Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 16-03178-02

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Aufgrund diverser Anträge des Stadtbezirksrates zu Gehwegbreiten und Verkehrsberuhigung im Bereich Maschstraße/Maschplatz/Hinter der Masch hat die Verwaltung eine Planung für den genannten Bereich erstellt. Diese beinhaltet u. a. die Neuanordnung und deutliche Markierung der teilweise halb auf dem Gehweg angeordneten Parkplätze, um die vorhandenen Gehwege in ausreichender Breite für Fußgänger freizuhalten. Diese Planung wurde Mitgliedern des Bezirksrates in einem Ortstermin vorgestellt und vom Bezirksrat am 23.08.2017 beschlossen (DS 16-01729). Es gab daraufhin sehr deutliche Einwände aus der Anwohnerschaft.

 

Die aufgrund der Reaktionen sowohl vom Bezirksrat als auch von der Verwaltung für erforderlich gehaltene Informationsveranstaltung fand am 25.01.2017 statt. Der öffentlichen Einladung der Verwaltung folgten ca. 50 Personen.

 

Verlauf der Informationsveranstaltung:

 

Die Verwaltung stellte die Planung zunächst vor und erläuterte die Hintergründe. Anschließend wurde über die Maßnahmen diskutiert. Grundsätzlich positiv gesehen wurden die Hintergründe für die Planung (mehr Platz für Fußgänger, weniger Durchgangsverkehr). Positiv gesehen wurde auch, dass das Thema der nicht StVO-konform abgestellten Fahrzeuge angesprochen wurde.

 

Kritisiert wurde insbesondere, dass für die geplanten Maßnahmen knapp 50 Parkplätze im Gebiet entfallen und dass die Verkehre in Richtung Neustadtring wegen der vorgesehenen Beschilderung („Verbot der Einfahrt“) am Übergang Maschstraße/Maschplatz nicht mehr die Straße Maschplatz nutzen können. Die Ausfahrt aus der Straße Hinter der Masch auf den Neustadtring sei gefährlich und bereits heute überlastet. Auch die Führung des Verkehrs über die Straße Hinter der Masch vor den dort vorhandenen sozialen Einrichtungen wurde kritisiert.

 

Uneinig waren sich die Teilnehmer in der Bewertung des Durchgangsverkehrs. Teilweise wurde er als sehr hoch, teilweise als sehr gering eingeschätzt. Um belastbare Zahlen zum Durchgangsverkehr zu erhalten wäre eine aufwändige Verkehrszählung mit Fahrzeug-identifikation („Kennzeichenerfassung“) und  präziser Erfassung der Verweildauer im Quartier an den Ausfahrten aus dem Quartier erforderlich. Eine Verkehrszählung war auch vom Stadtbezirksrat beantragt worden.

 

Fazit:

 

Sowohl aus den Reaktionen auf die Planung im Anschluss an den Beschluss des Bezirksrates als auch aus der Informationsveranstaltung hat die Verwaltung den deutlichen Eindruck gewonnen, dass die Anwohner der betreffenden Straßen sehr gerne in ihrem Quartier wohnen und sich mit der vorhandenen Verkehrssituation arrangiert haben. Ein dringender Wunsch nach Veränderung der heutigen Verkehrssituation besteht im Quartier offensichtlich mehrheitlich nicht. Daher wird die Verwaltung ihre begrenzten Ressourcen für andere Projekte im Stadtgebiet einsetzen und keine weitere verkehrliche Betrachtung des Quartieres vornehmen.

 

Der Beschluss des Bezirksrates, die Maßnahmen bis auf Weiteres auszusetzen, hat weiterhin Bestand.
 

 

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