitektur entwickeln und der Verwaltung vorstellen. Das weitere mögliche konzeptionelle Vorgehen wird die Verwaltung anschließend dem Wirtschaftsausschuss vorstellen.
