Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 16-02912
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt Technologiezentrum "Innovationsflügel"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- DEZERNAT VI - Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Wirtschaftsausschuss
|
zur Kenntnis
|
|
|
|
26.08.2016
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Aktuell ergibt sich am Forschungsflughafen die Chance, neben der Realisierung des Lilienthalhauses über einen privaten Investor, innerhalb des Lilienthalhauses ein Technologiezentrum Innovationsflügel zu errichten, ohne hohe Investitionsvolumen wie bei einem Technologiepark auszulösen.
Angestrebt wird eine Einrichtung nach Muster des Technologiezentrums, die den aktuellen Erfordernissen angepasst wird mit einer neuen Form der Bereitstellung von Büro- und Laborflächen sowie Konferenzräumen. Mit integrierten Networking-Bereichen soll der Austausch auch untereinander gestärkt werden, unterstützt durch das am Forschungsflughafen vorhandene Netzwerk, also eine Art spezialisierter „coworking space“ mit Technologiezentrum und dem vorhandenen Netzwerk. Akteure aus dem Bereich der Mobilitätsthemen haben hier die Möglichkeit sich räumlich mit Partnern zu vernetzen und ein Teil des Mobilitätsclusters Forschungsflughafen zu werden.
Ziel ist die Schaffung von optimalen Arbeitsbedingungen für junge Unternehmen und Projektpartner der wissenschaftlichen Einrichtungen in einem repräsentativen und fachlich unterstützenden Umfeld am Forschungsflughafen Braunschweig. Nach dem Prinzip „Einziehen und loslegen“ sollen die Unternehmen und Projektgruppen sich auf das Kerngeschäft konzentrieren können. Dadurch soll die Gründung von Unternehmen und die Durchführung von Innovationsprojekten gefördert werden; zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen.
Jungen Unternehmen wird der Start nach dem Auszug aus den Forschungseinrichtungen bzw. der Technischen Universität (TU) erleichtert. Die Vertragslaufzeiten sind kurz und die Grundausstattung der Büros ist vorhanden. Durch die Raumkonzeption reichen den jungen Unternehmen auch kleine Raumeinheiten.
Innovative Produkte könnten schneller in den Markt gebracht werden, Synergien mit anderen Unternehmen entstehen und die Produkte / Technologien können vorab besser auf die Marktchancen hin geprüft werden.
Außerdem soll der Innovationsflügel Projektpartnern von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus dem In- und Ausland die Möglichkeit bieten, Büroräume für den Projektzeitraum anzumieten und damit die Integration in den Standort zu verstärken. Hier sehen wir insbesondere bei Projekten zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und TU und Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen hohen Bedarf.
Angedacht ist, das Technologiezentrum Innovationsflügel in das Lilienthalhaus zu integrieren, so dass die Investitionskosten gesenkt werden können und die Unternehmen auch langfristig am Standort gehalten werden, indem sie nach erfolgtem Wachstum bei Bedarf „einfach“ in eine andere Etage ziehen. Das Gebäude ist explizit für die Nutzung durch Unternehmen der Luft- und Raumfahrt sowie der Verkehrstechnik geplant.
Das Modell wurde bereits intern im Forschungsflughafen e.V. mit dem DLR und der TU und jungen Unternehmen diskutiert. Das Interesse ist nach ersten Ermittlungen vorhanden. Der Forschungsflughafen wird das Projekt im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Unterstützung bei der Akquirierung von potentiellen Mietern, die für das Netzwerk einen Mehrwert bedeuten können. Dazu eine Beratung und auch die Einbindung der Mieter in das Netzwerk sowie die Unterstützung bei der Kontaktvermittlung zu weiteren Partnern. Weiterhin sind Informationsveranstaltungen und Workshops im Innovationsflügel geplant.
Von Seiten des Landes wird die Idee begrüßt. Eine passende Förderrichtlinie ist aber leider aktuell nicht vorhanden. Um die Innovationslandschaft vor Ort trotzdem zu stärken, den Technologietransfer zu unterstützen und Unternehmen aus dem Bereich Mobilität in Braunschweig noch bessere Chancen zu bieten, soll der Innovationsflügel aus städtischen Mitteln gefördert werden.
Der Zuschuss der Stadt dient zur Anschubfinanzierung und zur Finanzierung der technischen und der Büro-Ausstattung sowie der Gemeinschaftsflächen. Außerdem besteht durch diesen Zuschuss die Möglichkeit, auch Mietverträge bedarfsgerecht mit kurzen Laufzeiten abzuschließen und alternative Büromodelle anzubieten. Für das Projekt Technologiezentrum Innovationsflügel sollen ab dem Haushaltsjahr 2017 Mittel aus der städtischen Haushaltstelle der Kofinanzierungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Für das Haushaltsjahr 2017 i.H.v. 90.000 €, 2018 75.000 € und ab 2019 laufend 50.000 €. Das finanzielle Risiko für die Stadt ist überschaubar, da zunächst ein Mietvertrag mit dreijähriger Laufzeit (mit Verlängerungsoption) geschlossen wird.
Die Trägerschaft soll bei der Braunschweig Zukunft GmbH liegen, die im Rahmen des Betriebes einen um die o.g. Mittel höheren jährlichen Verlustausgleich erhält. Die Gremien werden im Rahmen der Haushaltsberatungen beteiligt.
Das Risiko wurde von Seiten der Braunschweig Zukunft GmbH kalkuliert und wird aus dem geplanten Budget getragen. Zusätzliche Haushaltsbelastungen ergeben sich absehbar nicht. Steuerlich ist das Technologiezentrum Innovationsflügel wie der Technologiepark Rebenring zu betrachten und wäre eine weitere Einrichtung dieser Art bei der Braunschweig Zukunft GmbH.
Die Finanzplanung ist auf der Folgeseite dargestellt.
Finanzplanung Technologiezentrum Innovationsflügel:
|
|
|
|
|
|
| ab 4/2017 | 2018 | 2019 | 2020 | ab 2021 lfd. |
geplant 1/3 Etage mit rd. 350 m2; geeignet für bis zu 30 Arbeitsplätze | 350 m2 | 350 m2 | 350 m2 | 350 m2 | 350 m2 |
|
|
|
|
|
|
Ausgaben |
|
|
|
|
|
Raumkosten | 49.275,00 € | 65.700,00 € | 65.700,00 € | 65.700,00 € | 65.700,00 € |
Betriebsführung | 8.170,44 € | 19.253,92 € | 8.733,92 € | 13.733,92 € | 18.573,92 € |
Invest | 52.000,00 € | 27.000,00 € | 24.000,00 € | 19.000,00 € | 10.000,00 € |
Ausgaben gesamt | 109.445,44 € | 111.953,92 € | 98.433,92 € | 98.433,92 € | 94.273,92 € |
|
|
|
|
|
|
Einnahmen |
|
|
|
|
|
Mieteinnahmen (Auslastung 50/70/90 % vorausgesetzt) | 20.250,00 € | 37.800,00 € | 48.600,00 € | 48.600,00 € | 48.600,00 € |
Stadt Braunschweig | 90.000,00 € | 75.000,00 € | 50.000,00 € | 50.000,00 € | 50.000,00 € |
Einnahmen gesamt | 110.250,00 € | 112.800,00 € | 98.600,00 € | 98.600,00 € | 98.600,00 € |
|
|
|
|
|
|
Ergebnis * | 804,56 € | 846,08 € | 166,08 € | 166,08 € | 4.326,08 € |
|
|
|
|
|
|
*Ergebnis dient zur Rücklage bei geringerer Auslastung
