Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 16-02120

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


„Der Freiflächenplanung für die Umgestaltung der Außenanlagen an der KITA Christian-Friedrich-Krull-Straße mit Städtebaufördermitteln in Höhe von 80.400 € wird zugestimmt.“

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Beschlusskompetenz

Die Beschlusskompetenz ergibt sich aus § 93 Abs. 1 Ziff 1 NKomVG, wonach der Stadtbezirksrat über die Ausstattung der öffentlichen Einrichtungen im Stadtbezirk entscheidet.

Hintergrund

 

Die KITA an der Christian-Friedrich-Krull-Straße betreut insgesamt 112 Kinder, davon 15 Kinder im Alter zwischen 1 und 3 Jahren sowie 97 Kinder zwischen 4 und 6 Jahren (Elementarbereich). Dem gegenüber steht mit 2.400m² ein relativ kleines Außengelände zur Verfügung, auf dem nebeneinander die unterschiedlichsten Nutzungsansprüche vereint werden müssen. In 2012 wurden zwar einige der Spielgeräte mit städtischen Mitteln im Rahmen der Unterhaltung erneuert, eine dringend erforderliche Betrachtung der Gesamtsituation im Hinblick auf zeitgemäße pädagogische Konzepte für den Außenbereich stand bislang jedoch aus.

 

Gemeinsam mit dem KITA-Team, Plankontor und einem Freiraumplaner wurde daher im  Dezember 2015 die Bestandssituation analysiert und daraufhin wurden im Frühjahr dieses Jahres Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Anlage zusammengestellt.

 

Bestandssituation

 

Momentan teilt sich das Außengelände in drei unterschiedliche Bereiche:
Den nördlichen Teil bespielt die Krippengruppe (15 Kinder). Der Bereich ist ausgestattet mit Sandkiste (mit Sonnenschutz und Spielhaus) und einer Nestschaukel. Die Anlage nutzen die Kinder zum Fahren und Laufen. Der Krippenbereich ist provisorisch vom Elementarbereich abgetrennt.

 

 

Die fast 100 Elementarkinder nutzen den größeren Teil des Grundstücks. Ein Hauptaktionsbereich befindet sich direkt vor dem Gebäude. Hier kommt es zu Konflikten zwischen verschiedenen Aktivitäten: Bolzen zwischen den Bäumen und Fahren mit diversen Fahrzeugen auf der gepflasterten Fläche vor dem Gebäude. Zudem befindet sich hier der Sand- und Wasserspielplatz der großen Kinder.

 

Die eher grüne, süd-westliche Ecke der Freifläche wird vorwiegend für ruhigere Spiele genutzt, zum Verstecken, Schaukeln und Klettern.

 

Die Planung

 

Da insbesondere im Westlichen Ringgebiet viele Kinder aufgrund der städtebaulichen Verdichtung unter Bewegungsmangel leiden, bildeten bei der Planung Angebote zur Steigerung der Bewegungsförderung einen besonderen Schwerpunkt.  Ein weiteres Themenfeld stellte der Bereich Naturerfahrung dar. Ferner wurden Lösungen entwickelt, die darauf abzielen, die Aktivitäten der Kinder räumlich zu entzerren und neuzuordnen.

 

Zur Steigerung des Erlebniswertes im Bereich der Kindergartenkinder wurde gemeinsam mit der KITA-Leitung ein „Leuchtturm“ zum Klettern und Rutschen ausgewählt. Dieser bildet zukünftig mit einer vorhandenen Doppelschaukel sowie Baumstämmen und Findlingen ein neues Spielensemble im ruhigeren Gartenteil. Zudem wird hier der angrenzende, abgespielte Spielhügel neu aufgebaut.

 

Der Sand-Wasserspielplatz der KITA bleibt unverändert. Hier wird lediglich die defekte Wasserzapfanlage gegen ein bedienungsfreundlicheres System ausgetauscht. Das Hochbeet der Kindergartenkinder wird komplett neu aufgebaut, da die Hölzer des vorhandenen Beetes allseitig morsch sind und eine reine Reparatur daher nicht mehr in Frage kommt. Für den intensiv genutzten Aktionsraum unmittelbar vor dem Gebäude bietet die Planung zwei kleinformatige Drehscheiben an.

 

Die Krippengruppe ist mit dem Angebot der vorhandenen Spielgeräte grundsätzlich passend ausgestattet. Allein das Spielhaus wird durch ein gleichwertiges Modell ausgetauscht, da es aufgrund seines Alters nur noch begrenzt haltbar ist.

 

Neben dem Spielaspekt soll in der Krippengruppe die Naturerfahrung stärker in den Vordergrund treten. Daher ist hier ein Gemüse- und Kräutergarten in Planung, für dessen Platzierung in der sonnigsten Gartenecke eine Umsetzung der vorhandenen Nestschaukel erforderlich wird. Direkt am geplanten Gemüsegarten ist der Standort des neuen Gartenhauses angedacht. Das jetzige Haus wurde bereits mehrfach provisorisch repariert und ist nur noch für einen begrenzten Zeitraum standsicher.

 

Die Planung wird in der Sitzung vorgestellt.

 

Realisierung und Gesamtkosten

 

Die Maßnahme soll im Herbst 2016 realisiert werden. Der genaue Umsetzungstermin wird maßgeblich von den Lieferzeiten der Spielgeräte bestimmt.


Folgende Kosten wurden kalkuliert:

                  

Geländebearbeitung und Flächenvorbereitung

8.700 €

Pflanz- und Rasenflächen

2.500 €

Wege- und Spielflächen

12.800 €

Ausstattung (Spielgeräte, Gartenhaus, Findlinge und Zäune)

 

46.400

Honorarkosten

10.000 €

 

 

GESAMTKOSTEN 

80.400 €

 

Finanzierung

 

Die voraussichtlichen Kosten für die Maßnahme betragen im Jahr 2016 80.400,-. Die Finanzierung erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts 2016 aus dem Projekt „Soziale Stadt – Westliches Ringgebiet“ (4S.610009).

 

Die Umsetzung der Maßnahme löst jährliche Pflegekosten in Höhe von 820,- € aus.


 

 

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Anlagen

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