Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 16-01462
Grunddaten
- Betreff:
-
Wasserwelt: finanzielle Auswirkungen wenig erfreulich
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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zur Beantwortung
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02.02.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Am 27.02.2007 wurde von CDU und SPD die Vorlage „Neues Freizeit- und Erlebnisbad“ beschlossen. Bestandteil der Vorlage waren konkrete Behauptungen zu den Auswirkungen des Beschlusses.
Baukosten
Diese waren bekanntlich Teil des Beschlusstextes und wurden auf 22,04 Mio. Euro (17,5 Mio. € Gesamtbaukosten und 4,54 Mio. € Grundstückserwerbskosten) begrenzt. Tatsächlich liegen die Baukosten (Stand 2015) bei 35,37 Mio. Euro (ohne Regressforderungen). Außerdem wird zum Wirtschaftsplan 2016 der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH mitgeteilt, dass der Bau komplett fremdfinanziert wurde und sich dadurch eine erhöhte Zinsbelastung ergibt.
Jährlicher Zuschussbedarf
Dazu heißt es in der Vorlage aus 2007: [Der jährlich auszugleichende Zuschussbedarf wird durch den Bau und Betrieb des neuen Freizeit- und Erlebnisbades nicht steigen. Lediglich in der Zeit zwischen Grunderwerb, dem Baubeginn und der Eröffnung des Bades wird sich der Zuschussbedarf erhöhen, weil den anfallenden Kosten (Planung, Grunderwerb, Bau und Finanzierung) keine Erträge gegenüberstehen. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu den anderen Bäderstandorten hier dauerhaft ca. 220.000 _ a. an Zinsbelastung für den Erwerb der Grundstücke anfallen.]
Und weiter: [Zusammenfassung: Investitionssumme 17,5 Mio. € zzgl. Grunderwerbskosten 4,54 Mio. €, Geringerer Zuschussbedarf 0,2 Mio. € p.a.]
Tatsächlich betrug der Zuschussbedarf im Jahr 2006 4.597.357,78 €. Im Jahr 2015 betrug der Zuschussbedarf (Prognose) 8.406.000 €. Im Jahr 2016 soll der Zuschussbedarf auf 8.837.000 € steigen. Somit hat sich der Zuschussbedarf der Gesellschaft fast verdoppelt und nicht um 0,2 Mio. € reduziert
Entwicklung der Besucherzahlen
Diese wurden in der Vorlage 2007 von der Verwaltung mit der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Vorlage 2007: Besucherzahlen:
2010 | 2005 |
350.000 Badegäste p. a. | 180.000 Badegäste p. a. |
80.000 Saunabesucher p. a. | 25.000 Saunabesucher p. a. |
70.000 Schulen und Vereine | 70.000 Schulen und Vereine |
Wirtschaftsplan 2016 Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH: Besucherzahlen
| 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
Badegäste | 287.000 | 250.709 | 238.612 | 238.612 | 238.612 |
Sauna | 31.000 | 32.000 | 33.310 | 34.623 | 35.939 |
Dazu wird die Verwaltung gefragt:
1. Sind die zuletzt genannten 35,3 Mio. Euro nun endlich die schlussabgerechneten Baukosten oder sind weitere Risiken zu erwarten?
2. Die Zahl der Besucher konnte zwar erhöht werden, bleibt aber um rund 100.000 unter den Erwartungen. Dennoch ist der ständig steigende Zuschussbedarf (rund 4,5 Mio. € mehr als angenommen) damit nicht erklärbar. Es wird um konkrete Erläuterung gebeten.
3. Wäre ein Eigenbetrieb des derzeit privat betriebenen Fitnessstudios eine Möglichkeit den Zuschussbedarf zu senken?
