Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 16-02112-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die undercover GmbH (UC) hat in der Pressemitteilung vom Freitag, 15. April 2016, ihren Rückzug als Veranstalter, nicht aber das Ende des Magnifestes, bekanntgegeben. Die Information über den Rückzug wurde bewusst so früh veröffentlicht, um eine unterbrechungsfreie Fortführung durch einen neuen Veranstalter zu ermöglichen. Aufgrund des gegebenen Vorlaufs von eineinhalb Jahren, existieren gute Voraussetzungen für eine Übernahme bzw. Fortsetzung des Magnifestes durch einen neuen Veranstalter in 2017. Potentielle Veranstalter können das Magnifest 2016 somit noch in Augenschein nehmen und im Herbst dieses Jahres bereits Sponsoren ansprechen. Lizenzinhaber für das Magnifestes ist die Werbegemeinschaft Im Magniviertel, ihr obliegt aus Sicht der Verwaltung die Entscheidung, wie sie weiter verfahren will. Die Verwaltung hat Kontakt aufgenommen.
 

Die Braunschweig Stadtmarketing GmbH (BSM) hat sich mit UC zur Klärung aktuell aufkommender Fragen im Vorfeld ausgetauscht.

 

Dies vorausgeschickt beantworte ich die Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

 

In der Tat sind ab dem Jahr 2014 die Gebühren, die die Feuerwehr für die Gestellung von Brandsicherheitswachen zu erheben hat, von rd. 8.000 € auf rd. 17.500 € gestiegen. Dies ist einerseits auf die ab Juli 2014 geltende neue Satzung über die Erhebung von Gebühren für Dienst- und Sachleistungen der Feuerwehr Braunschweig zurückzuführen, andererseits ist in Abstimmung mit dem Veranstalter ab dem Jahr 2012 ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet und umgesetzt worden, was ebenfalls zu höheren Kosten für den Veranstalter geführt hat. Bis 2014 wurden von der BSM Sondernutzungsgebühren berechnet, zuletzt rund 7.000 €.

 

Der Veranstalter teilte im letzten Jahr mit, dass der Personalaufwand zur Durchführung der Veranstaltung nach interner Abrechnung so hoch ist, dass die Veranstaltung in einer Vollkostenbetrachtung mit einem Defizit abschließt. Hinzu kommt der allgemeine Anstieg der Produktionskosten in Verbindung mit dem über die Jahre rückläufigen Sponsorenengagement.

 

 

Zu Frage 2:

 

Aus Sicht der Braunschweig Stadtmarketing ist generell eine zunehmende Fokussierung der Sponsoren auf neue, medienwirksame und differenzierte Zielgruppen ansprechende Veranstaltungsformate zu beobachten. Das macht das Einwerben großer Sponsoringetats für Bestandsveranstaltungen mit breitem Zielpublikum schwierig. Nicht zuletzt dadurch vergrößert sich aber auch die Anzahl der Veranstaltungen, bei tendenziell sinkenden Marketingbudgets. Im Sponsoring wird heute mehr denn je geprüft und bei der Vielzahl an Möglichkeiten entsprechend abgewogen, bei welcher Veranstaltung oder Maßnahme der Sponsor für sein Engagement die bestmögliche Gegenleistung erhält. In der Folge haben es Veranstaltungen, die die zuvor genannten Kriterien nicht erfüllen, schwer.

 

Zu Frage 3:

 

UC hat das Magnifest in den letzten Jahren zu einem facettenreichen und über die Region hinaus bekannten Stadtfest mit kultureller Vielfalt und einem inhaltlich anspruchsvollen sowie kinder- und familienfreundlichen Programm positiv und nachhaltig weiterentwickelt. Die entsprechenden Angebote in den Nachmittagszeiten sowie die Einbindung regionaler Gruppen in das Kulturprogramm haben dazu geführt, dass ein breiter Besuchermix angesprochen wird und sich das Magnifest als bedeutende „Kulturplattform“ in der Region etabliert hat. Das sonntägliche Familienprogramm am Löwenwall wird durch städtische Zuschüsse finanziert. Ob eine Reduzierung und Fokussierung des Programmumfangs auf Familien das Fest für Sponsoren attraktiver macht, kann von der Verwaltung so nicht beurteilt werden, allerdings sind nach Aussage von UC bereits heute 50% der Veranstaltungsfinanzierung den Standgebühren zuzurechnen, die bei einer Verkürzung der Veranstaltungsdauer entsprechend gekürzt werden müssten.
 

 

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