Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 17-03760

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Um den 24.10.2016 herum wurde in einem zur Schunter führenden Wassergraben eine erhebliche Verunreinigung festgestellt.

 Die Quelle der Verunreinigung in dem zur Schunter führenden Wassergraben lag offenbar auf dem Gelände der Firma Blötz (LKW-Werkstatt und Service im Gewerbegebiet Kralenriede "An den Waashainen").  Nach Auskunft des Geschäftsführers der Fa. Blötz hat es eine Leckage im Heizölsystem der Firma gegeben, wodurch offenbar über längere Zeit nach seinen Aussagen in geringen Mengen Heizöl ins Erdreich gelangt ist. Dieses Leck ist inzwischen behoben.  Offenbar wurde das Heizöl aus dem kontaminierten Erdreich durch Regen ausgeschwemmt und ist über Risse (z.B. durch Baumwurzeln)  in den  Regenwasserkanal gelangt, der Regenwasser in Richtung Schunter ableitet.

Als ich am 25.10.2016 dort war, war die Stadtentwässerung BS gerade dabei mit Kameras den Regenwasserkanal auf dem Gelände der Firma Blötz auf Wurzelrisse und Leckagen zu untersuchen.

Sobald die Eintrittsstelle des Heizöls gefunden wurde, hat die Firma Blötz zugesagt Erdarbeiten durchzuführen, d.h. ich gehe davon aus, dass das kontaminierte Erdreich entsorgt und ausgetauscht wird.  Mir wurde mitgeteilt  seien Wasserproben genommen worden, aber das Ergebnis der Analysen steht noch aus. D.h. im Augenblick geht man davon aus, dass es eine Heizölverunreinigung ist, weiß es aber noch nicht genau.

Die Verunreinigung scheint also auf einem technischen Defekt zu beruhen und nicht auf einem Fehler im System (z.B. irgendwelche "unbekannten" Überläufe, die in bestimmten Situationen (z.B. längeren Regenfällen) Abwässer in das Regenwasserableitungssystem leiten).

In dem betroffenen Gewässer befinden sich immer noch Sperranlagen, die Durchfluss von Schadstoffen wie z.B. Heizöl verhindern sollen.

Daher ergeben sich folgende Fragen:

1.)    Konnte die Dauer, Art und Größenordnung der damaligen Verunreinigung mittlerweile festgestellt werden und wie haben sich die Schadstoffwerte inzwischen entwickelt?

2.)    Wie marode bzw. wie sicher ist das Kanalnetz im gesamten Gewerbegebiet Kralenriede, dh. Sind im Gewerbegebiet Kralenriede inkl. Boeselagerstraße weitere Schwachstellen im Regenwasserkanalsystem ermittelt worden und in welchen Zeitabständen werden die Kanäle auf Schäden (wie z.B. eindringende Pflanzenwurzeln) sowie die Heizölanlagen sowie andere schadstoffproduzierende Einrichtungen (z.B. Ölabscheider; Lackierabfälle) auf ordnungsgemäße Funktion  kontrolliert? 

3.)    In Gewerbegebieten kann es immer einmal zu technischen Defekten o.g. Art kommen. Das Gewerbegebiet Kralenriede soll noch wachsen, womit die Wahrscheinlichkeit solcher technischen Defekte zunimmt.  Warum aber ist das Wasserschutzgebiet Schunteraue nicht besser gegen solche Vorkommnisse und Schadstoffkontaminationen geschützt, d.h. warum wird überhaupt Regenwasser aus einem Gewerbegebiet ohne Vorbehandlung (z.B. vorgeschaltete Absetz- und Pflanzenklärbecken) in das Wasserschutzgebiet geleitet?   

Gez.

 

Dr. Dr. habil. Wolfgang Büchs

Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS)

Bezirksrat 332 Schunteraue

 

  1. Anfrage


 

 

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