Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 16-03281

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

„Dem Investitionsvorhaben ‚Gebäude Naumburgstr. 23 - Umbauten zur Verlagerung der Laufbahnausbildung bei der Berufsfeuerwehr‘ wird gemäß den Plänen vom 27.10.2016 zugestimmt.

 

Die Gesamtkosten werden auf Grundlage der Kostenberechnung vom 27.10.2016 auf insgesamt 717.000 € einschließlich der Eigenleistung des Fachbereichs Hochbau und Gebäudemanagement und eines Zuschlags für Unvorhergesehenes festgestellt.“
 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

1. Beschlusskompetenz

 

Die Beschlusskompetenz des Bauausschusses ergibt sich aus § 6 Nr. 2 lit. a der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in Verbindung mit § 76 Abs. 2 Satz 1 NKomVG.

 

2. Begründung und Beschreibung des Investitionsvorhabens

 

Das Gebäude Naumburgstr. 23 soll ab dem 01. April 2017 im Erdgeschoss und in Teilen des 1. Obergeschosses für die Laufbahnausbildung der Berufsfeuerwehr Braunschweig genutzt werden. Hier sollen etwa 60 Mitarbeiter (je Jahrgang 24 Auszubildende und Ausbilder) untergebracht werden. In der weiteren Nutzung durch den Fachbereich Feuerwehr (FB 37) werden zusätzliche Büro-Arbeitsplätze im Erdgeschoss genutzt.

 

Diese Nutzung ist notwendig, da die Mitarbeiterzahl des FB 37 stetig steigt. Verantwortlich dafür ist die verlängerte Ausbildungszeit von 24 Monaten nach der „Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen der Fachrichtung Feuerwehr (APVO-Feu)“ und die darin enthaltene 38 Wochen dauernde Rettungsdienstausbildung, die ursprünglich von der Rettungsdienstschule des Städtischen Klinikums Braunschweig durchgeführt werden sollte, nun aber aus personellen Gründen von der Berufsfeuerwehr Braunschweig selber durchgeführt werden muss. Hinzu kommt der steigende Bedarf weiterer Büro-Arbeitsplätze. Im Jahr 2016 sind 6 neue Planstellen hinzugekommen (u. a. zwei Stellen im vorbeugenden Brandschutz für die Erhöhung der Kapazitäten der Brandverhütungsschauen nach § 27 Niedersächsisches Brandschutzgesetz (NBrandSchG)).

 

Dieser Raumbedarf kann durch die vorhandenen Standorte Hauptfeuerwache und Südwache nicht gedeckt werden, da beide Liegenschaften maximal ausgelastet sind. Auf beiden Wachen wurden bereits zusätzliche Raumkapazitäten in Containern geschaffen.

 

Nach Beendigung der Baumaßnahmen an der Hauptfeuerwache (Neubau Integrierte Leitstelle, Sanierung Hauptfeuerwache) ist geplant, die Ausbildungsbereiche wieder an der Hauptfeuerwache stattfinden zu lassen.

 

3. Angaben zum Raumprogramm

 

Das Raumprogramm beinhaltet im Erdgeschoss drei Lehrsäle (2 x 70 m² und 1 x 35 m²), vier Büroräume mit acht Arbeitsplätzen (je 14 - 33 m²), eine Teeküche (17 m²), einen Pausenraum (34 m²), einen Lagerbereich für die persönliche Schutzausrüstung (PSA) (ges. 45 m²), einen Kopier- und Lagerraum (17 m²) und sechs Büroräume zur Erweiterung (je 16 -19 m²).

 

Im 1. Obergeschoss werden Duschen und Umkleideräume (ges. 130 m²) in ausreichender Anzahl für Herren und Damen untergebracht. Die WCs befinden sich im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss.

 

4. Erläuterungen zur Planung

 

Für die Nutzung im Bereich der großen Lehrsäle ist der Rückbau einiger Trennwände notwendig. Erforderliche Durchbrüche werden erstellt. Es wird einen neuen Anstrich der Wände geben. Der Untergrund muss dafür hergerichtet werden. Die Lehrsäle erhalten eine Akustikdecke und neue Leuchten. Die vorhandenen Holzfußböden werden erhalten. Im Bereich der Duschanlage wird der Holzfußboden durch einen Fliesenbelag ersetzt. Neue Wände werden in Trockenbauweise erstellt. Soweit möglich, werden die Bestandstüren erhalten und ertüchtigt.

 

Eine Teeküche wird von der als Flüchtlingsunterkunft genutzten Sporthalle Naumburgstraße übernommen und mit erforderlichen Elektrogeräten ergänzt.

 

Das Trink- und Schmutzwassernetz ist abgängig und muss saniert werden. Eine defekte Schmutzwassergrundleitung muss ebenfalls erneuert werden.

 

Der Duschbereich und das Lager für die persönliche Schutzausrüstung werden mit einer mechanischen Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versehen.

Die Möblierung ist in den Kosten enthalten ebenso wie drei Whiteboards und die Lautsprecheranlage in den Lehrsälen. Im Bereich Daten und Telefonie gibt es kleine Anpassarbeiten der bereits bestehenden Infrastruktur.

 

5. Techniken für regenerative Energien

 

Das Gesamtgelände ist an das Fernwärmenetz der Stadt Braunschweig angeschlossen.

Darüber hinaus werden keine Techniken für regenerative Energien eingesetzt.

 

6. Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen

 

   Das Gebäude ist im Erdgeschoss für eine Büronutzung bereits im Bestand genehmigt.

   Vor dem Hintergrund der Gebäudestruktur (ehemaliges Kasernengelände mit erhöhtem

   Erdgeschoss) und der nur zeitlich befristeten Nutzung durch den Ausbildungszweig der  

   Feuerwehr wurde von der Umsetzung von Maßnahmen zur Barrierefreiheit zunächst

   abgesehen. Eine Prüfung erfolgt erneut, wenn über eine Nachnutzung nachgedacht wird.

 

 

 

7. Kosten

 

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich gemäß Kostenberechnung vom 27.10.2016 auf 717.000 €.

 

Einzelheiten sind den Anlagen zu entnehmen.

 

8. Bauzeit

 

Die Baumaßnahme soll im Dezember 2016 beginnen, die Fertigstellung wird für Ende März 2017 angestrebt.

 

9. Finanzierung

 

Die Finanzierung stellt sich wie folgt dar:

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel i. H. v. 717.000 € müssen außerplanmäßig bereitgestellt werden, weil die Ausbildung der Nachwuchskräfte, wie oben geschildert, bereits am 01.04.2017 beginnen soll. Hierzu wird die Verwaltung eine Vorlage zu den Sitzungen des Finanz- und Personalausschusses am 24.11.2016 und des Rates am 06.12.2016 erarbeiten. Zur Deckung können die Mittel des Projekts 4S.210080 herangezogen werden, die ursprünglich für den Umbau des Gebäudes Naumburgstr. 23 zur Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zur Verfügung gestellt worden sind.


 

 

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Anlagen

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Erläuterungen und Hinweise