Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 16-03074

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Um das Verfahren zur Änderung des Planfeststellungsbeschlusses über die Verlängerung der Start-/Landebahn durchführen zu können, ist es erforderlich, dass der Vorhabenträger, die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH (Flughafen), ein Verkehrsgutachten erstellen lässt, welches die verkehrlichen Auswirkungen der Unterbrechung der Grasseler Straße betrachtet.

 

Bisherige Verkehrserhebungen des Flughafens

 

Zur Ermittlung der Belastungssituation nach Sperrung der Grasseler Straße wurden 2012 Verkehrserhebungen im Bereich des Flughafens vorgenommen. Da aber das Jahr von zahlreichen Baustellen geprägt war, u. a. war die Hermann-Schlichting-Straße zum Zeitpunkt der Zählungen nur einspurig befahrbar, wurden erneute Verkehrserhebungen 2014 durchgeführt. Diese Verkehrserhebungen, die der Stadt nunmehr vorliegen (siehe Anlage), untersuchen, welche Verkehrsbelastungen sich nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten eingestellt haben und zeigen auf, welche Veränderungen sich in Bezug auf die Verkehrsströme und -belastungen gegenüber dem Zustand 2009 vor Sperrung der Grasseler Straße ergeben haben.

 

Geplantes Verkehrsgutachten des Flughafens

 

Basierend auf den obigen Verkehrserhebungen soll nunmehr ein Verkehrsgutachten erstellt werden. Dabei sollen im Wesentlichen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

 

  • Übernahme und Zusammenschau der bisherigen Arbeiten und Erkenntnisse zum Verkehr im Bereich des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg, insbesondere der Ergebnisse der Verkehrserhebungen 2012 und 2014
  • Prognose der Verkehrsnachfrage mit Prognosehorizont 2030 in Varianten
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes im Kfz-Verkehr für unterschiedliche Varianten
  • Betrachtung der Verkehrsnetze und der Erreichbarkeiten für den ÖPNV und den Radverkehr
  • Erarbeitung von Empfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Verkehrsnetze und Abwicklung des Verkehrs im Bereich des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg
  • Erstellung eines Ergebnisberichts als Zusammenfassung und Aktualisierung der bisherigen Arbeiten und als Grundlage für das Planfeststellungsverfahren

 

Der Planungsraum für die verkehrlichen Betrachtungen wird dabei aus den Ortsteilen Waggum, Bevenrode und Bienrode gebildet. Der Untersuchungsraum, insbesondere in der Anwendung des Verkehrsmodells, beinhaltet einen um in alle Richtungen ca. 2 Kilometer größeren Bereich.

 

Ergänzendes Verkehrsgutachten der Stadt

 

Im Haushalt 2016 wurden Mittel in Höhe von 50.000 bereitgestellt, um obiges Gutachten des Flughafens gemäß dem folgenden Beschlusstext durch ein stadtseitiges Gutachten zu ergänzen:

 

Die Verwaltung wird gebeten, ein Verkehrsgutachten für den Nordosten Braunschweigs (Waggum, Bienrode, Bevenrode, Hondelage, Querum, Kralenriede, Schuntersiedlung) in Auftrag zu geben mit dem Ziel, die nach dem Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg entstandenen verkehrlichen Engpässe zu beseitigen.
 

Da die Verkehrsuntersuchung des Flughafens lediglich die im unmittelbaren Umfeld stattfindenden Veränderungen beinhaltet, plant die Verwaltung ein ergänzendes Gutachten mit folgendem Inhalt zu beauftragen:

 

  • Gesamtstädtische Neukalibrierung des Kfz-Verkehrs auf den Ist-Zustand 2015/2016
  • Gesamtstädtische Verkehrsnachfrageprognose 2030 für den Kfz-Verkehr
  • Überprüfung des Verkehrsnetzes im Nordosten Braunschweigs auf verkehrliche Engpässe im Zusammenhang mit dem Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg
  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Beseitigung der festgestellten Engpässe

 

Weiteres Vorgehen

 

Zum aktuellen Stand der Untersuchungen sowie den geplanten weiteren Arbeiten wird der Geschäftsführer des Flughafens im Planungs- und Umweltausschuss vortragen.


 

 

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Anlagen

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