Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 15-00704-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ortseingangsschild Lindenberg oder Lindenbergsiedlung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0130 Referat Kommunikation; 0120 Stadtentwicklung und Statistik; 0414 Referat Stadtarchiv; 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr; 0600 Baureferat; DEZERNAT III - Bau- und Umweltschutzdezernat; 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 213 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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zur Kenntnis
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23.02.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage des Stadtbezirksrats vom 22. September 2015 wird wie folgt Stellung genommen.
Zu Frage 1:
Ein Grundsatzbeschluss oder Ähnliches für das in der Anfrage beschriebene Ortsgebiet liegt hier nicht vor.
Zu Frage 2:
Die Bezeichnung „Lindenbergsiedlung“ ist 1938 im Zuge der damaligen Siedlungspolitik als Reichsbahnsiedlung entstanden. Sie bezog sich auf das Gebiet westlich des Mönchewegs. Im weiteren historischen Verlauf wurden und werden sowohl die Bezeichnung „Lindenbergsiedlung“ als auch die Bezeichnung „Lindenberg“ für das Gebiet westlich des Mönchewegs verwendet (z. B. Siedlergemeinschaft Lindenberg, Fahrradwegenetz: Lindenbergsiedlung, Siedlung Lindenberg, Bürgergemeinschaft Lindenberg/Elmaussicht, Geographischer Name: Lindenberg). Beide Namen haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert. Beispielsweise nutzt der Teilortsbauplan AW 17 von 1956 in seinem Namen die Bezeichnung „Teilortsbauplan für das Stadtgebiet Siedlung Lindenberg“ und in seinem Genehmigungstext die Bezeichnung „Stadtgebiet Lindenberg“.
Im Braunschweiger Stadtlexikon von 1992 ist „die Geschichte der Siedlung Lindenberg und ihre Umgebung“ kurz erläutert. Dem Verwaltungsbericht 1967 ist zu entnehmen, dass mit dem neuen Aufgabengebiet Stadtforschung als erstes ein grundlegender Ausbau der stadtregionalen Statistik in Angriff genommen wurde. Es galt durch Neufestlegung der statistischen Bezirksgrenzen eine genügend große Zahl von möglichst homogenen Einheiten zu schaffen, ohne den Grundsatz der Kontinuität preiszugeben. Im Ergebnis kam es zur Einteilung des damaligen Stadtgebiets in 55 statt bis dato 25 Statistische Bezirke. Im Statistischen Jahrbuch, X. Folge, 1969, ist der Lindenberg als „Stadtbezirk / Siedlung“ mit der Ordnungsnummer 52 aufgeführt. Der Ortsteil Lindenberg wird bis heute mit dieser Ordnungsnummer und der Bezeichnung „Lindenberg“ geführt.
Das Gebiet östlich des Mönchewegs war bis 1974 ein Bestandteil der Gemeinde Rautheim. So wurde die Fläche östlich des Mönchewegs erst mit der Eingemeindung Rautheims in das Stadtgebiet Braunschweig aufgenommen. Unter Berücksichtigung der Gemarkungsgrenzen besteht auch weiterhin eine formale, katasterrechtliche Verknüpfung zur Gemeinde Rautheim.
Infolge der städtebaulichen Entwicklung der Bebauung, dem daraus resultierenden funktionalen Zusammenhang des Gesamtgebietes westlich und östlich des Möncheweges und insbesondere vor dem Hintergrund einer klaren und einheitlichen Orientierung und Beschilderung regt die Verwaltung die Verwendung des Schriftzuges „Lindenberg“ auf den Ortseingangs- und Ortsausgangsschildern an.
Die aktuelle darüber hinausgehende Ausschilderung „Lindenbergsiedlung“ ist mit Blick auf die historische Reichsbahnsiedlung weiterhin zutreffend. Insofern sind hier zunächst keine Änderungen vorgesehen, und es kann eine Anpassung dieser Beschilderung in einzelnen Schritten zu späteren Zeitpunkten bei Bedarf erfolgen.
