Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 16-01479-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren (G9)
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 40 Fachbereich Schule
- Verantwortlich:
- Dr. Hanke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Schulausschuss
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zur Kenntnis
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22.04.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 22. Januar 2016 (16-01479) wird wie folgt Stellung genommen:
Die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren im Gymnasium betrifft erstmalig die Schuljahrgänge 5 bis 8 im Schuljahr 2015/2016. Damit wirkt sich die Rückkehr zu G9 erstmalig im Schuljahr 2020/2021 aus, da dann die Schülerinnen und Schüler aus dem jetzigen Jahrgang 8 den 13. Schuljahrgang besuchen.
Grundsätzlich wird die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren Auswirkungen auf den Raumbedarf der Gymnasien haben, da im Vergleich zum bestehenden G8 ein zusätz-licher Schuljahrgang räumlich zu versorgen ist. Zunächst geht der Schulträger davon aus, dass die räumlichen Ressourcen an den Gymnasialstandorten ausreichen werden. Diese Annahme wird dadurch gestützt, dass die prognostizierte Gesamtschülerzahl trotz steigender Schülerzahlen an den Gymnasien im Schuljahr 2020/2021 nicht die Schülerzahl vor Einfüh-rung des Abiturs nach 12 Schuljahren erreicht, sondern geringer sein wird. Erst im Schuljahr 2028/2029 könnten annähernd so viele Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien beschult werden wie im Schuljahr 2008/2009 (höchste Schülerzahl vor Einführung von G8).
Eine Ausnahme hinsichtlich der räumlichen Versorgung könnte das Lessinggymnasium bilden. Das für die Sanierung der Schule und die Einführung des Ganztagsangebotes ent-wickelte und realisierte Raumprogramm basiert auf einer 3- bis 4- Zügigkeit des Gymna-siums und einem Abitur nach 12 Schuljahren. Die Schule wird im aktuellen Schuljahr in den Klassen 5 und 10 fünfzügig geführt, in den Klassen 6 bis 9 vierzügig.
Bei der Entwicklung und Umsetzung der Raumprogramme für die Errichtung der IGS Heidberg und den Neubau der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule wurde die damals auch an den Integrierten Gesamtschulen beabsichtigte Einführung des Abiturs nach 12 Schuljahren berücksichtigt. Dabei wurden allerdings zusätzliche Raumressourcen für die 10. Klassen der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe eingeplant. Mit der Schulgesetznovelle 2013 wurde geregelt, dass die Integrierten Gesamtschulen weiterhin das Abitur nach 13 Schuljahren vergeben, so dass die zusätzlichen Räume in vollem Umfang der gymnasialen Oberstufe zur Verfügung stehen. Insgesamt liegt das Raumangebot jedoch an beiden Schulen unter dem der anderen Integrierten Gesamtschulen.
Zu Frage 1:
Nein, da es hierzu bisher keinen Bedarf gegeben hat.
Zu Frage 2:
Nein.
Zu Frage 3:
Es ist vorgesehen, die Auswirkungen auf den Raumbedarf durch die Wiedereinführung von G9 und mögliche Konsequenzen in den geplanten Szenarien „Entwicklung der weiter-führenden Schulen“ (Gymnasien und IGS) im Schulentwicklungsplan näher zu untersuchen. Über die Ergebnisse wird zu einem späteren Zeitpunkt berichtet werden.
