Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 16-01811

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Der Deutsche Städtetag hat über den Bewerbungsaufruf zum EU-Sonderfonds zu innovativen Maßnahmen der Stadtentwicklung „URBAN INNOVATIVE ACTIONS“ informiert.

 

Programmübersicht:

  • Antragssteller und Projektträger muss eine Kommune sein.
  • Gesucht sind kreative, innovative und nachhaltige Lösungen unter anderem für das  Förderthema “Jobs und Fähigkeiten in der lokalen Wirtschaft“.
  • Gefordert wird, dass die lokalen Gebietskörperschaften zur Umsetzung lokale Partnerschaften aufbauen.
  • Die Förderquote beträgt max. 80 %. (max. Fördersumme 5 Mio. Euro pro Vorhaben).
  • Die Projektlaufzeit beträgt max. drei Jahre.
  • Der Eigenanteil kann u. a. auch durch die Abordnung von vorhandenem Personal für die Projektdurchführung erbracht werden.

 

Die Verwaltung hat in Form einer Interessenbekundung, aus diesem Förderansatz Mittel für die Etablierung eines High-Tech Accelerators in Braunschweig beantragt.

 

Der High-Tech Accelerator soll eine neuartige Strategie der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Region schaffen, wodurch die Wissensträger aktiv vernetzt werden und schlussendlich der Wachstumsprozess der jungen Technologieunternehmen beschleunigt werden soll, um im internationalen Wettbewerb Schritt halten zu können.

 

Das Angebotsportfolio des innovativen Kooperationsformates des High-Tech Accelerators soll folgende Dienstleistungen für junge Unternehmen umfassen:

 

  • Strategisches Management: intensive, interdisziplinäre Managementberatung für den strategischen Auf- und Ausbau des Unternehmens.
  • Mentoring: individuelle und persönliche Betreuung des jeweiligen Jungunternehmens durch einen branchenspezifischen Mentor. Mentoren sollen in der Regel bereits erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer sein, die über einen entsprechenden Erfahrungsschatz, gute Branchenkenntnisse und ein ausgezeichnetes Netzwerk verfügen.
  • Workshops: u. a. mit dem Ziel den jungen Akademikerinnen und Akademikern neben ihren fachlichen Fähigkeiten auch Kompetenzen im Bereich der marktorientierten Kreativität zu vermitteln.
  • Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle: Im High-Tech Accelerator sollen jungen Unternehmen, die im Bereich Geschäftsmodellinnovation nur wenig oder keine Erfahrung besitzen Mentoren zur Seite gestellt werden, um Wissen und Fähigkeiten in diesem essentiellen Bereich auszubauen.
  • Wagniskapital/Venture Capital: Der High-Tech Accelerator soll als Bindeglied zwischen Investoren und Jungunternehmen fungieren. Einerseits sollen Investoren über die Möglichkeiten informiert, andererseits die jungen Unternehmen geschult werden, ihre Leistung so zu positionieren, dass sie für Investoren interessant ist.
  • Personalbeschaffung: Ein wesentlicher Engpass von jungen Unternehmen in der heutigen Zeit ist die Personalbeschaffung. Oftmals sind Gründerteams nicht in der Lage alle notwenigen Funktionen wahrzunehmen um eine Leistung am Markt zu platzieren. Personal aus verschiedenen Bereichen, wie Marketing, Vertrieb oder auch Strategie ist erforderlich. Der High-Tech Accelerator soll junge Unternehmen  aktiv bei der Personal-beschaffung unterstützen.
  • Patent Management: Die Technologie Transfer Stelle der TU Braunschweig soll als Projektpartner junge Gründerinnen und Gründer sowie und Forscherinnen und Forscher dabei unterstützen, ihre Ideen unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Rahmen-bedingungen zu patentieren. Gleichzeitig sollen ihnen Partner zur Seite stehen, die dabei unterstützen die Patente gewerblich zu nutzen und aus dem geistigen Eigentum einer Person oder Institution mithilfe eines innovativen Businessmodels eine am Markt erfolgreich zu vertreibende Leistung zu schaffen.
  • Netzwerkbildung: Ein weiterer, wesentlicher Aspekt für den Erfolg von technologie-orientierten Jungunternehmen in der Wachstumsphase ist das Netzwerk. Starke Forschung und der Transfer in die Wirtschaft brauchen ein tragfähiges Netzwerk, das auch nach Verlassen der akademischen Gründungsunterstützung weiter ausgebaut werden muss. Der High-Tech Accelerator soll Kräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft vereinen und technologieintensive Hochschulinstitute und außeruniversitäre Forschungs-einrichtungen in das Netzwerk einbinden.

 

Die Gesamtprojektkosten für drei Jahre belaufen sich auf ca. 1,2 Mio. Euro.

 

Die Braunschweig Zukunft GmbH, die Technische Universität Braunschweig, die Ostfalia Hochschule und die Beteiligungsgesellschaft der TU - iTUBS sowie die IHK stehen als aktive Projektpartner zur Verfügung.

 

Die Interessenbekundung wurde durch das städtische Wirtschaftsdezernat in Kooperation mit der Braunschweig Zukunft GmbH fristgerecht zum 31. März 2016 eingereicht.

 

Im Erfolgsfall sollen nach Beschluss der Gremien städtische Kofinanzierungsmittel aus dem Ergebnishaushalt, Ansatz „Kofinanzierung von Projekten der Wirtschaftsförderung und Fachkräfteentwicklung“ für 3 Jahre in Höhe von jährlich 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.


 

 

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