Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 15-01312

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Dem im Sachverhaltstext beschriebenen Raumprogramm für den Ganztagsbetrieb der Grundschule Lamme wird zugestimmt.

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

1. Ausgangslage, Raumbedarf

Als zweizügige Grundschule im Schuljahr 2005/2006 errichtet, wurde die Grundschule Lamme zum Schuljahr 2006/2007 mit einem Anbau von vier Unterrichtsräumen zu einer dreizügigen Schule erweitert. Die Neubaugebiete in Lamme haben inzwischen dazu geführt, dass die Schule auf eine Vierzügigkeit (4 Klassen/Jahrgang) angewachsen ist. Im aktuellen Schuljahr 2015/2016 wird sie von 16 Klassen mit 329 Schülerinnen und Schülern besucht. Diese Zügigkeit wird in den kommenden Schuljahren erhalten bleiben, da weitere Bauabschnitte im Baugebiet Lammer Busch-Ost folgen (Baulandreserve von 290 bis 300 Wohneinheiten) und auch die Ortsmitte des Stadtteils Lamme mit Wohnbebauung verdichtet wird. Frühestens ab dem Schuljahr 2019/2020 könnten die Klassenzahlen schrittweise auf eine Dreizügigkeit sinken.

 

Da die Schule nur für eine Dreizügigkeit ausgelegt ist, stehen ihr nur 12 Allgemeine Unterrichtsräume zur Verfügung. Eine Klasse nutzt daher den Mehrzweckraum als Klassenraum. Außerdem werden zurzeit zwei Klassen in einem Schulraumcontainer unterrichtet. Ein dritter Schulraumcontainer soll in Kürze für die vierte, bisher nur vorübergehend im benachbarten Jugendzentrum untergebrachte Klasse aufgestellt werden. Für zwei bestehende Schulkindbetreuungsgruppen wurden in der Vergangenheit ebenfalls Raumcontainer aufgestellt. Damit stehen künftig insgesamt fünf Raumcontainer (zuzüglich eines bereits beauftragten kleinen WC-Containers) auf dem Schulgelände. Räumliche Enge besteht auch im Schulgebäude, da das Lehrerzimmer nur für eine zweizügige Grundschule ausgelegt ist.

 

Bereits 2008 hat die Grundschule Lamme ihr Interesse an einem Ganztagsangebot bekundet. Der Schulvorstand hat am 23. September 2009 den Beschluss gefasst, dass die Grundschule Lamme in eine offene Ganztagsschule umgewandelt werden soll. Die Umwandlung weiterer Grundschulen in Ganztagsschulen ist Gegenstand der Ratsbeschlüsse vom
24. Juni 2013 (Ds 2654/13) und 27. Mai 2014 (Ds 16802/14). Die Umsetzung der als Zielvorgabe definierten Versorgungsquote von 60 % bei der Schulkinderbetreuung soll in drei Ausbaustufen erfolgen. Danach sollen in der dritten Ausbaustufe ab 2016 weitere Grundschulen in Ganztagsschulen nach dem Braunschweiger Modell umgewandelt werden. Zu diesen Schulen gehört vorrangig auch die Grundschule Lamme.

Da die Infrastruktur für den Ganztagsbetrieb erst geschaffen werden muss und die Schule keine Raumreserven hat, ist ihre Umwandlung in eine Ganztagsschule voraussichtlich erst zum Schuljahresbeginn 2018/2019 möglich. Gemäß des Erlasses des MK vom 1. August 2014 „Die Arbeit in der Ganztagsschule“ sind Anträge auf Einrichtung von Ganztagsschulen zum Schuljahresbeginn 2018/2019 mit den notwendigen Unterlagen bis spätestens 1. Dezember 2017 bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde zu stellen. Ein Arbeiten im Ganztagsbetrieb ist der Schule allerdings erst möglich, wenn die räumlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. In Abhängigkeit vom Planungs- und Baufortschritt wird daher in 2017 zu entscheiden sein, ob ein Antrag auf Umwandlung der Schule bereits zum Schuljahresbeginn 2018/2019 in Frage kommt.

 

2. Raumprogramm

Für die Einrichtung eines Ganztagsbetriebs sowie verbesserte Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte ist geplant, eine bauliche Erweiterung auf dem Schulgelände und Umbauten im Bestandsgebäude vorzunehmen.

 

Für den Ganztagsbetrieb an der Grundschule Lamme werden benötigt:

 

  • eine Mensa mit Ausgabeküche und Nebenräume für insgesamt ca. 220 Mittagessen in drei Schichten
  • zwei Betreuungsräume für 17:00 Uhr-Gruppen
  • ein passiver Freizeitbereich (Ruheraum und Schülerbibliothek)
  • ein aktiver Freizeitbereich
  • ein Büro für die Kooperationspartner der Schule im Ganztagsbetrieb
  • ein Lager

 

In einem neu zu errichtenden eingeschossigen Erweiterungsbau (siehe beigefügten Lageplan) sollen folgende Räume entstehen:

 

Raum

Größe

ein Raum als aktiver Freizeitbereich

ca. 60 m²

ein Ruheraum als passiver Freizeitbereich

ca. 30 m²

zwei Betreuungsräume für 17:00 Uhr-Gruppen

je ca. 45m²

ein Büro für die Kooperationspartner der Schule im Ganztagsbetrieb

ca. 10 m²

ein Lagerraum

ca. 10 m²

ein Fachunterrichtsraum (FUR) Werken/Kunst

ca. 80 m²

ein FUR Musik

ca. 65 m²

ein Mehrzweckraum für die im Schulgebäude untergebrachte Kindertagesstätte

ca. 60 m²

ein Technikraum

ca. 20 m²

eine Garderobe

ca. 10 m²

eine kleine WC-Anlage für Mädchen und Jungen

 

 

Eine Schülerbibliothek (ca. 30 m²) ist bereits im Erdgeschoss des Schulgebäudes vorhanden.

 

Folgende Umbauten sollen im Schulgebäude vorgenommen werden:

 

Der im Erdgeschoss des Schulgebäudes vorhandene Mehrzweckraum, der vor seiner Belegung mit einer Klasse auch als FUR Musik diente, soll mit Nebenräumen (Küche, Essenausgabe, Unterbringung von Vorräten, Lager- und Abstellraum, Personalaufenthaltsraum) zur Mensa umgestaltet werden. Dadurch entfallen die Nutzungen als FUR Musik für die Schule und auch als Mehrzweckraum für die Kindertagesstätte. Im Erweiterungsbau sollen deshalb ein Mehrzweckraum, der ausschließlich der Kindertagesstätte zur Verfügung stehen wird, und ein FUR Musik für die Schule neu geschaffen werden. Die neben der künftigen Mensa liegende Küche der Kindertagesstätte soll so vergrößert werden, dass sie auch den Mensabetrieb der Schule versorgen kann. Dadurch werden Lagerräume im Erdgeschoss entfallen, die im 1. Obergeschoss neu geschaffen werden müssen.

 

Ferner soll der vorhandene FUR Werken/Kunst im 1. Obergeschoss umgewidmet werden. Dort soll ein größeres Lehrerzimmer eingerichtet werden. Für das Fach Werken/Kunst ist die Errichtung eines entsprechenden FUR im Erweiterungsbau vorgesehen. Darüber hinaus sollen weitere kleinere Umwidmungen im 1. Obergeschoss vorgenommen werden: U. a. soll das bisherige Lehrerzimmer eine Ausstattung als Inklusionsraum erhalten, Schulleiterin und stellvertretende Schulleiterin sollen jeweils ein eigenes Büro nutzen können und Lagerräume, die im Erdgeschoss entfallen werden, sollen entstehen.

 

Das Raumprogramm ist mit der Schule abgestimmt.

 

Die von der Schulkindbetreuung genutzten beiden Raumcontainer werden mit der Fertigstellung der Ganztagsinfrastruktur frei und könnten dann abgebaut werden. Wenn sich die Schule zukünftig schrittweise wieder dreizügig entwickelt, werden auch die drei Schulraumcontainer und die kleine WC-Containeranlage entbehrlich.

 

3. Kosten und Finanzierung

Die Kosten für die Herstellung der Ganztagsinfrastruktur werden in einem Kostenrahmen von +/- 30 % auf ca. 2,538 Mio. € geschätzt. Im Haushalt 2016 und im Investitionsprogramm 2015 bis 2019 sind unter dem Projekt „GS Lamme/Einr. Ganztagsbetrieb (4E.210154)“ entsprechende Haushaltsmittel eingeplant worden. Über den Haushalt 2016 und das Investitionsprogramm 2015 bis 2019 wird der Rat voraussichtlich im März 2016 entscheiden.

 

 

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Anlagen

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