Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 16-02730

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Leitziel des Kommunalen Handlungskonzeptes Kinderarmut „Braunschweig für alle Kinder“, das im Dezember 2012 vom Rat der Stadt beschlossen wurde, ist es, Kindern und Jugend­lichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft mehr Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen. Davon ausgehend wurde in Zusammenarbeit mit dem Beirat Kinderarmut das Resilienzförderungskonzept „Starke Kinder und Jugendliche in Braunschweig“ entwickelt.

 

Dieses Konzept soll folgende Resilienz stärkende Programme für die zwei großen Sozialisationsfelder Schule und Kindertagesbetreuung beinhalten:

 

  1. buddY-Programm BRAUNSCHWEIG „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen. Erfolgreiche Wege für mehr Bildungschancen.

 

Unter der besonderen Berücksichtigung des Armutsaspektes ist für den Bereich der Schule gemeinsam mit dem buddY e. V. – Forum Neue Lernkultur ein Programm speziell für Braunschweiger Schulen konzipiert worden, das über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren an sechs Schulen durchgeführt werden soll.

 

Mit seinem Resilienz stärkenden Ansatz werden Entwicklungen ermöglicht, von denen die Schülerinnen und Schüler, aber ebenso das System Schule als Ganzes profitieren. Der Fokus liegt auf der Förderung einer potenzialentfaltenden Lern- und Schulkultur.

 

Die Verwaltung wird dem Rat zu seiner Sitzung am 02.09.2016 empfehlen, einen Beschluss mit folgendem Inhalt zu fassen:

 

- Die Stadt Braunschweig schließt für die Einführung des buddY-Programms BRAUN­SCHWEIG eine Kooperationsvereinbarung mit dem buddY e. V. Düsseldorf.

 

- Für die Umsetzung des Programms werden aus dem Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche Mittel in Höhe von 315.000 Euro auf Beschluss des Beirates Kinder­armut zur Verfügung gestellt.


  1. Early Excellence Ansatz (EEC) in Braunschweiger Familienzentren

 

Early Excellence ist ein für Familien in schwierigen Lebensverhältnissen entwickeltes hochwertiges Unterstützungs- und Bildungsangebot, das als Reaktion auf die Aus­wirkungen des Zusammenbruchs der Stahlindustrie in den 80er-Jahren in der eng­lischen Stadt Corby entstanden ist. Im Mittelpunkt steht eine konsequent positive Grundhaltung Kindern, Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber. Die Angebote orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen von Familien unabhängig von ihrer sozialen bzw. kulturellen Herkunft.

 

Seit 2000 wird EEC auch in Deutschland umgesetzt. Die nachhaltigen Effekte des EEC-Ansatzes für die Kinder in den Bereichen Selbstwirksamkeit, Sozialkompetenz, Eigen­ständigkeit, Selbstvertrauen, Sicherheit und Lösungsorientiertheit sind hinreichend evaluiert, Effekte, von denen besonders Kinder aus prekären Lebenssituationen profi­tieren.

 

Mit Unterstützung der Heinz und Heide Dürr-Stiftung und mit dem Engagement der Braunschweiger Familienzentren sowie ihrer Träger wurden Grundlagen für ein Braun­schweiger Modell zur EEC-Qualifizierung entwickelt. Die bestehenden Familienzentren Braunschweigs nehmen an dem Projekt teil.

 

Sowohl die Leitung, die Koordinierungskraft als auch das gesamte Team der beteiligten Familienzentren werden innerhalb eines Zeitraumes von ca. zweieinhalb Jahren konti­nuierlich qualifiziert. Für die Koordination des Gesamtprozesses kann dank einer Förde­rung durch die Heinz und Heide Dürr-Stiftung eine zusätzliche Fachberatungsstelle ein­gerichtet werden. Die Kosten der EEC-Qualifizierung werden auf Beschluss des Beirates Kinderarmut mit Mitteln des Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche finan­ziert.

 

 

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