Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 16-03488-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 14.12.2016 [16-03488] wird wie folgt Stellung genommen:

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat in seiner Sitzung am 15.07.2014 u.a. beschlossen, dass die hansische Tradition der Stadt Braunschweig gefördert werden soll (DS 16996/14). Die Verwaltung hat diesem Beschluss in den letzten Jahren durch verschiedene Maßnahmen Rechnung getragen. Im Jahr 2016 fand in Kooperation zwischen dem Stadtarchiv und dem Hansischem Geschichtsverein eine internationale wissenschaftliche Tagung in Braunschweig zum Thema „Hanse und Landesherrschaft“ statt. Die Ergebnisse dieser Tagung werden im Laufe des Jahres 2017 in einem Sammelband publiziert werden. Außerdem werden im Stadtarchiv aktuell zwei für die Hanseforschung wichtige Publikationen (Edition des Zollbuches von Hermann Bote von 1503; Inventar der Hanseakten 1530–1599) vorbereitet, um der Forschung zur Geschichte der Hansestadt Braunschweig neue Quellen zu erschließen.

Darüber hinaus befindet sich eine in Kooperation zwischen der Braunschweig Stadtmarketing GmbH und dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft entstandene Broschüre zur Geschichte der Hansestadt Braunschweig in Vorbereitung.

Über Braunschweig hinausgehend hat vor allem mit der Eröffnung des Europäischen Hansemuseums in Lübeck im Jahr 2015 das Thema Hanse im nationalen und internationalen Ausstellungskontext breite Aufmerksamkeit erfahren. Die Hansestadt Braunschweig findet in dieser Ausstellung mehrfach Erwähnung.

 

Dies vorausgeschickt, beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

Im Jahr 1669 fand in Lübeck der letzte Hansetag statt. An diesem Treffen nahmen die Vertreter von nur noch sechs Städten: Lübeck, Braunschweig, Hamburg, Bremen, Danzig und Köln teil. Vertreten ließen sich die Städte Hildesheim (von Braunschweig), Rostock und

Osnabrück. Dieses Ereignis, mit dem allgemein das Ende der Hanse verbunden wird, jährt sich im Jahr 2019 zum 350. Mal. Es wäre denkbar, diesem Ereignis in Kooperation mit den anderen oben genannten Städten eine Ausstellung in den betreffenden Orten zu widmen.

 

Zu Frage 2:

Durch die bereits erwähnte Eröffnung des Europäischen Hansemuseums vor zwei Jahren in Lübeck gibt es seit Kurzem eine Ausstellung zur Hanse die national und international große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Museum verzeichnet gute bis sehr gute Besucherzahlen. Zudem hat die Ausstellung noch nicht ihren endgültigen Umfang erreicht, sondern wird sukzessive durch weitere Teile erweitert. Hinzu kommt, dass das ebenfalls international beachtete Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, das traditionell einen Schwerpunkt zur Hansegeschichte hat, in den nächsten Jahren seine neue Dauerausstellung in mehreren Teilschritten eröffnen wird. Vor diesem Hintergrund ist es kurzfristig wohl nicht sinnvoll, ein weiteres auf deutschlandweite bzw. internationale Aufmerksamkeit zielendes Ausstellungsprojekt zu entwickeln. Mittelfristig könnte dies allerdings ein attraktives Format sein, das gemeinsam mit dem Europäischen Hansemuseum Lübeck, den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie weiteren kommunalen Partnern zu entwickeln wäre.

 

Zu Frage 3:

Eine belastbare Aussage zu dieser Frage ist beim jetzigen Planungsstand nicht möglich.
 

 

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