Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 15-01313-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Energiearmut in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0500 Sozialreferat; 0200 Referat Haushalt, Controlling und Beteiligungen; 20 Fachbereich Finanzen
- Verantwortlich:
- Dr. Hanke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Braunschweig
|
zur Kenntnis
|
|
|
|
21.12.2015
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
1. Bei wie vielen Braunschweiger Haushalten wurde jeweils in den Jahren von
2013 – 2015 von der BVAG & Co. KG die Energieversorgung gesperrt?
Die Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG teilt hierzu auf Anfrage mit:
Anzahl der Stromsperrungen:
2013:1.428
2014: 973
2015: 739 (bis 31. Oktober 2015)
Sperrungen der Gasversorgung wurden nicht vorgenommen.
2. Wie viele Fälle sind der Verwaltung bekannt geworden, in denen jeweils Haushalte
mit Kindern unter 3 Jahren von der Sperrung betroffen waren?
Lt Sozialverwaltung (FB 50, Stelle 50.12) sind im Rahmen der Präventionsarbeit zur Verhinderung von Wohnraumverlust nachfolgende Fälle bekannt geworden:
Anzahl Fälle wegen | 2013 | 2014 | 2015*) |
Energieschulden | 130 | 170 | 144 |
Miet- und Energieschulden | 126 | 113 | 122 |
Gesamt | 256 | 283 | 266 |
davon Haushalte mit Kleinkindern bis 3 Jahre | 21 | 33 | 26 |
davon Haushalte mit Kinder ab 4 Jahre | 31 | 20 | 25 |
davon Haushalte mit Kinder ab 9 Jahre | 30 | 32 | 26 |
*) Stand 15.12.2015.
3. In wie vielen Fällen und mit welchen Maßnahmen konnte eine Sperrung verhindert
werden?
Siehe hierzu die nachfolgende Übersicht der Sozialverwaltung (FB 50, Stelle 50.12):
Verhinderung einer Versorgungssperre durch: | 2013 | 2014 | 2015 |
Darlehensgewährung | 100 | 131 | 113 |
Sozialarbeiterische Beratung, Verhandlung, Intervention | 98 | 87 | 65 |
Selbsthilfe nach Beratungsgespräch | 12 | 18 | 20 |
noch kein Ergebnis*) |
|
| 17 |
Zwischensumme | 210 | 236 | 215 |
eine abschließende Hilfestellung durch die Fachstelle 50.12 war nicht möglich, weil: |
|
| |
eine Ablehnung erfolgte | 5 | 10 | 3 |
kein Kontakt zum Betroffenen hergestellt werden konnte | 2 | 3 | 4 |
Mangelnde Mitarbeit des Betroffenen vorliegt | 35 | 27 | 32 |
nur eine Beratung gewünscht wurde | 4 | 7 | 12 |
Zwischensumme | 46 | 47 | 51 |
Gesamt | 256 | 283 | 266 |
*) Stand 15.12.2015.
Die Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG teilt hierzu ergänzend mit, dass von einer Sperrung abgesehen wird, insoweit man von einem Härtefall wie bspw. alleinerziehende Elternteile oder schwerer Krankheit Kenntnis erlangt.
