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ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 16-02386

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Sachverhalt

Start der Arbeit der Integrations- und Flüchtlingslotsen


Mit Fördermitteln des Land Niedersachsen wurden erstmalig in Braunschweig 18 ehrenamtliche Integrations- und Flüchtlingslotsen*innen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und -sprachen für ihre integrationsunterstützende Aufgabe qualifiziert. Vorbereitet auf ihre Einsätze wurden die Integrationslotsinnen und Integrationslotsen durch eine Basisschulung mit 50 Unterrichtseinheiten durch das städtische Büro für Migrationsfragen in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten auf der Grundlage der Richtlinie Integrationslotsinnen und Integrationslotsen des Landes Niedersachsen, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wurde. Die Einsätze werden von einer Koordinatorin weiterhin durch fachliche Anleitung und Austauschtreffen begleitet.

 

Die Stadt Braunschweig unterstützt damit das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die Zugewanderte in ihrem Integrationsprozess begleiten und ihnen das Ankommen in Braunschweig erleichtern möchten.

Im Rahmen des Projektes wurde eine Vereinbarung über die ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadt Braunschweig unterzeichnet. Diese legt z.B. die Erstattung der notwendigen Auslagen, die im Zusammenhang mit der ehrenamtlichen Tätigkeit entstehen, fest, beschreibt die Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit seitens der Stadt oder trifft Aussagen zur Schweigepflicht und zum Versicherungsschutz. Auf Wunsch wird nach Beendigung der ehrenamtlichen Tätigkeit ein Nachweis ausgestellt, der über Inhalt, Umfang sowie fachliches Profil der ehrenamtlichen Arbeit Auskunft gibt.

 

Die Lotsen*innen begleiten zu Beratungsstellen, Behörden, Kindertagesstätten, Schulen usw. und unterstützen Flüchtlinge und Migranten*innen dort bei ihren Anliegen.

Daneben vermitteln sie bei bürokratischen Anforderungen und informieren über die sozialen und kulturellen Angebote und Möglichkeiten zur Teilhabe in der Stadt Braunschweig. Die Integrations- und Flüchtlingslots*innen arbeiten eng mit den Hauptamtlichen zusammen und geben ihre eigenen wertvollen Erfahrungen an die Menschen, die neu in Braunschweig sind, weiter. Alle 18 freiwillige Lotsen*innen haben einen Migrationshintergrund, verfügen zum Teil über eigene Fluchterfahrungen und sind sehr motiviert.

Die bisherigen 25 -30  Einsätze erfolgten vor allem in den kommunalen Erstaufnahmeeinrichtungen sowie für dezentral untergebrachte Familien oder auf Anforderung des Jugendmigrationsdienstes des Caritasverbandes oder der Migrationsberatung der AWO. Dazu gehört beispielsweise die Begleitung zur Kleiderkammer, zum Kindergarten, in die Ausländerbehörde, zur Frauenärztin oder in die Stadtbibliothek. Vorwiegend werden Integrationslotsen*innen, die arabisch und kurdisch sprechen angefordert.

 

Mehr als die Hälfte der Lotsen*innen haben ein Studium oder eine Ausbildung vorwiegend in ihren Heimatländern absolviert, darunter befinden sich z.B. Lehrer*innen, eine promovierte Chemikerin, Ingenieure, eine Physikerin, Betriebswirte, ein Bürokaufmann oder eine Studentin der Erziehungswissenschaft. Sie stammen aus dem Irak, Tunesien, Marokko, Bulgarien Indonesien, Philippinen, aus Burundi, Zimbabwe, Kamerun, Nigeria und Syrien.

Die Koordinatorin und einige Lotsen*innen werden an der Sitzung teilnehmen und für Fragen zum Hintergrund der Maßnahme, zum Aufgabenfeld und zu den Einsätzen zur Verfügung stehen.


 

 

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