Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 17-03757

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

Bei Neupflanzungen von Bäumen im öffentlichen Raum im Bezirk Schunteraue sollen an geeigneten Plätzen Schwarzpappeln gepflanzt werden.
 

 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

" Die Schunteraue an der Schuntersiedlung verlor in den vergangenen 10 Jahren durch Baumfällungen, Stürme etc. erheblich an Baumbestand. Die Schwarzpappel war 2006 Baum des Jahres. In der Schunteraue wurde sie häufig durch Hybridenpappeln ersetzt. Da die Schwarzpappel vom Aussterben bedroht ist, sind beim NABU kostenlos Setzlinge zu erhalten. Sie ist relativ resistent gegen Streusalz. Schwarzpappeln könnten an vielen Orten wie z.B. gut ein paar
Meter vom Bienroder Weg als Grenzbaum von Straße und Schunteraue gepflanzt werden, aber auch und hauptsächlich entlang der Schunteraue. Sie sind außerdem tolerant gegen Überflutungen. Schwarzpappeln vermindert Erosionen und widersteht großflächigen Überflutungen. Sie bietet einen vielseitigen Lebensraum für Insekten, Pilze, Vögeln und Fledermäuse, die inzwischen auch hier bei uns immer weniger Lebensraum und Nahrung haben. Viele Kleinsäuger siedeln sich gerne unter Schwarzpappeln an und gewinnen hier Schutz und Nahrung. Sie kann als Bioindikator genutzt werden, um städtische und industrielle Belastungen nachzuweisen. Sie ist relativ widerstandfähig gegen Stäuben, Immissionen. Sie kann Blei, Cadmium, Zink, Fluor, Schwefel und Aluminium in ihrem Blättern und im Holz anreichern. Schwermetallverseuchte Böden lassen sich mit Schwarzpappeln entgiften. Hohe Konzentrationen von Schwefeldioxid und Ozon in der Luft zeigen sich an ihren Blättern durch charakteristische Verfärbungen. Mit keiner anderen Baumart lassen sich so schnell nennenswerte Mengen Kohlendioxid aus der Luft binden, um den Treibhauseffekt zu bremsen. Wegen dieses Klimaschutzeffektes werden Pappeln in nächster Zeit erheblich an Bedeutung finden. Aufgrund ihres schnellen Wachstums werden die Bäume vermehrt in Energieholzplantagen angebaut.


gez.

 

Sabine Bartsch
 

 

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