Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 15-00645-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Nachbesserungen zur Schunterrenaturierung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beteiligt:
- DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 0600 Baureferat; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 113 Hondelage
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zur Kenntnis
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06.01.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Wie das Monitoring nach Abschluss der Renaturierungsarbeiten zur Schunteraue gezeigt hat, haben viele Artengruppen von den Maßnahmen profitiert. Dennoch wurde auch aufgezeigt, dass noch einige Verbesserungen notwendig sind.
Durch den Einschnitt der Flutrinne ist das Grundwasser in der Aue gesunken, sodass in den periodischen Gewässern nicht ausreichend Wasser zur Verfügung steht und der Amphibienlaich vertrocknet.
Für einige Spezialisten wie Leitfischarten Hasel und Döbel fehlen ausreichende sandfreie Kiesriffel, wie sie der ASV im Bereich der Schunterbücke am Lindenberg angelegt hat. Auch fehlen Wintereinstände mit Anschluss an die Schunter wie z. B. das noch nicht fertiggestellte große Gewässer an der Hegerdorfstraße.
Von daher wird angefragt.
1.Sind noch weitere Maßnahmen erforderlich, um den ökologischen Zustand der Schunter noch zu verbessern?
2.Welche Maßnahmen können noch zeitnah umgesetzt werden?
3.Sind zur Finanzierung noch Mittel vorhanden oder und müssen hierzu noch weitere Fördermittel eingeworben werden?
4.Wann wird die Furt/Brücke im Bereich des Giesebergs gebaut, damit endlich ein Rundwanderweg zur Verfügung steht?
Die Verwaltung nimmt hierzu wie folgt Stellung:
Zunächst ist festzuhalten, dass die im Planfeststellungsbeschluss gefassten Ziele der Renaturierung der Schunter zwischen Hondelage und Dibbesdorf erreicht wurden. Zu nennen sind hier insbesondere die Realisierung des Biotopverbunds südlich und nördlich der BAB 2, die naturtypische Wiederherstellung der Schunter und ihrer Aue sowie die Stabilisierung der Sohle. Richtschnur für alle Maßnahmen war dabei stets, einen effektiven Hochwasserschutz für die Ortslagen Hondelage und Dibbesdorf zu gewährleisten sowie durch gezielte Initialmaßnahmen eine Eigenentwicklung der natürlichen Zustände und Prozesse zu erreichen.
…
Dieses vorangestellt, werden die Fragen wie folgt beantwortet:
1. Um den ökologischen Zustand der Schunter weiter zu verbessern, ist die Durchführung von Nacharbeiten vorgesehen. Dazu gehören das Räumen der Sandfänge, die Entnahme von Sand in der Mündung der Hagenriede sowie die Entfernung von Gehölzbewuchs im Fanggraben und in einem Entwässerungsgraben, Maßnahmen der Erosionssicherung an hydraulischen Engpässen und schließlich der angesprochene Anschluss des großen Teiches an der Hegerdorfstraße vor der Autobahn A 2 (NSD 19) an die Schunter als Wintereinstand für Fische.
Für weitergehende Maßnahmen müssen zunächst hydraulische Nachweise geführt werden.
2. Für die vorgenannten Nacharbeiten läuft zurzeit die Vorbereitung der Vergabe, die eine Umsetzung der Maßnahmen bis Mitte kommenden Jahres ermöglichen soll.
3. Für weitergehende Maßnahmen stehen keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Zur Finanzierung käme die Einwerbung von EU-Fördermitteln in Frage.
4. Aufgrund der Vielzahl abgängiger bzw. sanierungsbedürftiger Brücken im Stadtgebiet von Braunschweig konnten bisher keine Baumittel für den Neubau der Brücke Gieseberg im Investitionsprogramm eingestellt werden.
