Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 16-02775
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht über die Entwicklung der Unterbringung wohnungsloser Personen im Jahr 2015 und im ersten Halbjahr 2016
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Klockgether
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Kenntnis
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31.08.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
- Unterbringung 2015
Im Jahr 2015 wurden 293 Personen in den Wohnungsloseneinrichtungen der Stadt Braunschweig aufgenommen, 251 Personen (Vorjahr 232) haben die Unterkünfte im selben Zeitraum verlassen und wurden u.a. mit Wohnraum versorgt.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre bezüglich der Einweisungen wohnungsloser Personen stellt sich wie folgt dar:

Jeweils per 31.12. eines jeden Jahres waren folgende Haushalte und Personen in städtischen Einrichtungen untergebracht:

Die am 31.12.2015 untergebrachten Personen wohnten in folgenden Einrichtungen:
Gemeinschaftsunterkunft An der Horst | 68 | Haushalte | 68 | Personen |
Betreute Unterkunft Sophienstraße | 23 | Haushalte | 23 | Personen |
Dezentrale Unterkünfte (Wohnungslose) Dezentrale Unterkünfte (Flüchtlinge / Aussiedler) | 118 13 | Haushalte Haushalte | 132 25 | Personen Personen |
Unterbringung nach Kooperationsvertrag | 17 | Haushalte | 31 | Personen |
Gesamt | 239 | Haushalte | 279 | Personen
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Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der vermittelbaren Bewohner, die zum Stichtag in den Unterkünften wohnten, betrug „An der Horst“ 224 Tage, in den dezentralen Unterkünften 372 Tage.
2. Geschlecht und Altersstruktur der im Jahr 2015 eingewiesenen Personen
Im letzten Jahr wurden 219 Männer und 74 Frauen in städtische Wohnungslosenunterkünfte eingewiesen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Altersstruktur der 293 Personen, die in den Wohnungsloseneinrichtungen im Jahr 2015 Aufnahme fanden:

3. Gründe der Wohnungslosigkeit 2015
Verschiedene Gründe können zur Wohnungslosigkeit führen. Die von den betroffenen Personen genannten Gründe sind nachfolgend aufgeführt (Vorjahr in Klammern):
Ohne festen Wohnsitz | 69 | Personen | (48) |
Wanderschaft / Durchreise | 41 | Personen | (32) |
Wohnungsverlust durch Verhalten, Mietschulden oder eigene Kündigungen ohne Bekanntwerden bei 50.1 | 36
| Personen | (26) |
Rausschmiss bei Eltern, Freunden, Verwandten | 35 | Personen | (28) |
Zuzug aus dem Ausland | 33 | Personen | (5) |
Entlassung aus der Haft (vorher städt. Unterkunft) | 24 | Personen | (27) |
Zwangsräumungen, die durch 50.1 nicht verhindert werden konnten | 19 | Personen | (13) |
Trennung | 15 | Personen | (37) |
Entlassung aus Krankenhaus und Therapie | 15 | Personen | (18) |
Beendigung Unterbringung Diakonie/Parität/Remenhof | 6 | Personen | (12) |
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Gesamt | 293 | Personen |
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4. Unterbringung im ersten Halbjahr 2016
Im ersten Halbjahr 2016 wurden 118 Personen in den Wohnungsloseneinrichtungen der Stadt Braunschweig aufgenommen. 145 Personen haben die Unterkünfte im selben Zeitraum verlassen.
Die am 30.06.2016 untergebrachten Personen wohnten in folgenden Einrichtungen:
Gemeinschaftsunterkunft An der Horst | 65 | Haushalte | 65 | Personen |
Betreute Unterkunft Sophienstraße | 21 | Haushalte | 21 | Personen |
Dezentrale Unterkünfte (Wohnungslose) Dezentrale Unterkünfte (Flüchtlinge / Aussiedler) | 112 5 | Haushalte Haushalte | 118 13 | Personen Personen |
Unterbringung nach Kooperationsvertrag | 23 | Haushalte | 35 | Personen |
Gesamt | 226 | Haushalte | 252 | Personen |
5. Zusammenfassung/Erläuterungen
Die Zahl der aufgenommen Wohnungslosen ist in 2015 angestiegen, im ersten Halbjahr 2016 dagegen aber rückläufig. Gründe für den Rückgang im ersten Halbjahr 2016 sind nicht zu erkennen. Der Wohnungsmarkt ist nach wie vor angespannt. Da die Anzahl der unterzubringenden Personen in den vergangenen Jahren im Sommer eher anstieg und zum Jahresende hin rückläufig war, wären jahreszeitbedingte Gründe in 2016 atypisch. Die Verwaltung rechnet mit einem Anstieg in der zweiten Jahreshälfte.
Bei den untergebrachten Flüchtlingen handelt es sich um Personen, die im Rahmen des Resettlement-Programms in Braunschweig Aufnahme fanden.
Die Aufenthaltsdauer hat sich 2015 in den Wohnungslosenunterkünften kaum verändert. Die Unterkünfte waren weiterhin nahezu maximal belegt. Im Jahresdurchschnitt lag die Auslastung bei über 85 %.
Nicht alle Unterkünfte stehen durchgängig für eine Belegung zur Verfügung (Fluktuation und notwendige Renovierungen). Aufgrund der Bewohnerstruktur kann zudem nicht immer jede Unterkunft mit der maximalen Anzahl von Bewohnern belegt werden.
Die Verwaltung ist bemüht, überwiegend dezentral unterzubringen, da dies die beste Unterbringungsform ist und der Beschlusslage des Rates der Stadt Braunschweig entspricht. Wegen des Auslastungsgrades im dezentralen Bereich und wegen der Schwierigkeiten hinsichtlich einer Anmietung weiterer Unterkünfte musste die Nutzung der vorhandenen Kapazitäten in der Unterkunft „An der Horst“ weiterhin erfolgen.
Die Wohnungsmarktsituation in Braunschweig ist nach wie vor angespannt. Davon sind insbesondere die Personen mit erschwertem Zugang zum Wohnungsmarkt betroffen. Es ist zu befürchten, dass aus diesem Grund weiter mit einem Anstieg der Zahl der Wohnungslosen und mit einer Erhöhung der Aufenthaltsdauer in den Unterkünften zu rechnen ist.
