Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 16-03522

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

 

„Die neue Straße, die das Gewerbegebiet “Heinrich-der-Löwe-Kaserne“ erschließt, erhält den Namen

 

Margarete-Steiff-Straße.“


 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Beschlusskompetenz

 

Die Zuständigkeit des Stadtbezirksrates ergibt sich aus § 93 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 NKomVG.

 

Begründung:

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat am 1. November 2016 den Bebauungsplan „GE HDL-Kaserne“, AW 113, beschlossen (Drucksache 16-03107). Der Bebauungsplan zeigt die Erschließung des Baugebiets durch eine Stichstraße. Diese neue Straße gilt es zu benennen.

 

Die Verwaltung hat einen Benennungsvorschlag für die Stichstraße im neuen Baugebiet „GE HDL-Kaserne“ erarbeitet und dabei im Vorfeld das benachbarte Wohnbaugebiet „Heinrich-der-Löwe-Kaserne“ mit seinen Erschließungsstraßen in die Überlegungen einbezogen.

 

Die Verwaltung schlägt für beide Baugebiete einen getrennten Themenansatz in der Straßenbenennung vor. Obwohl die Baugebiete nebeneinander liegen, werden sie entsprechend des Planungsstandes unabhängig voneinander aus unterschiedlichen Richtungen (Rautheimerstraße, Braunschweiger Straße) erschlossen. Zudem handelt es sich bei den Erschließungsstraßen des Wohngebiets um ein geschlossenes Erschließungs­system, für das ein eigenes Thema eine deutlich bessere Vororientierung darstellt. Der Ansatz, getrennte Themen in den Baugebieten zu wählen, wird ebenfalls unterstützt durch die unterschiedlichen Nutzungen Gewerbe und Wohnen.

 

Weitere geeigneten Namen für das Thema von WissenschaftlerInnen (siehe Baugebiet „Roselies Kaserne“) konnten nicht gefunden werden. Durch die Querung der Braunschweiger Straße besteht auch kein direkter räumlicher Zusammenhang zwischen den Baugebieten.

 

Die Verwaltung schlägt daher als separaten Namen für die Stichstraße im Gewerbegebiet die Benennung nach der Persönlichkeit Margarete Steiff vor. Dieser Vorschlag wurde bereits im Jahr 2010 i.Z.m. der Benennung von Straßen im Baugebiet „Roselies Kaserne“ aus dem Stadtbezirk an die Verwaltung herangetragen und soll hiermit wieder aufgenommen werden.

 

Als Gründerin der weltweit bekannten Spielwarenfabrik Steiff GmbH wird Margarete Steiff als Namensgeberin der Straße der Gewerbenutzung im Baugebiet gerecht. Margarete Steiff (geboren 1847, verstorben 1909)  hat einen außergewöhnlichen Lebenslauf, insbesondere auch als Frau in dieser Epoche. Sie erkrankte bereits mit 18 Monaten schwer. Durch die Folgen der Kinderlähmung war sie zeitlebens auf den Rollstuhl und Hilfe angewiesen. Sie macht trotzdem den Schulabschluss, eine Schneiderlehre, arbeitet zunächst in der Damen­schneiderei ihrer Schwestern, später allein und macht sich dann mit einem Filzkonfektions­geschäft selbstständig. Das offizielle Gründungsdatum der Manufaktur Steiff ist das Jahr 1880. 1893 wird die Spielwarenfabrik in das Handelsregister eingetragen. Zu dieser Zeit beschäftigt Margarete Steiff vier Näherinnen und 10 Heimarbeiterinnen. Der „Teddybär“ wird 1903 entworfen und danach weltweit bekannt. 1906 wird die Margarete Steiff GmbH gegründet, die 1907 bereits 400 Mitarbeiter/innen und 1800 Heimarbeiter/innen hat.

 

Margarete Steiff ist als Persönlichkeit international bekannt und mit den „Steiff-Tieren“ sind viele Kinder aufgewachsen, sodass eine Ehrung angemessen ist. Da bei der Vergabe von Straßennamen nach Persönlichkeiten insbesondere weibliche Namen gesucht werden sollen, erfüllt Margarete Steiff auch diese Forderung. Der Vorschlag der Benennung lautet daher „Margarete-Steiff-Straße“.

 

Der Heimatpfleger Herr Jünke stimmt dem Benennungsvorschlag zu.

 

Für die Erschließungsstraßen im zukünftigen Wohngebiet „Heinrich-der-Löwe-Kaserne“ beabsichtigt die Verwaltung, das gesonderte Thema „Deutsche Nordseeinseln (Ostfriesische Inseln)“ vorzuschlagen. Hier werden voraussichtlich 7 Straßennamen benötigt. Herr Jünke stimmt auch diesen Benennungsvorschlägen bereits im Vorfeld zu.

 



 

 

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Anlagen

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