Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 17-03602

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Nach einem entsprechenden Antrag im Planungs- und Umweltausschuss im April 2012 ist in der Folge von der Bauverwaltung ein projektbezogener Gestaltungsbeirat eingerichtet worden.

 

Der Planungs- und Umweltausschuss wurde mit Drucksachennummer 8903/13 über die Zusammensetzung des Beirats (Frau Prof. Carlow, Frau Architektin Kellner, Herr Architekt Thamm, Herr Stadtbaurat Leuer, Herr Referatsleiter Hornung) und dessen grundsätzliche Aufgabenstellung informiert.

 

Mit Drucksachennummer 15-00181 wurden der Planungs- und Umweltausschuss und die betroffenen Stadtbezirksräte darüber hinaus über konkrete Beratungsergebnisse des Beirats informiert.

 

Schwerpunktthemen mit denen sich der Gestaltungsbeirat intensiv befasst sind:

 

  • Gestaltungsrichtlinien und Bauprojekte im Zusammenhang mit dem Wohnbauprojekt Nördliches Ringgebiet/Taubenstraße

 

  • Gestaltungsrichtlinien und Bauprojekte im Zusammenhang mit dem Wohnbauprojekt Langer Kamp

 

In Ausnahmefällen kann sich der Gestaltungsbeirat auch mit anderen stadtbildprägenden Hochbauprojekten befassen (z. B. Entwurfsstudie an der Petrikirche im Mai 2015).

 

In seinen letzten beiden Sitzungen hat sich der Gestaltungsbeirat mit konkreten Entwürfen zu den beiden Wohnbauprojekten Taubenstraße und Langer Kamp beschäftigt. Die jeweiligen Entwurfsarchitekten konnten dem Beirat ihr Projekt vorstellen und erhielten im Nachgang konkrete Verbesserungsvorschläge, die in die jeweiligen Bauantragsunterlagen eingearbeitet wurden. Bei Eilbedarf ist der Beirat auch schon in einem Mail-Umlaufverfahren eingebunden worden.

 

Grundlage der Beurteilung sind die beiden Gestaltungshandbücher, die bei beiden Projekten jeweils von den Gewinnern des städtebaulichen Wettbewerbs in Absprache mit der Bauverwaltung und beim Projekt Taubenstraße auch schon in Absprache mit dem Gestaltungsbeirat verfasst worden sind. Für das Projekt Langer Kamp war dies das Büro Giesler Architekten und für das Baugebiet Taubenstraße Ackers Partner Städtebau.

 

Ziel ist es, auch in Wohngebieten, in denen preiswerter Wohnraum eine große Rolle spielt, über einen angemessenen städtebaulichen, freiraumplanerischen und architektonischen Standard die soziale Durchmischung nachhaltig zu gewährleisten. Die zu schaffenden Qualitäten müssen sicherstellen, dass gleichermaßen Menschen mit geringem Einkommen und Menschen mit mittlerem oder höherem Einkommen in einem Quartier auch langfristig leben möchten und können.

 

Die Verwaltung ist der Ansicht, dass es sich bei dem Gestaltungsbeirat um ein zielführendes, pragmatisch ausgerichtetes Gremium handelt, das zu dieser angemessenen Qualitätssteigerung der Architektur und der Außengestaltung der Wohnbauprojekte Taubenstraße und Langer Kamp führt.

 

Die Mischung aus externem und internem Sachverstand führt dazu, dass die Hinweise und Verbesserungsvorschläge des Beirats nachhaltig sind und umsetzbar bleiben. In fast allen Fällen ergehen die Forderungen bzw. die Vorschläge zu einer Veränderung einstimmig.

 

Die Verwaltung ist der Meinung, dass diese Art einer übergeordneten pragmatischen Qualitätssicherung grundsätzlich auch bei künftigen Wohnbaugebieten zweckmäßig wäre. Voraussetzung für die Arbeit des Gestaltungsbeirats ist aber die Erstellung eines Handbuchs mit gestalterischen Festsetzungen zu dem jeweiligen Wohnbauprojekt. Diese Art „Spielregeln“, die auch in den Bebauungsplänen zu verankern sind, dienen zum Einen der Orientierung von Bauherren und Architekten und sind dann im Anschluss auch Beurteilungsgrundlage für den Beirat.

 

Eine weitere gezielte Einbeziehung des Gestaltungsbeirats bei wichtigen stadtbildprägenden Hochbauprojekten in der Stadt wird von der Bauverwaltung ebenfalls befürwortet.


 

 

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